Sind die Grünen eigentlich eine linke FDP?

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14 Antworten

Die Grünen wurden nicht als linke oder rechte Partei gegründet, sondern aus Protest gegen die Umweltzerstörung. Es gab zwar immer wieder Tendenzen in die eine oder andere Richtung, aber letztlich ist es dabei geblieben, daß die Parteimitglieder ein breites Spektrum repräsentieren.

Wenn die Grünen in einer Regierungskoalition sind können sie naturgemäß nicht ihre eigene Politik betreiben, sondern müssen sich an dem Kompromiß orientieren, der sich aus den Koalitionsverhandlungen ergeben hat. 

Das ist also mal rechter, wenn sie mit der CDU koalieren und linker mit der SPD. Insofern ähneln sie zwar den Koalitionen der FDP, aber das Grundkonzept der FDP ist/war an Wirtschaft und einigen liberalen Themen ausgerichtet.

Gruß

Sagen wir mal so, die Grünen sind nicht linker als die FDP, wohl aber etwas ökologischer als diese ausgerichtet, mehr aber auch nicht.

Sagen wir es mal so: Die Grünen von heute haben/wollen mit den strickenden Wollpulli-Birkenstock tragenden Grünen mit Müslibart im VW-Bus mit "Atomkraft-nein-Danke-Aufklebern" nichts mehr zu tun!

Heute trägt man Designer-Klamotten und fährt schicke Autos der Marken Mercedes, BMW und Audi und wohnt in einer schicken Altbauwohnung einer Großstadt und nicht wie die "Schmuddelkinder der 70er" in einer Wohngemeinschaft. Privat hält man gute Kontakte zur Wirtschaft und Industrie, damit die Karriere nach der Politik auch abgesichert ist. Man folgt da eher dem Beispiel von Joschka Fischer.

Früher hat ein Joschka Fischer Steine gegen BMWs geworfen und lehnte sich gegen das Management auf, weil sie ja zur Umweltverschmutzung beitragen. Heute hält er für BMW Vorträge und kassiert ordentlich Honorare VON BMW!

Könnte mir vorstellen, dass Cem Özdemir in die selbe Richtung "blinkt", wenn er mal aus der Politik aussteigt. Vielleicht finden ihn in ein paar Jahren bei RWE, e-on oder Daimler wieder mit einem traumhaften Jahresgehalt von über 1 Mio. und einem Dienstwagen, der etwas mehr als 12 - 13 Liter pro 100 km verbraucht.

Heute ist man nicht mehr ein Grüner aus Idealismus, sondern man nutzt es nur als Sprungbrett Richtung Karriere!

Kommentar von voayager
19.05.2017, 19:49

wenn du recht hast, dann haste nun mal recht

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Nein, eher eine FDP mit Veggieday und Unisextoiletten. Links ist bei vielen Grünen gar nichts mehr.

Kommentar von atzef
19.05.2017, 13:47

Wobei man dann schon mal andeuten müsste, was denn dann "links" aktuell überhaupt bedeuten soll...?

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DAs ist etwas zu holzschnittartig und stereotyp, aber die FDP hatte phasenweise ja durchaus auch einen starken sozial- und linksliberalen, vor allem bürgerrechtlich und radikaldemokratischen Flügel. Namentlich ihre Jugendorganisation war so aufgestellt.

Die sind aber wohl wirklich durch das Auftauchen der Grünen und die Übernahme der FDP durch den wirtschafts- und rechtsliberalen Flügel ausgezehrt worden.

Kommentar von robi187
19.05.2017, 13:44

wer war denn ein linker fdp-ler? der böse baum? :)

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Da wäre erst mal zu klären, was an Kriegstreiberei, Sozialabbau und Faschistenverharmlosung links sein soll.

Kommentar von barfussjim
19.05.2017, 19:05

Oder an Russenpropaganda, DDR-Verehrung und Aluhut-Verschwörungstheorien.

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Gewissermaßen ja. Das verstehen nur viele nicht und hetzen gegen sie herum, weil sie Angst haben, man wolle ihnen etwas wegnehmen.

Die Grüne Partei, 1979 von Umweltschützern gegründet, wurde kurz darauf von Leute aus der linksextremen K-Gruppen-Bewegung wie Fischer, Ebermann, Dittfurth etc. übernommen, die Ökologen wie Springmann und Gruhl gingen. Seither ist die grüne Partei eine linke Partei. 

Führung und Stammwähler sind allerdings inzwischen etabliert und haben mit ihrem Denken großen Einfluss in Medien, Schulen, Kirchen etc. Kern dieses neulinken Denkens ist aber nicht mehr die soziale Frage, weil die heutigen grünen Stammwähler Gutverdiener aus dem Rotweingürtel und Kern der Bionade-Bourgeosie sind. Insofern sind sie mit der Zahnarzt-FDP zu vergleichen. 

Der Riesenunterschied: Die Grünen leben rechts (z. B. mehr umweltschädliche Vielflieger als bei allen anderen Parteien), propagieren aber immer verbissener die Kulturrevolution durch mehr Einwanderung, Kriechen vor dem Islam, Gender Mainstreaming, Frühsexualisierung in den Schulen und Verbote aller Art (Veggieday, Dieselverbot etc.)

Kommentar von berkersheim
19.05.2017, 14:53

"Gutverdiener aus dem Rotweingürtel und Kern der Bionade-Bourgeosie" finde ich gut. Das ist allerdings auch der Grund für ihren Wählereinbruch in NRW. Dort haben sie den Finanzminister Norbert Walter-Borjans unterstützt, der ihrer Klientel beim Steuerhinterziehen bis ins Gefrierfach nachgemacht hat. Da hieß es, "Mama, Dein Merzedes Cabrio ist gestrichen, Deine Leute haben uns die Finanzplanung versaut." - Hätte der verlogene Borjans mal genausoviel Energie und Mittel aufgebracht, um festzustellen, wieviele Spekulantengelder in Köln, Düsseldorf und anderen NRW-Städten, in Frankfurt, München usw. aus Griechenland, Italien, Spanien und Portugal stammen, abgezweigte EZB-Milliönchen, dann hätte er ja seiner und der GRÜNEN ungebremste Europa-Euphorie geschadet. Wenn demnächst noch mehr "Flüchtlinge" (= Völkerwanderer) näher an die Villenviertel rücken, gehts mit den GRÜNEN noch weiter bergab, denn das mag ihre Wählerschaft nicht.

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Nah, eher eine grüne CDU. Die FDP ist gar nichts. Weder liberal, noch grün, noch links. Die FDP ist de facto eine marktliberale, konservative Partei.

eher eine linke CDU

Kommentar von robi187
19.05.2017, 13:38

cdu tut doch schon so lings?

mit der ddr erfahrungen?

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Hahaha - lustige Idee: Die Grünen sind sich mit der FDP ziemlich spinnefeind.

Die stehen sogar der CDU näher als der FDP.

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