Sind Ausbinder schädlich Huhu ich wollte für mein Pony bald Ausbinder (Stoßzügel) kaufen , weil es einfach nicht ohne geht , sind Ausbinder schädlich?

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11 Antworten

Jeglicher Hilfszügel ist schädlich, egal, ob Ausbinder, Stoßzügel, Dreieckszügel, ... entweder sie hängen so durch, dass das Pferd sich Schaden zufügt, indem es rein tritt oder es bekommt dadurch einen Ruck auf die Trense, wenn es beim Zügel ankommt. Diesen wird es zu vermeiden suchen, weil das ja doch irgendwie unangenehm ist. Also packt es sich entweder mit seinem ganzen Gewicht konstant dagegen, sodass es eben konstant die Trense auf den Unterkiefer gedrückt bekommt oder es zieht seinen Kopf immer ein wenig dahinter zurück. Egal, wie es ausweicht, es wird erstaunlich schnell Arthrosen im Bereich der hintersten beiden Halswirbel bekommen von der festgehaltenen Bewegung. Weiß aber kaum jemand, weil man diese Schäden auch nicht per Röntgen nachweisen kann, weil diese Wirbel rechts und links von den Schulterblättern überdeckt werden. Manuelle Therapeuten finden da aber oft deutliche Einschränkungen.

Das mal zum wesentlichen, weil irreparablen Nachteil der Dinger.

Weiterer Nachteil: Der Kopf ist zwar unten, aber besser tragen oder sich selbst besser bewegen können die Pferde trotzdem nicht, denn die Bewegung läuft nicht reell durch die komplette Wirbelsäule, sondern bleibt stecken. Ganz erstaunt bin ich immer, wenn ich mitbekomme, wieviele Menschen nie sehen gelernt haben, dass die Hüfthöcker eines in der Bewegung frei mit den Hinterbeinen nach vorne greifenden Pferdes einen kleinen Bogen "unten rum" beschreiben, während sie mit Hilfszügeln oder bewegungseinschränkenden gesundheitlichen Problemen immer wie "oben drüber" einen Bogen machen.

Wenn man jetzt ein Pferd eine Zeit mit Hilfszügeln bewegt, bekommt es die Muskulatur für das "oben rum" und das "unten rum" wird dadurch immer schwieriger, man entfernt dadurch also das Pferd von der reellen guten Bewegung, die man möchte.

Dann lieber einen guten AusbiLder, also den mit "L" in der Mitte, besorgen und von dem zeigen lassen, wie man ganz ohne dieses Zeug die reelle Bewegung mit freiem Rücken erreicht. Da hat man am Ende mehr vom Geld, nämlich ein gesundes Pferd.

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Baroque 04.10.2016, 21:32

Ach, ich sollte meine Ungenauigkeit noch korrigieren, nicht dass es zu Missverständnissen kommt:

Oben habe ich unkorrekterweise Ausbinder, Stoßzügel und sowas als Hilfszügel bezeichnet. Das ist falsch, es sind Ausbindezügel. Für die, denen der Unterschied nicht klar ist: Ein Ausbindezügel ist ein Zügel, der am Pferd angebracht und nicht weiter beeinflusst wird. Zügel, die irgendwie von der Reiterhand geführt oder nur mitgeführt werden, sind Hilfszügel.

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Ja, sie sind schädlich. Sie zwingen nur den Kopf in die vermeintlich richtige Position und verhindern so, dass das Pferd korrekt über den Rücken laufen kann. Die Folgen sind Verspannungen und Halswirbelarthrose.

Nimm lieber guten Unterricht, um Dein Pferd korrekt reiten zu können.

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Ja, sie sind schädlich. Das Pferd kann nicht lernen, richtig in Anlehnung zu laufen. Es kann sich nicht dehnen. Sein Kopf wird künstlich heruntergebogen, und das heißt, dass es erst recht auf der Vorhand läuft.

