Sind die Auffrischimpfungen bei Wohnungskatzen jährlich wirklich notwendig?

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6 Antworten

Nach ausreichender Diskussion mit meiner Tierärztin musste sogar diese zugeben, dass eine jährliche Impfung nicht nötig ist. Bei Wohnungskatzen schon gleich gar nicht. Wichtig ist eine Grundimmunisierung im Welpenalter (meist mit 8 und 12 Wochen, jedenfalls im Abstand von 4 Wochen), danach noch eine Impfung mit einem Jahr. Dann ist lange Zeit gut für Wohnungskatzen. Dass Impfungen nach 7 Jahren noch wirksam sind, wurde bereits getestet (warum soll es bei Katzen auch anders sein, als bei Menschen, die auch nur alle 10 Jahre impfen gehen?).

Ich gehe mit meinen 4 Wohnungstigern schon seit Jahren nicht mehr zum Impfen. Wichtig ist, dass man aber trotzdem regelmäßig zum Tierarzt geht. Die jährliche Impfung hat eben diesen Vorteil, dass man das Tier jedes Jahr dem Tierarzt vorstellt, und der einmal drüber schaut. Aber eine jährliche Impfung hat auch Nachteile. Es kann sich ein Impfsarkom bilden, und es muss gegebenenfalls ein Bein deswegen amputiert werden. Früher impfte man sogar noch im Nacken, da wäre eine Katze dann an einem Impfsarkom gestorben. Deswegen erfolgen Impfungen heute in der Pogegend, falls so was auftritt, dass man der Katze mit Amputation des Beines noch das Leben retten kann.

Impfen sollte sehr gut überlegt sein. Viele Krankheiten bekommen Katzen trotzdem, obwohl sie geimpft werden, z.B. den Katzenschnupfen (in abgeschwächter Form). Durch die Impfung können Nerven lahm gelegt werden. Mein ältester Kater konnte nach seiner letzten Impfung vor 3 Jahren nicht mehr laufen, sein einer Hinterlauf war gelähmt. Das gab sich nach 2 Tagen wieder, aber das war für mich ausschlaggebend, das Impfen sein zu lassen. 

Auch die Tierheime in unserer Gegend raten von dem Dauerimpfwahnsinn ab, und raten nur noch zur Grundimmunisierung. Ebenso eine Tierheilpraktikerin, zu der ich gehe.

Entscheiden musst du das letztendlich selber, aber sprich mal deinen Tierarzt drauf an (gut vorbereitet und belesen, versteht sich), und schau mal, wie schnell der aufgibt dich überreden zu wollen.

Zum Lesen:

http://casadegatos.npage.eu/krankheiten/impfen-mit-verstand-und-augenmass.html

AnilMNG 15.06.2015, 19:44

herzlichen Dank, sehr informativ. :)

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Dazu hat jeder Katzenbesitzer sicher eine andere Meinung. Ich selbst habe immer alle Katzen,auch reine Wohnungskatzen impfen lassen. Ich konnte die Mutter impfen lassen, das  Baby war aber für die Impfung noch zu klein. Also habe ich gewartet und muß wohl entweder von draußen etwas "angeschleppt" haben oder das Katzenzubehör, das mir meine Freundin besorgt hatte, war infiziert, jedenfalls ist die Kleine Katze dann an Katzenseuche erkrankt, vor fast 30 Jahren so gut wie ein absolutes Todesurteil. Ich habe alles getan, horrende Tierarztkosten bezahlt und schließlich hat die Kleine es doch geschafft. Sie war immer kränklich, wuchs auch nicht mehr und ist dann nach 2 oder 3 Jahren gestorben. Das ist mir nie wieder passiert, aus Schaden sollte man lernen. Bevor ich mein Tier ungeimpft lasse, und hier kann ich Deinen Zeitmangel überhaupt nicht nachvollziehen, würde ich mir die Zeit anders einteilen. Wenn Du für einen kurzen Tierarztbesuch keine Zeit hast, was machst Du dann, wenn sie ernsthaft krank wäre? Eine Impfung ist das Einzige, was DU beeinflussen kannst, neben Futter und Zuwendung. Das sollte Dir Dein Mitbewohner doch wohl wert sein, oder?

AnilMNG 15.06.2015, 19:59

Stimme ich dir vollkommen zu. Danke für deine Antwort.

