Sind Bartagame pflegeaufwendig?

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3 Antworten

Der Pflegeaufwand ist bei Bartagamen - wie bei übrigens allen Reptilien - eher gering. Wasser, Futter, Terrarium sauber machen. Die Tiere haben an dir als ihrem Pfleger kein Interesse. Bartagamen wollen weder Spielen, Kuscheln, Spazierengehen, Herumtollen oder gar Herumgetragen werden. Da es reine Beobachtungstiere sind sollten sie auch nicht angefasst werden. Es sind nunmal Reptilien und keine Säugetiere wie Hund, Katze oder wir selber. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Wie Xineobe bereits vollkommen richtig schrieb sind die Anforderungen an die Technik sehr hoch. Dein Ziel ist es den natürlichen Lebensraum deiner Bartagame im Terrarium möglichst genau nachzubilden - schliesslich haben sich die Tiere über hunderttausende von Jahren perfekt daran angepasst.

Alle Bartagamenarten kommen ausschliesslich in Australien vor. Dort ist hell, sehr hell und dazu heiss, teilweise sogar sehr heiss mit hohem UV-Anteil im Licht und trocken. Also brauchst du die notwendige Technik dafür. Diese ist relativ aufwendig und damit teuer. Daraus folgt auch dass der Stromverbrauch sehr üppig ist. 

Denke daran, bei guter Haltung lebt eine Bartagame sehr sehr lange. Während dieser Zeit verbraucht das Terrarium Strom. Über die Jahre kommen da einige tausend Euros zusammen. Dazu noch sonstige Kosten wie Futter, Tierarzt, Erneuerung Beleuchtung etc.

Bartagamen sind tolle Tiere, aber man muss eben wissen auf was man sich da einlässt wenn man ihnen ein artgerechtes Leben ermöglichen will. Es ist sehr gut, dass du dich bereits vor Kauf darüber informierst. Viele Bartagamen leben leider in schlimmen Verhältnissen - zu kleines Terrarium, zu kalt, zu dunkel und werden dann auch noch täglich angefasst und rumgetragen. 


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Hallo

Leider leiden unheimlich viele Bartagamen, weil sie fälschlicherweise immer wieder als günstiges Anfängertiere beschrieben werden.

Richtig gehalten ist sie aber in der Anschaffung sehr teurer (mehrere 100 Euro), hat einen großen Platzbedarf, und bringt einiges an Lampentechnik mit.


Klick dich hier einfach mal etwas durch : www.bartagamen.keppers.de

Generell eine kurze Zusammenfassung:


Eine neue Bartagame zieht ein

Ein gutes Buch sollte aber in jedem Bartagamenhalterschrank stehen, z.B. Bartagamen von Köhler und Grießhammer.


Die wichtigesten Punkte.

Bartagamen (alle Arten) sind und bleiben Einzelgänger,egal was der Verkäufer sagt. Eine Vergesellschaftung ist immer nur ein Experiment, welches man zu jeder Zeit beenden können muss. Heißt Platz zum Trennen und ein sehr großes Hauptterrarium. Auch sollten Weibchen nicht vor dem 24 Lebensmonat mit einem Männchen verpaart werden. Das frühe Eierlegen geht sehr an die Substanz der Weibchen.


Das Hauptterrarium darf nicht unter 1,2m² Grundfläche haben (oft mit 150x80x80 umgesetzt). Dies ist allerdings nur ein 20  Jahre altes Minimum, welches man überschreiten sollte. Besser wäre Richtung 200x80x80 . Auch  Zwergbartagamen sollte man entsprechenden Platz bieten.


Immer eine Quarantäne in einem Quarantäneterrarium durchführen. Dieses kann ruhig kleiner und aus Glas sein


Ca. 1 Woche nach dem Umzug, sollte eine Sammelkotprobe untersucht werden. Unabhängig davon, ob bei dem  Züchter/Verkäufer/Vorbesitzer schon eine Probe untersucht wurde. Danach sollte jedes Jahr vor und  nach der Winterruhe eine Probe untersucht werden


Lampen mit externem Vorschaltgerät sind das A und O der Beleuchtung. Solche Lampen direkt mit UV wären Solar
Raptor HID oder Bright sun Desert. Das Vorschaltgerät kann hier ruhig von Osram, Philipsoder Tridonic sein. Dazu T5 Röhren mit Tageslichtspektrum z.B. Narva Bio Vital 958 HO

Eine kletterfähige und raue Rückwand mit
vielen Liegeflächen zur Vergrößerung der Nutzfläche ist für das
natürliche Verhalten, Hilfe bei der Häutung und das Wohlbefinden enorm wichtig

Der Bodengrund sollte hoch eingefüllt, fest und grabfähig sein. z.B. ein Sand-Lehm-Gemisch

Grünfutter sollte abwechslungsreich, rohfaserreich und wasser-, protein- und zuckerarm sein. Wildpflanzen von draußen sind die beste Nahrung. Löwenzahn, Wegerich, Haselnussblätter usw.

Lebendfutter sollte auch abwechslungsreich gestaltet werden. Wichtig ist eine  saubere Haltung und gute Ernährung der Futtertiere. Adulte Tiere bekommen nur noch alle 7-10 Tage Lebendfutter.Jungtiere bekommen noch mehr  Lebendfutter, welches aber ab dem 6 Monat reduziert werden sollte, sodass man bei 12 Monaten max. alle 7 Tage angelangt ist.


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Es gibt einen eBook Ratgeber, der alle wichtigen Informationen beinhaltet, die man bei der Haltung eines Bartagam  beachten sollte. z.B. welches Futter das Richtige ist, wie man das Terrarium einrichten sollte, das Verhalten von Bartagamen, den Transport, die Eingewöhnung und vieles mehr. Schau doch einfach mal hier: http://www.bartagame.de/buch/

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