Sind die ersten 12 Wochen wirklich so riskant?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In den ersten 12 Wochen ist die Möglichkeit einer Fehlgeburt erhöht. Das kommt daher, dass es dann zu Fehlgeburten kommt, wenn mit dem Kind gesundheitlich was nicht stimmt, so dass es nicht überleben könnte. Natürliche Auslese sozusagen.

Besser als ein behindertes Kind gebären zu müssen, um es dann gleich wieder zu verlieren. Auch besser als wenn das Kind später im Mutterleib stirbt und man ein totes Kind per Geburt zur Welt bringen muss.

Bedauerlicherweise entwickelt sich nicht jede Schwangerschaft und eine Fehlgeburt ist kein seltenes Ereignis. Ihre Rate unter den festgestellten Schwangerschaften beträgt rund zehn bis 15 Prozent.

Noch häufiger (etwa bei der Hälfte aller befruchteten Eizellen) passiert die Fehlgeburt sogar vor der 5. SSW, wenn die Betroffene die Schwangerschaft noch gar nicht bemerkt hat und den Abgang der Leibesfrucht für eine verspätete oder besonders starke Regelblutung hält.

Oft sind genetische Ursachen der Grund für eine Fehlgeburt; der Embryo wäre nicht lebensfähig gewesen. Der frühe Abort stellt daher sozusagen einen „Schutzmechanismus“ der Natur dar.

Etwa 80% der Fehlgeburten passieren in den ersten 12 SSW.

In einem so frühen Stadium der Schwangerschaft kann man auch nichts dagegen tun - bei drohender Fehlgeburt gibt es keine speziellen Behandlungsmöglichkeiten. Es gibt in der Frühschwangerschaft leider keine Möglichkeit, die Frucht zu schützen oder zu unterstützen

Mit fortschreitender Schwangerschaft verringert sich die Wahrscheinlichkeit eines Spontanaborts immer stärker. Hat man es bis ins zweite Schwangerschaftsdrittel geschafft, besteht nur noch wenig Anlass zur Sorge.

Wenn der Embryo sich bis dahin gesund entwickelt hat, ereignet sich ab der 17 SSW nur noch in 2 % aller Fälle eine Fehlgeburt. Hauptursache für Spätaborte sind aszendierende genitale Infektionen.

Sich ein wenig sorgen, ist völlig normal. Darüber sollte man aber bitte nicht das einfach "guter Hoffnung" sein vergessen.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Nein. Die Entwicklung stoppt halt innerhalb dieser Zeit, weil die Behinderung zu gross ist oder die Versorgung nicht funktioniert. Also das ist ja kein Risiko sondern ein normaler Vorgang.

bei manchen ja , bei manchen nein - kann man so allgemein auch nicht sagen

Das Risiko, das Kind zu verlieren, ist erhöht.

Was möchtest Du wissen?