Sind Depressionen wirklich heilbar eure meinung?

14 Antworten

Um Depressionen zu haben bedarf es einer Voraussetzung: Des Hirns. Und das ist, böse formuliert, eine Maschine wie jede andere.

Es gibt verschiedene Ansätze, Depressionen zu bekämpfen. Wenn gar nichts mehr hilft, dann kann man sich noch mit Drogen zuschütten und seinem Hirn ständig Glückshormone liefern. Und für die schwersten Fälle gibt es den sogenannten "Hirnschrittmacher", der mittels elektronischen Impulses die Stimmung etwas aufhellt.

Wenn du aber ein selbstbestimmtes Leben ohne Drogenabhängigkeit führen möchtest und nicht deine Persönlichkeit durch elektrische Stimulation verändert haben möchtest, dann ist es an der Zeit, dir Hilfe zu suchen und dich und dein Hirn selbst zu trainieren. Sei selbst der Chef!

Bei Depressionen treten Störungen im Stoffwechsel des Gehirns auf. Das ist etwas körperliches und damit auch etwas "greifbares". Das kann man behandeln und beheben.

Ich frage mich allerdings auch, ob deine Depressionen ärztlich diagnostiziert sind. Bei deiner geschilderten Symptomatik wäre auch gut eine Mangelerscheinung möglich (auch häufig Ursache einer Depression).

Es gibt viele Formen von Depressionen. Manche sind ohne Einschränkung heilbar. Bei anderen ist es so, wenn man die Neigung dazu hat, können sie immer wieder auftreten. Umso wichtiger ist dann auch eine professionelle Behandlung, um anzeichen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. In Therapien lernt man auch Verhaltensweisen, wie man mit seiner Erkrankung umgehen kann.

Auch bei wiederkehrenden Depressionen ist man dann zwar nicht gesund, hat aber auch keine Symptome.

Sorry, aber wenn es nur eine körperliche Störung wäre, würde man eine Pille schlucken und alles ist wieder gut. So läuft das leider nicht.

Ich habe auch noch nie gehört, dass eine Mangelerscheinung die Ursache für Depressionen ist. Meist ist es umgekehrt. Menschen mit Depressionen essen nicht richtig oder gar nicht, magern ab oder kriegen ihren Alltag nicht in den Griff. Das führt dann zu Mängeln.

Sag mir doch mal bitte welche Form von Depressionen uneingeschränkt heilbar sind ????????? Kein Arzt sagt Dir so etwas. Im Gegenteil. Depressionen können auch nach Jahren der gesunden Phase wiederkommen. Genau das ist das Gemeine. 

Der letzte Satz ist auch Quatsch. Die Aussage ist total widersprüchlich.

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@Madita69

1. Ich habe nicht behauptet, dass Depressionen eine körperliche Störung sind. Sie weist aber körperliche Symptome auf, wie eben den veränderten Stoffwechsel im Gehirn. Daran kann man ansetzen und das ist auch das Prinzip eines jeden Antidepressiva.

Da hast du leider ein genanntes Symptom bzw eine Folge mit dem kompletten Krankheitsbild verwechselt.

2. Laien verwechseln gerne Mangelerscheinungen mit einer Depression. Beides kann ähnliche Symptome haben. Der Frager schrieb ja nur von "schlecht fühlen" und "müde" und auch, dass er nie in einer Behandlung war. Da lag der Schluss nahe, dass die Depression selbstdiagnostiziert war. Denn die Symtpme sprächen z.B. auch für einen Eisenmangel.

Bei einer Depression sind auch körperliche Veränderungen im Stoffwechsel nachweisbar. Es ist möglich, dass körperliche Stoffwechselveränderungen auch Ursache für eine Depression sind. Auch Mangelerscheinungen greifen in den stoffwechsel ein.

Ich revidiere an dieser Stelle das "häufig".

3. Depressionen folgen oftmals auf ein einschneidendes traumatisches Erlebnis. Oftmals geht es hierbei um Verluste. Typisch ist aber auch eine postnatale Depression. Ich wüsste nicht, dass die Mütter unter dieser Form ihr Leben lang leiden.

4. Da viel es mir schwer mich richtig auszudrücken. Ich versuche meinen Gedanken genauer zu erklären:

Die Diagnose Depressionen werden immer in deiner Akte stehen. Damit gilt man im gesundheitswesen und überhaupt als krank. Durch eine Behandlung mit Psychopharmaka und (oder nur) einer Therapie lassen sich die Symptome aber sehr gut bekämpfen und Strategien entwickeln, damit man unter der Depression nicht leidet.

