Sind die (berühmten) Medien in Deutschland eher politisch rechts oder links?

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16 Antworten

Das lässt sich so allgemein sicher nicht sagen. Dadurch, dass es in Deutschland keine Zensur gibt, gibt es in Deutschland eine sehr breit gefächerte Medienlandschaft mit großen Zeitungen/Zeitschriften in allen politischen Lagern. 

z.B. sind der Spiegel, die Zeit, die taz, der Freitag, ... eher links, die Welt, FAZ, der Cicero, der Focus, ... eher rechts. (*)

Die BILD-Zeitung ist auch eher rechts der Mitte einzuordnen (*), sie ist aber in erster Linie, wie du schon sagst, unfassbar skandalisierend und populistisch, was es schwer macht, sie ins politische System einzuordnen.

Einen Zusammenhang zwischen rechten Positionen und leichterer Skandalisierung sehe ich nicht unbedingt als gegeben an. Populismus gibt es in allen Lagern.

(*): Alle Beurteilungen sind natürlich subjektive Wahrnehmungen, werden aber von vielen Menschen geteilt.

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Unsinkable2 08.07.2016, 02:00

Die BILD-Zeitung ist auch eher rechts der Mitte einzuordnen

Wie süß. :) Eine in der zentralen Medienlandschaft nach eigenem Bekunden rechts-konservativ angesiedelte Zeitung (selbst darum, ob es überhaupt noch als "Zeitung" bezeichnet werden darf, gab es schon Rechtsstreite, so zweifelhaft ist dieses Blatt) ist "eher rechts der Mitte" ... und diese Beurteilung soll auch noch "von vielen Menschen geteilt" werden. Damit sind sicherlich die BILD-Leser selbst gemeint, oder?! ;)

z.B. sind der Spiegel, die Zeit, die taz, der Freitag, ... eher links

Der SPIEGEL war einst "eher links", das ist richtig. Doch seitdem sind gute 30 Jahre vergangen.

Zwischenzeitlich war ein BILD-Chefredakteur dort stellvertretender Chefredakteur. Das sagt zumindest dem belesenen Leser alles zu Qualität und Ausrichtung des Blattes... ;)

Weiterbildungs-Tipp fürs Wochenende: Den "Freitag" gibt's aus genau diesem Grunde. Also nicht, weil Blohme dort Chefred wurde; sondern weil der SPIEGEL schon vor Jahrzehnten die "linke Seite der Macht" verlassen hat...

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Jonas711 08.07.2016, 09:18
@Unsinkable2

Da brauche ich mich nicht groß weiterbilden. "Augstein und Blome" (so schreibt man ihn korrekt) gehört schon seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsformaten im Fernsehen und somit sind mir auch die Lebensläufe der beiden durchaus bekannt.

Dass ich in meiner zugegeben unfassbar groben Einteilung nur verschiedene Medien in eher rechts und eher links der Mitte eingeordnet habe, sollte dir auch aufgefallen sein. Alles weitere erschien mir für die Beantwortung der Frage nicht relevant zu sein, Anderenfalls hätte ich aber zum Beispiel den Freitag nicht "eher links" nennen dürfen, sondern als klar links mit Hang zum Populismus" bezeichnen müssen. (Nicht, dass ich oder Augstein das negativ finden würden). Auch der Focus als eines der Leitmedium der Pegidisten und AfDler wäre niicht "eher rechts" gewesen.

In so einer groben Einteilung ist die Positionierung der Bild "eher rechts der Mitte" in meinen Augen aber absolut zutreffend.Dass die BILD wie auch die Welt zu Springer gehört und in vielen Belangen einen ähnlichen Kurs fährt, ist mir bewusst. Als klar rechts würde ich zum Beispiel die Grexit-Kampagne und den frühen Umgang mit der zunehmenden Asylbewerberzahl einordnen. Nichtsdestotrotz ist die BILD aber primär populistisch auf Verkauf ausgelegt, die klaren Positionen sind dabei häufig eher nebensächlich. Um es zuzuspitzen: Durch das Lesen der BILD wird man nicht unbedingt rechts, aber in keinem Fall gebildet.

