Sind Binen farbenblind?

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Hi, Bienen sehen ein anderes Spektrum als Menschen. Sie sehen besonders im nahen UV Bereich, wo wir "blind" sind. Farben als Komposit werden von Bienen/ Insekten anders wahrgenommen als bei Menschen. Insofern gilt: Binen sehen farbig. Die Farben sind anders als beim Menschen mpfunden. Das ist keine Farbenblindheit. Siehe Link. Gruß Osmond

http://www.farbimpulse.de/artikel/detail/277.html
Zitat:
UV statt Rot: Wie Honigbienen Farben sehen

Wissenschaftler haben für die Insekten sogar eigene Bezeichnungen für Farben geprägt

Bienen sehen die Welt anders. Sie kennen kein Rot, Weiß ist für sie etwas ganz anderes als für Menschen, und sie sehen farbige Muster, wo der Mensch nur eine einheitliche Farbe wahrnimmt. Ihr Farbensehen ist so faszinierend anders, dass Wissenschaftler für Bienen eigene Farbbezeichnungen geprägt haben: Vom "Bienenweiß" über das "Bienenpurpur" bis hin zum "Bienenschwarz" reicht die Farbwelt dieser unter allen Insekten am besten erforschten Tiere.

Die Erforschungsgeschichte des Farbsehens der Bienen reicht fast hundert Jahre zurück: Bereits 1914 konnte Karl von Frisch mit seinen klassischen Dressurexperimenten nachweisen, dass Bienen Farben sehen und sie auch voneinander unterscheiden können. Der Bereich des für sie sichtbaren Spektrums ist im Vergleich zum Menschen allerdings um rund 150 Nanometer in Richtung des kurzwelligen UV-Lichts verschoben.

Die Absorptionsmaxima der drei unterschiedlichen Farbrezeptoren im menschlichen Auge liegen mit 440 Nanometern beim Blau, mit 530 Nanometern im Grün-Bereich und mit 570 Nanometern beim Gelb. Die Empfindlichkeit des letzteren, für langwelligeres Licht zuständigen Zapfens reicht dabei bis in den Rotbereich, weshalb er auch als Rotzapfen bezeichnet wird.

Auch in den Komplexaugen der Honigbiene finden sich drei verschiedene Rezeptortypen. Deren maximalen Empfindlichkeiten liegen jedoch mit 350 Nanometern bereits im UV-Bereich des Spektrums, mit 450 Nanometern beim Blau und 530 Nanometern beim Grün. Die Biene nimmt also UV-Licht wahr, dafür aber kein Rot – diese Wellenlängen erscheinen ihnen wie Schwarz.

Bienen sehen die bunte Farbenpracht der Blüten also gänzlich anders als Menschen. Aus diesem Grund sprechen Wissenschaftler sogar von Bienenfarben, wenn sie das Farbsehen der Biene beschreiben. Weiß etwa nimmt der Mensch wahr, wenn alle drei Zapfentypen – Blau, Grün und Rot – maximal erregt sind. Bei der Honigbiene entsteht der entsprechende Farbeindruck Bienenweiß dagegen durch die gleichmäßige starke Erregung der UV-, Blau- und Grün-Zapfen. Bienenpurpur bezeichnet einen Farbeindruck, der für das menschliche Auge gelblich erscheint. Viele Blüten, die dem Menschen rot erscheinen, sind für die Insekten Bienenschwarz, da sie das Rot nicht wahrnehmen können. Einzig das Bienenblau entspricht in etwa der menschlichen Blauwahrnehmung

nein

Bienen können im Gegensatz zum Menschen den roten Anteil des Farbspektrums nicht wahrnehmen, dafür aber einen Teil des ultravioletten Lichts. Zudem sehen sie das Licht polarisiert, was ihnen in Kombination mit dem tageszeitlichen Sonnenstand eine genaue Bestimmung der Himmelsrichtung ermöglicht. Wenn die Biene sich nicht bewegt, sieht sie mit ihren Facettenaugen relativ schlecht, vergleichbar mit einer Digitalkamera, die nur wenige Tausend Pixel hat. Dies ändert sich aber deutlich beim Flug. In dieser Analogie läuft jetzt im Gegensatz zum statischen Bild ein Film ab, mit vielen Bildwechseln pro Zeiteinheit. Letztendlich kann dadurch – durch Interpolation – die Bildauflösung verbessert werden.http://www.cosmiq.de/qa/show/1807741/sind-bienen-farbenblind/

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