9 Antworten

Ja und nein.

Waldbrände hat es immer schon gegeben. Früher wurden sie von der Natur selbst ausgelöst (z.B. durch Blitzschlag), heute durch die Natur und den Menschen - entweder indirekt (z.B. durch liegen gelassenen Müll, der als Brennglas wirkt oder durch heiße Bauteile (z.B. Katalysatoren) an Fahrzeugen) oder direkt (Brandrodung, Lagerfeuer, weggeworfene Zigarette). Letztere, also die durch den Menschen verursachten Gründe, dürften heute überwiegen - die Anzahl der Brände ist also sicherlich größer geworden.

Einige Experten behaupten auch, dass durch viele kleinere, regelmäßige Waldbrände früher die Wälder selbst ausgedünnter und aufgeräumter gewesen sind. Heute gibt es in der Fläche zwar weniger Wald, dieser wird aber zunehmend geschützt - also immer weniger bewirtschaftet und mehr der Natur überlassen. Dadurch gibt es aber auch viel Totholz, viel bodennahes Gestrüpp zwischen den Bäumen und viel brennbares Material, welches sich im Wald anhäuft. Kommt es dann doch zu einem Brand, dann kann sich dieser in kürzerer Zeit über eine größere Fläche ausbreiten. Wobei das sicherlich eher für den europäischen Raum gilt...

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Grundsätzlich gab es natürlich schon immer Waldbrände. Es gibt ja sogar Pflanzen die auf Brände angewiesen sind, die Pyrophyten. https://www.max-wissen.de/Fachwissen/show/3996

Das kann man aber auch nicht verallgemeinern. Wenn ich mal von Mitteleuropa ausgehe wo ca. 95% der Ursachen von Waldbränden vom Menschen gemacht sind dann hat es Waldbrände früher in viel geringerer Zahl gegeben. Darauf deutet auch eine Liste hin die ein Freund von mir erstellt hat: http://www.feuerwehr-forum.de/blog.php?bid=915057&id=331

Selbst wenn sich die 95% für Amerika, Australien o.ä wohl nicht halten lassen werden so ist es doch fakt das Waldbrände früher viel seltener waren als heute.

Es gibt immer wieder Streit ob man Waldbrände löschen soll oder doch nicht lieber brennen lässt. Für die Kulturlandschaft in Europa kann man das m.M.n ganz klar verneinen. Darin bestärkt mich auch was Andreas zu dem Thema geschrieben hat http://www.feuerwehr-forum.de/blog.php?bid=915057&id=304

In Kanada oder Kalifornien könnte ich mir das durchaus vorstellen. Nur wenn selbst in dünn besiedelten Gegenden deren Holzhäuser (fast schon Pappbuden) mitten in den Wald gestellt werden ist das schon maximal blöd. Selbst bei relativ großen Städten werden die Stadtränder in den Wald gebaut. Teilweise stehen die Häuser dort so eng das das Feuer von einem aufs andere überspringt. Das war z.B. vor ein paar Jahren beim Brand von Fort McMurray das Problem.

Das Thema lässt sich hier aber nur am Rand ankratzen.

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Waldbrände an sich gab es schon immer. Feuer gehört sogar zur Natur.  Brennt es nicht zu oft verjüngern Feuer den Wald sogar da viel totes Holz vernichtet wird und viele Bäume auch nur Oberflächlich verbrennen und schnell wieder austreiben. Auch Dürren gab es schon immer.  Heute wird auch in  Kalifornien allerdings sehr viel Wasser verschwendet.  Vor allen die sehr reichen verschwenden Unmengen an Wasser weil sie es sich einfach leisten können selbst wenn kaun noch was da ist und der "normalen"Bevölkerung so gut wie nichts mehr bleibt. Viele wurden dafür sogar schon öffentlich an den Pranger gestellt. Zu Recht finde ich.  Es gab zwar jetzt wieder Regenfälle aber dennoch sollten sich auch Reiche an Sparpläne halten müssen.  Manchmal werden Brände auch gelegt oder der  Klimawandel begünstigt Dürre und Brände.  Wenn man schnell und zu häufig kleine Brände zu schnell  löscht kann sich zu viel Unterholz usw ansammeln und dann kommt es irgendwann zu einen Großbrand. Auch wird oft in Gebieten gebaut die schon seit ewigen Zeiten von Waldbränden mitbestimmt werden genau wie in Tornadoregionen oder auch in Gebieten die eigentlich Flüssen gehören(Hochwasser). Waldbrände sind eigentlich ein natürliches Phänomen und viele Wälder brauchen gelegentliche Feuer sogar allerdings gibt es heute in vielen Gebieten auch Brandrodung  oder Feuer entsteht durch  unachtsamkeit wie weg geworfene Zigaretten oder nicht richtig gelöschte Feuer.

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Ja, deshalb haben auch einige Bäume Brandschutz entwickelt, wie z.B. die Sequoia und bei manchen Bäumen geht es sogar so weit, dass die Samen erst dann keimfähig werden, wenn sie einem Feuer ausgesetzt waren.

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Natürlich gibt es Waldbrände, seit es Wälder und manchmal Trockenperioden gibt.

Durch menschliche Eingriffe (Anpflanzung von Nutzwäldern) wurde aber bestimmt an vielen Orten die Wahrscheinlichkeit für weit um sich greifende Waldbrände gegenüber früheren Zeiten deutlich erhöht. Wie schlimm eine Katastrophe durch Busch- und Waldbrände ist, wird in unserer Zeit vor allem durch die wirtschaftlichen Schäden an menschlichem Eigentum gemessen. Da ist es nicht verwunderlich, dass so gesehen heutige Waldbrände viel "schlimmer" sind als frühere. Kunststück: Damals lebten eben noch gar keine oder nur recht wenige Menschen in ihren Einfamilienhäusern (in der Garage 4 Wagen oder so) im oder am Wald !   

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Da es in der Erdgeschichte schon immer Warmzeiten mit hohen Sommertemperaturen, sowie dichte Wälder gab und auch Gewitter mit Blitzen, dürfte es auch immer wieder Waldbrände gegeben haben.

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Nein, für Waldbrände muss es immer ein auslösendes Ereignis geben.

Und dieses ist in den meisten Fällen vom Menschen erbracht worden

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