Um jetzt noch einmal auf den Spiegel einzugehen. Ja, das Printmedium Spiegel war definitiv mal linker und ist mir in letzter Zeit auch häufiger negativ aufgefallen ("Stoppt Putin jetzt!",...) Hier muss ich ehrlich zugeben: Ich lese es nicht und kann es daher nicht viel genauer beurteilen. (Nichtsdestotrotz scheint es mir nach wie vor öffentliche Meinung zu sein, dass der Spiegel eher links sei.)

Gerade für die in meinen Augen klar relevantere Online-Abteilung SPON halte ich meine Beurteilung aber für korrekt. Man schaue sich nur einmal die Kolumnisten an: Sascha Lobo (links), Georg Diez (links), Jakob Augstein (links), Margarete Stokowski (nicht so hoch politisch, aber auch eher links),..

Blome hat definitiv ein klar konservatives Profil und daher gab es ja auch Aufschreie, als er zum Spiegel wechselte (z.B. von Franziska Augstein). Er ist in erster Linie aber Vollprofi und kein Dogmatiker. Zudem grenzt er sich sehr deutlich von der Neuen Rechten ab (Er freute sich diebisch über die Spaltung der AfD, er beweinte den Brexit,...) An dieser Personalie einen Rechtsruck festmachen zu wollen, halte ich für gewagt.

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Weder noch, verewinfacht gesagt, die Einteilung konservatib oder neoliberal macht da mehr Sinn, denn auf der x-Achse kannste was alle mainstream Medien einordnen. Die FAZ z.B. ist konservativ, der Spiegel und der Focus liberal, die taz Grün-liberal usw.

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Ich persönlich finde, das sie vielmehr links ist (und selbstverständlich auch Pro-Regierung). Zu den Berühmten Medien gehören in aller erster Linie die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender (ARD, ZDF etc.), da diese die größte Informationsquelle darstellt.

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Dadurch locke man mehr Käufer/Interessenten an, da die Skandalisierung einfacher wäre.

Das stimmt - allerdings sind die meisten trotzdem ziemlich objektiv. Das führt dazu, dass die Zeitungen als seriös betrachtet - auch kein schlechtes Verkaufsargument.

Die einzige Ausnahme der hier genannten ist - wer hätte es gedacht - die BLÖD.

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Man darf mal eins nicht vergessen, ein Journalist verdient sein Geld mit seinen Reportagen, und diese Reportagen müssen von dem Interviewpartner auch wohlwollend betrachtet werden, da der Journalist ansonsten:

  • keine Interviewpartner mehr bekommt
  • keine Informationen bekommt
  • keine Bildmaterialien erhält

Der Journalist ist folglich in einer Situation, die man auch als abhängig bezeichnen kann. Der viel gerühmte freie Journalismus ist folglich gar nicht so frei wie man meint.

In Bezug auf die Vorwürfe der Lügenpresse kann ich persönlich mir vorstellen, dass ein Journalist zumindest wohlwollend zu seinen bisherigen Interviewpartner berichtet. Die Kritik an dem was bisher Brötchen brachte ist folglich verhalten. Andererseits wird man gerne das fokussieren, was sich als vermeintliche Eintagsfliege zeigt.

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Unsere lehrerin hat behauptet, dass die Medien in Deutschland eher rechts sind. 

Da hat sie Recht. (s. unten)

Dadurch locke man mehr Käufer/Interessenten an, da die Skandalisierung einfacher wäre.

Auch hier hat sie Recht. Je einfacher der Geist gestrickt ist, desto einfacher muss auch die Botschaft sein.

Stimmt das für die bekannten Medien (BILD, Tagesschau, ZEIT, Welt etc.)? BILD setzt besonders auf Skandale, da kommen mir einige Titelseiten "unterschwellig" hetzerisch vor.

Wenn die Reihenfolge unbedeutend ist: Ja. (Richtiger wäre, in absteigender Reihenfolge: BILD, WELT, Tagesschau, ZEIT) 

Sind die (berühmten) Medien in Deutschland eher politisch rechts oder links?

Gucken wir uns mal die drei folgenden Fakten an:

  • Mehr als 90% der deutschen Printmedien - von der einfachen Fernsehzeitung über Kochzeitschriften bis zur Tageszeitung - befinden sich in der Hand von 10 Medienhäusern. Fast 40% der deutschen Printmedien (Zeitungen, etc.) befinden sich in der Hand von gerade einmal zwei Familien.
  • Und diese Familien sind reich. Wirklich reich.
  • "Linke" versuchen traditionell, Reichen auf die Pelle zu rücken und sie "zu enteignen". 

