Sind die Indianer in Amerika heute den europäischen Siedlern dankbar?

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10 Antworten

Ich glaube nachdem der Großteil der native americans durch die weißen Siedler umgesiedelt oder umgekommen ist, ist ihnen relativ egal, dass die Weißen ihnen den Kapitalismus beigebracht haben. 

Davon mal abgesehen, dass der Kapitalismus jetzt nicht unbedingt die beste Errungenschaft der Menschheit ist, im Gegenteil.

Heutzutage wird man sich wahrscheinlich mit den Weißen arrangiert haben.

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Das möchte ich schwer bezweifeln. Die europäischen Siedler haben die amerikanischen Ureinwohner überrannt, ihnen ihr Land gestohlen und Millionen von ihnen ermordet. Dankbarkeit ist wohl nicht die übliche Reaktion auf derartiges Verhalten.

Es ist stark zu bezweifeln dass die Indianerstämme interesse an dieser "Zivilisation" hatten von der du sprichst, ihre eigene Zivilisation wurde nämlich vernichtet. Auch die Inianer hatten eine reiche Kultur, Wertvorstellungen und Ideale, auch sie waren eine oder sogar mehrere Zivilisationen.  

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Warum um alles in der Welt sollten die indigenen Völker Nordamerikas jemand dankbar sein, der

- einen enteignet

- vom angestammten Land vertreibt und dieses sich selbst einverleibt

- nach der Enteignung in Reservate einsperrte, deren Land so schlechte Böden hatte, das die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln unmöglich war.

- die versprochenen Nahrungsmittellieferungen in unzureichendem Umfang oder gar nicht in die Reservate bringt und zahllose Hungertode provozierte

- Krankheiten, wie Pocken und Scharlach in ein Land einschleppt, die es zuvor da noch nicht gab und somit Epidemien mit zahllosen Toden auslöste

- der Massaker an Frauen und Kinder verübte (wounded knee, sandy creek)

- den Nordamerikanischen Büffel fast ausrottete, und damit die Nahrungsgrundlage der Prärieindianer zerstörte

- den Alkoholismus und damit die soziale Verwahrlosung förderte

- Genozid betrieb, denn viele Völker, die es vor der Ankunft der Europäer in Nordamerika gab, gibt es heute nicht mehr, weil sie ermordet wurden.

Noch einen Nachsatz: Selbst heute leben viele nordamerikanische Indianer in den Reservaten unterhalb der Armutsgrenze, die Bildungsmöglichkeiten sind gering, es gibt dort weder Industrie noch ist dort aufgrund der Bodenbedingungen rentable Landwirtschaft möglich. Sie müssen von Sozialhilfe leben, die in Amerika deutlich geringer ausfällt als Hartz4 bei uns. Im Grunde sind viele bis heute von deinem Fortschritt und Zivilisation bis heute ausgeschlossen durch die Folgen von Kapitalismus und Kolonialismus. Und dann sollen sie für diese himmelschreiende Ungerechtigkeit auch noch dankbar sein? Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein!

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mraabe 20.05.2016, 17:53

Welches Naturvolk wäre von sich aus in die Lage, die Notwendigkeit versetzt worden, soetwas wie Massenvernichtungswaffen zu entwickeln? Vom Speer und Bogen - nennen wir es Jagdwaffen - hin zur ICBM wie der imposanten und eindrucksvollen Titan II ist ein langer Weg. Ich bezweifele, dass die Indianer jemals soetwas von sich aus entwickelt hätten.

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chog77 20.05.2016, 19:21
@mraabe

- Wer braucht schon Massenvernichtungswaffen? Ich sehe die nicht als Errungenschaften von Zivilisation, sondern als einen ihrer größten Fehltritte.

- Übrigens auch bei den indigenen Völkern Amerikas gab es Hochkulturen wie die Inka , die Maya und die Azteken, die funktionierende Staatssysteme hatten und für ihre Lebensumwelt erstaunliche Erfindungen gemacht haben. 

Aber jetzt geh woanders trollen, dummes Geschwätz nervt mich!!

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MetalMaik 20.05.2016, 19:23
@mraabe

@mraabe
Und Du findest, dass solche Massenvernichtungswaffen notwendig sein sollen? Das ist doch absoluter Schwachsinn! Seit es diese Massenvernichtungswaffen gibt, leben wir unter der ständigen Bedrohung, dass irgendsoein machtgieriger Depp, der sich Präsident nennt (ob er nun Putin, Trump oder sonstwie heißt), einen 3. Weltkrieg auslöst und damit evtl. die ganze achso "zivilisierte" Menscheit auslöscht.

Und wie die Zivilisation der amerikanischen Ureinwohner sich weiterentwickelt hätte, wenn sie nicht von Europäern zerstört worden wäre, kann man nicht wissen.