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EINE wohnungskatze? hmmm.. :( vor allem wenn du anscheinend ein geschäftiges leben führst und miez deswegen viel allein ist keine tolle sache..


du stellst da ne streitfrage. eine wirkliche studie dazu gibt es, meines wissens nach, nicht. nur untersuchungen an einzelkatzen, was keine allgemeingültige aussage zulässt. im grunde kannst du dich nur informieren und nach bestem glauben das richtige für deine katzen machen. fest steht dass jährlich impfen den impfschutz aufrechterhält. fest steht auch dass das mehr impfungen seim könnten als notwendig sind


was man tun kann ist den impftiter bestimmen. dann wird im blut nach antikörpern geschaut und geguckt wie viele noch vorhanden sind. solange davon genug da sind hat die katze impfschutz. wenn sie unter einen gewissen wert absinken.. hat man wieder ne streitfrage :D es gibt leute die sagen dass dann auf jeden fall ne impfung fällig ist. es gibt leute die sagen dass dann ne verzögert immunantwort stattfindet weil das immunsystem sich erst erinnern muss und dann die antikörper losschickt. meie meinung dazu ist dass kein keine verzögerte immunantwort zu den krankheiten haben will gegen die man impft. gegen die impft man weil sie bösartig sind.

aber eine antwort auf diese frage kann sein jährlich den impftiter zu bestimmen und zu impfen wenn der titer das erfordert


es gibt versuche die untersuchungen von menschlichen impfungen auf katzen zu übertragen. blos.. es gibt beim menschen impfungen die man einmal als kind bekommt und dann nie wieder und es gibt welche die man jedes jahr auffrischen muss damit sie funktionieren. diesen ansatz halte ich deswegen für kappes


was du nciht tun solltest ist aus bequemlichkeit handeln. du musst da ne entscheidung treffen die für die gesundheit der katze sehr wichtig sein kann.das sollte nicht leichtfertig getan werden. dass anderthalb monate keine 30min zeit waren die katze zum impfen zu bringen finde ich höchst bedenklich.. es ist das eine nicht zu impfen weil man sich für ein dreijähriges impfschema entschieden hat. es ist was anderes es einfach zu lassen weil irgendwie alles andere grad wichtiger ist. impfen ist wichtig.

AnilMNG 15.06.2015, 19:56

Erstmal danke für deine hilfreiche Antwort. Es hat nichts mit bequemlichkeites Handeln zu tun. Ich will das Beste für meine Katze und wenn ich lese, dass die Dauerimpfungen auch große Nebenwirkungen haben entscheide ich mich sicherlich dagegen. Trotzdem soll das nicht heißen, dass man den Tierarzt erst in paar Jahren wieder aufsuchen soll. In gewissen Abständen sollte man sein Tier natürlich beim TA untersuchen lassen.

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palusa 15.06.2015, 20:07
@AnilMNG

naja große nebenwirkungen.. es gibt risiken. es können ein paar sehr schlimme dinge passieren, bei jeder impfung. das passiert aber selten. ich mein, nahezu alle deine freunde und bekannten wurden als baby geimpft, oft gegen diverse krankheiten, und gegen einiges sollte man sich auch als erwachsener regelmäßig impfen, wie viele kennst du die dadurch nen schaden hatten? vermutlich nicht viele..

dennoch, natürlich, soviel wie nötig, so wenig wie möglich :)

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Welche Impfungen meinst du denn?Katzenschnupfen?Find ich schon wichtig,egal, ob Wohnungskatze oder nicht.Meine Mutter hat ihre immer impfen lassen,du kannst ja Erreger an den Schuhen in deine Wohnung tragen,wo deine Katze sich dann reinlegt.Also meine Katze wär mir das wert,wenn ich eine hätte.

AnilMNG 15.06.2015, 19:35

U.a. auch Katzenschnupfen. Natürlich ist meine Katze es auch Wert, aber solange nur der Tierarzt was davon hat und es meiner Katze nichts bringt ist es nicht notwendig denke ich.

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Da streiten sich die Geister. Ich gehe auf Nr. Sicher und lasse meine Katzen, 2 sind Freigänger und eine Wohnungskatze jährlich gegen Katzenseuche- und Schnupfen impfen. Man kann die Erreger ja z.b. mit den Schuhen in die Whg. schleppen. Also ich mache das seit ich Katzen habe, ca. 30 Jahre.

Die jährlichen Impfungen sind nicht erforderlich. Wenn eine richtige Grundimmunisierung vorgenommen wurde (Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut, Leukose), werden davon nur die Tierärzte reich. Der Katze nutzt es nichts.

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