... Wie wahrscheinlich ist also, dass diese Medien in Deutschland "links" sind? ;)

Das heißt nicht, dass es gar keine "linken Medien" gäbe: TAZ, Freitag oder Neues Deutschland, beispielsweise. Doch sie sind in der absoluten Unterzahl und nur relativ gering verbreitet. Viele Leute wissen nicht einmal, dass es sie überhaupt gibt. Und noch weniger haben sie überhaupt schon mal gelesen...

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Marc8chick 08.07.2016, 09:44

Die Zeit ist meiner Meinung nach sehr mittig, vertritt oft ähnliche Meinungen wie z.b. die SPD , außerdem sehe ich die Welt oftmals noch rechts bin der Bild, da die Bild zwar oft sehr niveaulos aber eben auch nicht sehr politisch ist. 

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Unsinkable2 08.07.2016, 12:10
@Marc8chick

Das Problem an der "Politik" ist, dass sie nicht so abstrakt ist, wie viele Leute annehmen. 

Wenn die Bild beispielsweise gegen Rentner hetzt, dann ist das sehr viel politischer, als du vielleicht glaubst. Diese scheinbar bodenständige Hetze auf unpolitischem Niveau ist die Grundlage für Verfahrensänderungen, die im Volk verfestigt werden sollen (hier etwa: direkte und indirekte Rentenkürzungen).

außerdem sehe ich die Welt oftmals noch rechts bin der Bild

"Die BILD ist die konservative Hauptschüler-Zeitung; die WELT ist die BILD für konservative Realschüler; und der SPIEGEL ist die Zeitung für Konservative mit Abitur.", sagte mal jemand (ich glaube, es war Volker Pispers). 

Niemand - auch ich nicht - schließt aus, dass man im Detail und in Bezug auf Einlassungen auch Vertauschungen vornehmen kann. Man braucht sich nur beispielhaft die Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt vor Augen führen: Hier befanden sich alle auf gleichem Niveau; mal der Eine vorn, mal der Andere. Berichterstattung, also der reine Bezug auf Fakten, oder sogar kritische Berichterstattung, gar Perspektivenwechsel, wie er für die Beurteilung einer Situation zwingend erforderlich ist? Fehlanzeige; bei allen dreien.

Insofern orientiert sich die von mir genannte Reihenfolge an der "Geradlinigkeit & Eingängigkeit der Botschaften" und hier vor allem an der Ausrichtung am Klientel unter Bezugnahme auf den letzten Satz des Fragestellers.

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Jonas711 08.07.2016, 11:29

Mehr als 90% der deutschen Printmedien - von der einfachen Fernsehzeitung über Kochzeitschriften bis zur Tageszeitung - befinden sich in der Hand von 10 Medienhäusern. Fast 40% der deutschen Printmedien (Zeitungen, etc.) befinden sich in der Hand von gerade einmal zwei Familien.

Gut möglich und sehr interessant. Hast du dafür auch Quellen, in denen die Anteile gut zusammengefasst sind oder woher nimmst du deine Prozentzahlen?

Die Hereinnahme von nicht politischen Zeitungen verzerrt das Ergebnis in meinen Augen allerdings. z.B. macht die Bauer Media Group einen sehr großen Umsatz, politisch relevant ist aber keine ihrer Publikationen.

Nur bezogen auf politische Medien komme ich spontan auf einige Familien, die zumindest große Anteile an relevanten politischen Medien halten: Springer (z.B. BILD, Welt), Mohn (z.B. Stern, Teile des Spiegel), von Holtzbrinck (z.B. Zeit, Handelsblatt), Schaub (Teile der SZ), Burda (z.B. Focus)) und frage mich gerade, wie die genauen Prozentzahlen sind und welche 2 Familien du davon meinst. 

Ein Link zu einer seriösen Quelle wäre also schön.

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Mhm lustige Frage,

prinzipiell gibt es alles, der focus ist zum Beispiel ziemlich rechts, die taz eher links, sonst hält sich das Recht die Waage.

