Sind das Anzeichen für Depressionen und sind diese vererbar?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo pjama,

ob Du an einer Depression oder vielleicht auch an etwas anderem leidest, sollte durch einen Arzt festgestellt werden. Falls tatsächlich eine Depression diagnostiziert wird, könnten Dir die nachfolgenden Hinweise sicher helfen, dagegen anzugehen.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Es geht also darum, falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonst wie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Da ist noch ein Aspekt, den Du nicht unbeachtet lassen solltest: Es gibt jemanden, dem Du nicht gleichgültig bist und der Dir auf eine Weise helfen kann, zu der kein menschlicher Ratgeber, Helfer oder Arzt in der Lage ist. Ja, ich spreche von Gott. Ich möchte Dir hier zwar keine Predigt halten, doch finden sich in der Bibel trostreiche Aussagen, die Dir vielleicht Mut machen . Sie zeigen, dass Gott ein unvergleichlicher Helfer und Tröster sein kann.

Hier ist ein Text aus der Bibel, der mir persönlich sehr gut gefällt. Er lautet: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Dieser Text macht eines deutlich: Gott liegen die Niedergedrückten sehr am Herzen und er ist bereit, denen zu helfen, die sich an ihn wenden. Wenn Gott auch unsere Krankheiten nicht durch ein Wunder heilt, kann er uns doch zum einen die Weisheit geben, die richtigen Schritte im Kampf dagegen zu unternehmen und zum anderen die Kraft geben, die schlimmen Gefühle zu ertragen und nicht unterzugehen. Das kann ich durch viele eigene Erfahrungen nur allzu gut bestätigen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich bald wieder besser fühlst. Und denke immer daran: Du stehst nicht völlig allein da! Es gibt Hilfe und Unterstützung, die Du auf jeden Fall in Anspruch nehmen solltest. Alles Gute!

LG Philipp

Vielen lieben Dank für diese ausführliche Antwort

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@pjama

Gerne! Und vielen Dank für den Stern! :-)

LG Philipp

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Zu dem, was ich im viertletzten Satz geschrieben habe, möchte ich noch etwas anmerken: Wenn das hier erwähnte "schwere Unrecht" oder der "Schaden", der Dir möglicherweise zugefügt wurde, derart schlimm ist, dass Du nicht einfach darüber hinweggehen kannst oder gar ein dauerhafter seelischer oder körperlicher Schaden entstanden ist, wäre es auf jeden Fall ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

LG Philipp

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Eine der wichtigsten symptome hast du weggelassen. Klingt also nicht nach depressionen. Wahrscheinlich eher eine pubertäre phase gepaart mit den depris, die du täglich bei deiner mutter miterlebst, das kann auch runterziehen.

Ich nehme an, dass du gerade in einer pubertären Phase bist. Oft hat man Stimmungsschwankungen, fühlt sich nutzlos und ungewollt. Andererseits ist es auch möglich, dass du dir durch deinen persönlich verursachten Prüfungsstress sehr wenig "gönnst". Deine fehlende Motivation geht wahrscheinlich gerade von der Prüfung aus, da du Angst hast, du könntest durchfallen und damit eine größere Last für deine Mutter werden. Ich kenne dich in Echt leider nicht, deswegen kann ich nichts Genaueres diagnostizieren.

LG, gib nicht auf und gute Besserung!

Um ehrlich zu sein, habe ich mir schon relativ viel gegönnt was sowas angeht. Ich hab auch nicht wirklich Angst vor den Prüfungen und diese Stimmungsschwankungen hatte ich am Anfang der Pubertät relativ stark. Diese haben sich aber seit einigen Jahren wieder gelegen (bin jetzt 18 und werde 19 dieses Jahr).

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