Außerdem wurde Deine sogenannte Zivilisation auch nicht von den Europäern "erfunden". Es gab schon technisch hochentwickelte Kulturen auf der Welt, als die Europäer (zumindest in unseren nördlicheren Breitengraden) noch mit Fell und Keule durch den Wald liefen.

Das die amerikanischen Ureinwohner den Europäern dankbar sein sollten, ist wirklich der dümmste Schwachsinn, den ich hier seit langem gelesen habe. Cog77 hat ja schon geschrieben, was die Europäer den amerikanischen Ureinwohnern angetan haben. Wärst Du jemanden dafür dankbar, wenn er Dein Land stehlen, Deine Frau vergewaltigen,Deine Kinder töten und Dich dann in ein Lager stecken würde?

Die Maya und Inka waren technisch übrigens auch sehr weit entwickelt, bis die Europäer sie durch Krieg und Krankheiten ausgelöscht hatten.

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die Indianer können natürlich nicht ausgerechnet auf die europäischen Siedler dankbar sein, gar zu viel Leid hatten und haben sie ihnen beschert. Erst stahlen sie ihnen ihr Land, töteten viele und vernichteten deren Kulturen. Der so entstandene Schaden ist nie mehr völlig gut zu machen. Die Indianer haben einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung in großer Höhe.

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Also wenn wir von den inkas bzw. majas reden,dann würde ich auf KEINEN FALL sagen,dass sie uber dir ankunft von zb cortez froh waren,da die meisten ermordet wurden,falls sie sich weigerten den Katholizismus als eigene Religion anzuerkennen... Ihre eigenen kulturellen Errungenschaften von denen es ebenfalls viele gab,würden geraubt und missbraucht. Außerdem gibt es heute sehr wenige Ureinwohner wie aborigines oder Indianer da sie ausgerottet wurden oder sich zu viele schon zu sehr an die neue Lebensweise assimiliert haben,sodass es streng genommen nicht mehr ''richtige''Indianer sind. und man sollte überhaupt als allererstes Fragen ob die Europäer überhaupt das Recht hatten da einfach so ''anzureisen'' und deren eigene Kultur aufzuzwingen...

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mraabe 20.05.2016, 16:42

Wieso sollten die Europäer kein Recht gehabt haben? Amerika war ja kein Land, wie schon in Europa Spanien, Portugal, Frankreich, die Niederlande, England, usw. Es gab kein Staatsoberhaupt, keine Regierung. Damit gehörte das Land noch niemandem und die Indianer lebten einfach dort als eine Art "Hausbesetzer".

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MetalMaik 22.05.2016, 03:26
@mraabe

Vieles ist töricht an eurer Zivilisation.

Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach,

bis ihr so viel habt,

daß ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben.

Ihr plündert die Wälder, den Boden,

ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe,

als käme nach euch keine Generation mehr,

die all dies ebenfalls braucht.

Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt,

während ihr immer größere Bomben baut,

um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.

(Tatanga Mani, in: Weisheit der Indianer)

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Bestimmt nicht. Die Indianer sind entwurzelt, ihrer Identität beraubt, enden nicht selten im Suff. Wozu sollten sie dankbar sein?

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Woher hast Du denn dieses Wissen ? :(

Den Indianern wurde ihre Identität genommen , es wurde ihnen unfruchtbares Land zugewiesen , ihren  Kindern  wurden in Erziehungsheimen  zweifelhafte Ideologien suggeriert  , und sie selbst  verfielen dem Alkohol !

Wenn Du Dein Bild vom weißen Mann realistisch sehen willst , dann lese wirklichkeitsnahe Literatur ....

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Das riecht mir doch sehr nach einem provokativen Troll.

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Als gäbe es keine indianische Musik und keine indianische Kultur...seufz...

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mraabe 20.05.2016, 17:07

Aber hätten Indianer jemals von sich aus die Dampfmaschine, Fabriken, Börse, Bankwesen, Wolkenkratzer, Flugzeugträger, Nuklearwaffen oder das Internert entwickelt?

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MetalMaik 20.05.2016, 19:40
@mraabe

Nein, ich glaube so blöd und verrückt wären die nicht gewesen, sowas zu entwickeln.  Der Menschheit würde es ohne die meisten dieser Dinge sicherlich besser gehen. Es würde dann z.B. auch keine dummen Trolle geben, die solch einen Schwachsinn schreiben.

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Wir hatten schon bessere Trollfragen als Erstfragen mit nagelneuem Account. 

Die Antwort: Sie danken Manitou auch heute noch von morgens bis abends auf den Knien für die Ankunft des weißen Mannes, die ihnen all das bescherte, was sie sich schon immer gewünscht hatten.

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ArnoldBentheim 20.05.2016, 17:13

Uff uff, Old Earnest, tät ich dazu sagen, wenn ich mich nicht irre!  :-))

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meinerede 21.05.2016, 06:34
@earnest

Der Witz ist, dass gerade solch provokante Fragen immer recht zahlreiche Antworten erhalten, der Troll wird ausgeblendet.

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