Bei der Bild hab ich beobachtet dass sie von stark rechts nach eher links geschwenkt sind in den letzten Jahren. Tagesschau und alles würd ich als relativ neutral, aber eher links als rechts und vor allem Regierungs- und Europafreundlich einstufen.

Hoffe konnte ein wenig helfen:)

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Normaler Weise müssten die beides sein!Auf beiden Seiten gleich berichten ohne ihre eigenden Sympatiepunkte zu äussern!

Aber ist das möglich?Nicht mal unsere Regierung steht links und rechts loyal gegenüber oder?

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Das ist schlichtweg gelogen. Und wie kannst du die Bild zu den Medien dazuzählen?

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kommt auf das Thema an. Artikel werden von Journalisten geschireiben und je nach gesinnung schwankt das sogar in einer Zeitung von Artikel zu Artikel. Der großteil ist eher Links orientiert.


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Ich würde sagen das die ZEIT links ist. Boullevard magazine wie die Bild sind eher rechts

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Du kannst Medien genausowenig wie Politik stumpf in links und rechts einteilen 

Das ist genauso wie in der Weltpolitik gut und böse zu benennen 

Ausgenommen vlt die krasse Bsp wie IS oder Hitler 

Jede Zeitung hat vlt eher eine Meinung oder Redakteure die nach links,  rechts oder was dazwischen oder sonstwie tendiert 

Sie einteilen geht trz nicht so einfach 

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Die Presse ist eindeutig eher LINKS.Fast alle bekannten Zeitschriften und Zeitungen der Gegenwart im Bereich Politik sind linksliberal orientiert. Beispiele: Spiegel, die ZEIT, taz, süddeutsche zeitung.... und auch die tagesschau ist NICHT neutral,was sie eigentlich sein sollte.

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Deutschlands Massenmedien lenken. Unsere Leitmedien im deutschsprachigen Raum sind jetzt wie gleichgeschaltet. Sie berichten nur noch nach den Regeln der Politischen Korrektheit, betreiben im Interesse der USA Kriegshetze gegen Russland und unterdrücken den freien Informationsfluss. Es gilt als »Verschwörungstheorie«, dass Leitmedien uns Bürger mit Propagandatechniken gezielt manipulieren.

Man kann die Augen vor FAKTEN schließen und weiter der Propaganda der Zionistisch gesteuerten Massenmedien hinterherrennen und sein Hirn manipulieren lassen! Heutzutage ist es ein Privileg ein Freidenker zu sein und über den Tellerrand hinausschauen zu können, dieses Privileg ist aber vielen von Massenmedien-Propaganda hirngewaschenen nicht zumutbar, Leider!

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tommygilbert 07.07.2016, 19:16

Hast du deinen Kommentar irgendwo herauskopiert?

weiter der Propaganda der Zionistisch gesteuerten Massenmedien

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barfussjim 07.07.2016, 22:02
@tommygilbert

Wohl zuviel rechtsextreme Propaganda konsumiert.. Das schleift sich mit der Zeit fest ins Hirn ein.

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Jonas711 08.07.2016, 11:40

Nach dem Lesen des ersten Absatzes wollte ich eigentlich einen Kommentar schreiben, warum du in Teilen recht hast, deine Thesen und deine Rhetorik aber völliger Unfug sind.

Mit deiner Theorie einer jüdischen Weltverschwörung hast du dich allerdings für jede ernsthafte Diskussion völlig disqualifiziert. Du bist garantiert alles andere als ein Freidenker.

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Apfelkind86 08.07.2016, 18:04

Mann kann die Augen vor FAKTEN schließen und weiter mit den rechten Kameraden gegen die vermeintliche zionistische Weltverschwörung kämpfen! Heutzutage ist es ein Privileg, die eigene Meinung (nach dem Einschalten des Gehirns!) äußern zu dürfen, dieses Privileg ist aber vielen von Compact und anderer rechten Medien-Propaganda hirngewaschenen Fremdenfeinden und Antisemiten nicht zumutbar, leider!

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Es gibt in jeder Ecke etwas:

FAZ und Cicero eher rechts

Taz eher links

Grüße

Lumi

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Marc8chick 08.07.2016, 09:48

Die großen Zeitungen entweder Mitte oder etwas rechts...

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