Sind das Panikattackeen?

7 Antworten

Das klingt wirklich nach Panikattacken (mit Agoraphobie). Abschliessend beurteilen kann dies jedoch nur eine Fachperson. Agoraphobie nennt sich die Angst vor Menschenmassen und weiten Plätzen. In extremen Fällen traut sich der Betroffene nicht einmal mehr weg von zuhause zu gehen.

Panikattacken sind oft wie Wellen, die manchmal aus dem Nichts kommen, seltener durch gewisse Umstände (wie z.B. bei Agoraphobie) ausgelöst werden.

Folgene Symptome kann eine Panikattacke auslösen:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle bis hin zur Angst zu ersticken.
  • Hyperventilation (als Folge können zudem Kribbelgefühle in Gesicht und Händen sowie Muskelkrämpfe auftreten)
  • Herzrasen
  • Schweissausbrüche/Hitzewallungen
  • Zittern
  • Schwindel und/oder Erbrechen
  • Angstgedanken („das ist ein Herzinfarkt“, „jetzt sterbe ich gleich“, „ich werde verrückt“, „ich kriege keine Luft/ersticke“)
  • Depersonalisationsgefühle/Derealisationsgefühle
  • Innere Spannungszustände
  • Agoraphobie

Fast niemand entwickelt all diese Symptome, doch sollte eine Mehrheit von ihnen vorhanden sein, wenn man von einer Panikstörung spricht.

Depersonalisation heisst, wenn einem der eigene Körper (besonders die Glieder) als unreal vorkommen. Derealisation heisst, wenn einem die Umwelt als nicht real vorkommt (inkl. Tunnelblick).

Bei Panikattacken mit Agroaphobie stellt sich die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Was ist der Auslöser? Hat man Panikattacken wegen der Agroraphobie oder ist die Agoraphobie ein Symptom der Panikattacken.

Ein weiteres Problem ist die Angst vor der Angst. Man lebt in einem dauerhaften Alarmzustand aus Angst vor der nächsten Attacke. Folglich verträgt man auch null Stress.

Panikstörungen (wie Panikattacken medizinisch heissen) können im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen jedoch sehr gut behandelt werden. In erster Linie ist eine Psychotherapie notwendig, im Falle von Angststörungen (zu welchen auch Panikattacken gehören) ist dies meist eine Verhaltenstherapie. Dort lernst du dich dosiert und in geschützem Rahmen deinen Ängsten zu stellen und diese langsam zu überwinden. Das Problem einer Psychotherapie ist jedoch, dass es oft Monate dauert bis sie wirkt.

In schweren Fällen können in der Zwischenzeit auch Medikamente eingesetzt werden. Es gibt vor allem zwei Wirkstoffgruppen Medikamente die zur Anwendung kommen:

  • Benzodiazepine sind Notfallmedikamente. Sie können einfach bei Bedarf (z.B. einer Attacke) eingenommen werden und wirken bereits nach ca 20 Minuten. Sie sind hoch effektiv und haben fast keine Nebenwirkungen (ausg. Müdigkeit). Das Problem von Benzodiazepinen ist, dass sie bei längerem und regelmässigem Konsum (na ca. 4-8 Wochen) abhängig machen. Wenn sie jedoch nur als Notfallmedikamente ab und zu eingesetzt werden sind sie ein Segen.
  • Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse sind für eine dauerhafte Behandlung geeignet. Sie machen nicht abhängig. Das Problem ist, dass diese Medikamente täglich eingenommen werden müssen und erst nach ca. 3-5 Wochen angstlösend wirken. Zudem kann es besonders am Anfang der Einnahme zu starken Nebenwirkungen kommen.

Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass du Medikamente nehmen sollst. Ich will dich nur aufklären was für Möglichkeiten es gibt. Am wichtigsten ist, dass du dir professionelle Hilfe holst!

Hallo :)

Da sind schon paar Anzeichen für eine Panikattacke. Jeder aber nimmt sie unterschiedlich wahr. Ist es generell wenn du draußen bist oder wenn Menschen um dich herum sind?

Wenn du rausgehst immer den Kopf hoch heben so wirst du unbewusst selbstbewusster. Heh komische formulierung, aber ich denke du wirst es verstehen. ;)

Denke an eine Person die du sehr magst, da konzentrierst du dich nicht auf die anderen und kannst dich dann anpassen. Also du gewöhnst dich daran, dass es viele Menschen um dich herum gibt.

Musik hören mit einem Kopfhörer. Musik bei einem Ohr zur ablenkung und das andere ist frei damit du Geräusche um dich herum wahrnehmen kannst.

Das sind so meine Tipps wie ich es durchstehe. Hoffe es hat dir geholfen.

LG

Xyvii :)

wenn Ich unter Menschen bin. Habe dann immer so eine Anspannung in mir

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naja das kommt darauf an wie oft du raus gehst und ob das immer so ist wenn du unter Leuten bist.

Denn eigentlich gewöhnt man sich an die Situationen wenn man sie durchsteht und die Ängste verfliegen mit jedem mal wo man es aushält wird es eigentlich besser.

Außer die Änste sind nur Symptome und nicht die Ursache.

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