Man ist also weiterhin depressiv, aber symptomfrei.

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@Madita69

Madita,

Lies bitte mal im Vitalstoff-Lexikon.de die Mangelsymptome der B-Vitamine durch. Sie stehen auch irgendwo in Büchern, schlag mal Deine PschyRembel und Co auf, ich weiß gerade nicht wo, weil ich lieber online gucke. Kann es aber hier am Mobilgerät nicht verlinken.

Depressionen gibt es bei B1 Mangel, B3 (3D) und  noch einem.

Auch bei Mg-Mangel, weil das die B-Vitamine aktiviert (neben 300 anderen Enzymreaktionen). Ohne Mg funktioniert kein B.

Mg fehlt bei Stress, bei eiweisreicher Ernährung (proteoindrinks) und viel Sport, Schwitzen, Alkohol. Ist kaum irgendwo drin wegen zuviel Kunstdünger, der die Böden auswäscht.

B1 fehlt durch Zucker, Mehl, Kartoffel, Reis (kurz: KH), auch durch Kaffee und Tee wegen ATF. Reicht B1 nicht, funktionieren auch die andern Bs nicht, weil sie zusammenarbeiten. Tip: Untersuche mal die Heimkost, egal ob alt, krank, behindert oder Wiedereingliederung.

Vitamin D3 verursacht auch Depressionen. Durch die Sonne kriegen wir nichts mehr Dacharbeiter mit nacktem Oberkörper haben nachgewiesenen D-Mangel, die Sonnenblumen drehen sich seit ein paar Jahren nicht mehr nach der Sonne, und die Würmer im Felberich, die vor 10 Jahren bei Sonnenaufgang verschwanden,  tummeln sich seit 3 Jahren auch  in der Mittagszeit noch draußen auf den Blättern.

Das gibt mir sehr zu denken. Vor allem, wenn ich meine jahrelangen Schmerzen durch 1 Kapsel 50.000 IE verschwinden sehe (statt mittels Cortison und MTX), kann ich mir sehr gut denken, daß jemand mit Depression und D-Mangel seine Depression wegkriegt durch viel D3. Man kann es ja wenigstens mal probieren. Ich sage ja, es gibt verschiedene Ursachen, aber wenn einer D-Mangel hat (den einzigen, den man messen kann außer B12), soll er das mal ausprobieren dürfen.

Wenn es nach ein paar Tagen nicht hilft, kann man das nächste nehmen. Aber diese Patienten bekommen überhaupt keine Möglichkeit, erstmal die Vitalstoffe zu testen, das ärgert mich.

Und ich würde doch immer das mit den wenigsten Nebenwirkungen und der schnellsten Wirkzeit als erstes probieren, mal abgesehen vom Geld.

Ich verstehe das wirklich nicht. Pflaster kommt vor Gips.

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@Rendric

Traumatische Erlebnisse müssen im Gespräch oder mit Therapie aufgearbeitet werden, keine Frage. Psychische Ursachen brauchen psychische Behandlung. Oder eben medis, wenn man damit niicht weiterkommt.

Postnatal ist typisch für Östrogenmangel. Ich habe 3 Wochen nach einer Fehlgeburt einen derartigen Östrogenmangel bekommen, daß ich schließlich nur noch im Bett liegen und weinen könnte. Familie und Haus war mir egal, ich habe nichts mehr gemacht. So ein tiefes schwarzes Loch. Nicht mal mehr lesen war möglich - das will was heißen bei mir. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Trauer ums Kind war das nicht.

Bis ich endlich Östrogen bekam. Nach 8 Stunden war der Spuk vorbei. Ich weiß noch, daß ich wieder heulend ins Bett gegangen bin, weil ich nicht wußte, wie ich die 8 Stunden noch aushalten sollte.

Ich habe dann in jedem Zyklus wieder östrogen genommen, sobald gegen Ende die ersetn Östrogenmangelzeichen kamen. Dadurch habe ich zwar extrem lange Zyklen bekommen, aber das war mir egal. Nur nie wieder so ein Loch!

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Ich beschäftige mich jetzt schon sehr lange damit weil ich es 1. interessant finde was in einem Menschen so vor sich geht und 2. habe ich auch schon sehr lange Depressionen. Ich habe gemischte Meinungen was dieses Thema betrifft. Einerseits glaube ich nicht dass man es wirklich heilen kann sondern eher durch eine Therapie lernt damit umzugehen. Andererseits glaube ich dass dir bestimmte Menschen ein Stück weit aus deiner Depression helfen können wenn du es zulässt. 

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