Sind die Dänen die Nachfahren der Wikinger?

5 Antworten

"Indogermanisch" ist keine direkte Völkerbezeichnung, sondern eine Bezeichnung für eine ganze Familie von Sprachen (zu denen auch die germanischen Sprachen und die nordindischen Sprachen gehören neben anderen). Alle nordgermanischen Sprachen (Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch) sind germanische Sprachen.

Ungarisch (und Finnisch) sind keine indogermanischen Sprachen.

Individuelle Abstammungen sind wieder etwas ganz anderes. Jemand mit finnischer Abstammung kann natürlich schwedischer Staatsbürger sein (oder auch umgekehrt).

"Wikinger" war keine Volksbezeichnung, sondern eher eine Berufsbezeichnung für diejenigen, die zur See fuhren. Nicht alle von ihnen entsprachen dem Bild des nordischen Seeräubers, es gab auch viele Händler, die per Schiff unterwegs waren (und auch solche, die auf Entdeckungsreise waren). Viele Menschen blieben aber an Land, und betrieben Viehzucht und Landwirtschaft.

Norwegisch ist nicht nur eine Sprache, sondern zwei (und daneben gibt es viele Dialekte). Es gibt Schulen (z.B. in Oslo), die Bokmål unterrichten, eine Minderheit von Schulen (z.B. in Bergregionen wie Telemark) unterrichtet in Nynorsk. Norwegische Comics sind mitunter (abwechselnd) in beiden Sprachvarianten.

Bokmål ist dem Schwedischen ähnlich, und Nynorsk hat ältere westnordische Züge bewahrt, und ähnelt somit auch dem Färöischen und Isländischen.

Dänisch ist auch lexikalisch dem Schwedischen ähnlich (dies sind ostnordische germanische Sprachen), es unterscheidet sich aber phonetisch recht stark (Schwedisch hat tonale Elemente, also Silben, bei denen die Stimmhöhe mitwirkt; Dänisch hat den "stöd"). Wenn man Schwedisch kann, kann man auch Dänisch und Bokmål recht gut lesen.

Die Skandinavien sind Nordeuropäer aber ich glaube nicht, dass alle Dänen einmal Wikinger waren. Zu sehr hat sich das Volk unterschiedlicher Herkunft sich vermischt.

Ansonsten:

Die Ursprung der Sprachen: (Hypothese)

Zeitraum und die Entwicklung und Ausdifferenzierung der nostratischen Makrogruppe:

15.000-12.000 vor Christus: Entwicklung der nostratischen Kultur in der klimatisch günstigen Phase nach dem Ende der letzen Eiszeit im Gebiet des fruchtbaren Halbmonds

12-10.000 Ausdehnung des nostratischen und Ausdifferenzierung seiner Primärzweigen

10.000 1. Proto-Afrikanisch (Arabisch) dehnt sich im nahen Osten und in den Norden Afrikas aus

9.000 2. Proto-Eurasiatisch: Migration nach und Entwicklung in Zentralasien; von dort mehrere tausend Jahre später Migration der Untereinheiten in ihre jeweilige ,,Urheimat'':

a. Proto-Indogermanisch (Slawen, Nordeuropäer, Griechen, Römer, Albaner, Armenien) nach Westen in den pontisch-kaspischen Raum (4500 vor Christus).

b. Proto-Uralisch: (Ungarisch) nach Nordwesten in das Gebiet zwischen Wolga-Bogen und Ob (4000 vor Christus).

c. Proto-Altaisch (Türkisch, Mongolisch, Kasachisch) in die zentralasiatische Steppe, ins Gebiet um das Altaigebirge (4000 vor Christus).

d. die anderen Komponenten migrieren nach Nordost-Sibirien, Eskimo-Aleutisch schließlich nach Nordamerika.

8000-7000: 3. Proto-Elamo-Drawidisch dehnt sich in den Iran und von dort später ins Indusgebiet und auf den indischen Subkontinent aus.

8000-7000: 4. Proto-Kartwelisch: (Georgisch) gelangt in den südlichen Kaukasus (nach Bomhard und anderen mit einem Umweg über Zentralasien, eine gewisse Periode parallel zum Eurasiatischen)

Es ist sicherlich zu früh, um über Erfolg oder Misserfolg der nostratischen Hypothese entgültig zu befinden. Jedenfalls kann das bisher Erarbeitete, das in Bomhard 2008 durchaus eindrucksvoll zusammengefasst ist, als Ausgangspunkt für weitere Forschungen auf diesem Gebiet dienen. Die Vorstellung, dass das Indogermanische isoliert dasteht und mit keiner anderen Sprachgruppe genetisch verwandt sei,hat durch die nunmehr 50 jährigen Bemühungen der Nostratiker deutliche Risse bekommen. Wegen der enormen Zeitspanne, die die komperative Methode bei der Untersuchung ,,entfernter Verwandschaften'' zu bewältigen hat, wird man jedoch über das nostratische wohl nie zu einem so gesicherten Kenntnisstand gelangen können, wie er seit dem 19. Jahrhundert für das Indogermanische selbstverständlich ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nostratisch

https://en.wikipedia.org/wiki/Nostratic_languages#/media/File:Nostratic_tree.svg

Quelle: (Bomhard 2008: 221-252)

http://www.amazon.de/Die-indogermanischen-Sprachen-Vorgeschichte-Gegenwart/dp/3875486129/ref=sr_1_2/276-2258522-9569240?ie=UTF8&qid=1462210162&sr=8-2&keywords=ernst+kausen&tag=gutefragene09-21&ascsubtag=58865284

auf der Seite 103-104

Die genetischen Körpern zu ermitteln, sind aufgrund unterschiedlicher Herkunft schon etwas schwieriger herauszufinden.

Am ehesten sind die Isländer und die Färinger die Nachfahren der Wikinger, jedoch stammen beide von den Norwegern ab, da Island und die Färöer von Norwegen aus besiedelt wurden. Jedoch haben zumindest die Isländer auch irisches Blut, da die Wikinger auf der langen Fahrt nach Island oft einen Zwischenstop in Irland eingelegt haben und da gerne mal ein paar Mädels als Souvenir mitgenommen haben.

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