Sind die folgende Buchungsätze so in Ordnung?

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3 Antworten

Die Buchungssätze wurden Dir ja schon kontrolliert.

Zur Frage: Tipps um die Buchungssätze schneller zu bilden. Das sollte bei 3 von 5 richtigen noch nicht Dein Thema sein. Außerdem sind die meisten Prüfungen und Klausuren so konzipiert, dass man die Zeit hat.

Schade Deine Überlegungen bei der Bildung der Buchungssätze nicht zu kennen. Dann könnte man spezieller antworten, wo gerade noch die Fehler sind.

Dafür jetzt mal Grundsätzliches:
Bilanzseite - Aktiva zeigt Umlauf- und Anlagevermögen. Man spricht auch von der Mittelverwendung. Aktiva stehen in der Bilanz auf der 'linken' Seite. Eröffnet man die Konten kommt der Anfangsbestand auf die 'linke' Kontenseite - Hier Soll-Seite genannt.

Also Links bleibt Links. Das ist auch die erste Mehrung dieses Kontos. Darum: Mehrungen der Aktivkonten im Soll.

Aufwandskonten sind zwar keine Bestandskonten, aber auch die zeigen an, wofür Geld verwendet wurde. Telefon, Miete, Kfz-Kosten usw. Wie die aktiven Bestandskonten mehren die sich also ebenfalls im Soll.

Zusammenfassung: Aktivkonten und Aufwandskonten mehren sich im Soll.

Passivkonten zeigen die Art der Finanzierung: Eigen- und Fremdkapital. Sie stehen auf der 'rechten' Seite der Bilanz. Die Eröffnungsbestände damit im Haben. Das ist die erste Mehrung. Also - Passivkonten mehren sich im Haben.

Privateinlagen, Erträge, Umsätze sind Unterkonten. Erträge und Umsatz sind über das GuV-Konto Unterkonten zum Eigenkapital und Privateinlagen sowieso. Sie mehren also die Mittelherkunft. Mittelherkunft Passivkonten und was dazu gehört: Mehrungen im Haben.

Hoffe kommst hier mit dem Verständnis weiter. Leite Dir das jedes mal bei jeder Buchung ab. Man kann sich schnell 'verheddern'. Daher langsam und beide Seiten vom Buchungssatz getrennt finden. Nicht einfach - Ach, hier ist Soll, dann da Haben.

Buchführung in der Schule ist noch leicht, aber irgendwann kommen in der Praxis Dinge, da braucht man Gesetze, Richtlinien, Rechtsprechung und malt sich auf wo hier Rechtsbeziehungen sind um dann irgendwann (hoffentlich) richtig gebucht zu haben.

Wenn dann dieses nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, dann verliert man den Faden... Was schleichend passiert: Die Kenntnis über die Buchhaltung verändert auch Logik. Schafft eine Neue in der Hirnvernetzung. Da passiert ganz und es kann einiges schief gehen, wenn man da nur 80% vernetzt sind.

Diese Logik bemerkt man auch, wenn man mit gelernten Kaufleuten spricht. Darum kommt man (wie mit anderen Fachkenntnissen in anderen Bereichen) auch zu jeweils besseren Ergebnissen. Was ja das Ziel des Lernens ist.

Viel Erfolg.

2 und 3 sind falsch. 2 wäre Zinsaufwendungen an Bank und 3 wäre Löhne an Kasse.

Aufwendungen und Erträge kann man ganz leicht daran erkennen wenn: z. B. Von der Bank (oder Kasse) auf ein anderes Konto gebucht werden soll, also die Bank weniger wird, dann ist es eine Aufwendung. Soll jetzt z. B. die Bank mehr werden, dann ist es ein Ertrag. Da dann z. B. gebucht würde: Bank (die wird ja mehr) an Umsatzerlöse für Waren (da Mehrungen bei Erträgen immer im Haben gebucht werden) und die Buchungssatzregel Soll an Haben lautet.

Darlehenszins-Buchung ist falsch.
Andersrum: Zinsaufwand an Bank

Gehaltszahlung ist falsch.
Andersrum: Löhne an Kasse.

Rest passt. ^^

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