Zudem verhindern Ausbinder, dass man reiten lernt. Der Reiter führt einen Dialog mit dem Pferdemaul. Er muss lernen, wann er nachgeben muss und wann auch mal nicht. Durch Ausbinder kann man das nicht lernen.

Meine RL hat eine Schülerin mit einem ganz tollen Warmblutpferd, das auch von meiner RL beritten wird. DAs Pferd stand 7 Jahre lang in einem Stall, wo es nur mit Ausbindern geritten wurde.

Meine RL stöhnt  im Unterricht vor Frust und Verzweiflung. (Wir sind privat befreundet und sie erzählt mir schon mal was).

Sie sagt, dass das Pferd nie gelernt hat, auf die Signale des Reiters zu achten. Und auch für sie sei es schwer, das dem Pferd nach vielen Jahren noch beizubringen. Bei meiner Stute, nie mit Ausbindern geritten, hat sie dafür ein paar Minuten gebraucht. "Ah, das meinst du, Okee." sagte mein Pferd, als meine RL sie ritt. Ich gebe zu, bei mir selbst war es nicht so einfach, da ich einfach selbst Schülerin war.
Und meine RL stöhnte über die Besitzerin. Sie sagte, sie habe einfach kein Gefühl, wie man die Zügel benutzen oder besser nicht benutzen soll.

Meine RL hatte öfters ihren eigenen Trainer mitgebraucht, der sie auf dem Pferd coachen sollte. Und auch der hat nur gestöhnt. 7 Jahre nur Ausbinder, das ist wohl kaum noch zu korrigieren.

Wenn es dir also darauf ankommt, dass das Pferd den Kopp tief hält, und es dir egal ist, dass es nicht über den Rücken läuft und auf der Vorhand ist, wenn es dir egal ist, dass du nie reiten lernst, dann nimm Ausbinder.

Ansonsten geh den Dingern aus dem Weg.

Eventuell kannst du mal kurzfristig im Unterricht, sonst nicht, Dreiecker benutzen. Aber nur, wenn der RL sie selbst verschnallt. D.h. lang verschnallt.

Sonst lass es lieber, investier das Geld in Unterricht oder Weihnachtsplätzchen und lerne reiten.

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Ja, sind sie, wie schon oft geschrieben wurde. Sie zwingen das Pony/Pferd in eine Haltung --> falsche Muskeln werden unter anderem aufgebaut... Außerdem gibt es entweder einen Ruck im Maul oder der hilfszügel hängt durch. Such dir lieber einen ordentlichen reitlehrer oder jemanden der dein Pony Korrektur reitet!! Das einzige was meiner Meinung nach noch halbwegs in Ordnung ist, sind halsverlängerer, die lassen es immerhin noch zu, dass das Pferd den Kopf etwas freier bewegen kann... Aber trotzdem... Ich würde die auch nicht benutzen...

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"weil es einfach nicht ohne geht"?

Ausbinder sind überhaupt nicht als Dauerlösung konzipiert, der Hilfszügel ist eine Hilfestellung. Kein Ersatz. 

Du schränkst das Pferd damit extrem in seiner Bewegungsfreiheit ein. Ziel des Reitens ist ja, das Pferd freiwillig in die gesunde Haltung zu bekommen, und nicht es darin festzuschnallen. 

Der Stoßzügel kann unter Umständen und je nach Verschnallung extremen Druck auf Kopf und Gebiss ausüben bis hin zu Verletzungen im Maul. 

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Ich würde dann, wenn schon, Wiener Zügel ( auch Dreieckszügel genannt ) nehmen. Und zusehen, dass die nicht immer drin sind, sondern nur zeitweise zur Unterstützung.

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Ja sind nicht gut..  Wie hier auch schon erwähnt...  

Sie zwingen das Pferd in eine Haltung...  Und bei dauerhaften nutzen..  Geht das schön auf den Rücken...  Dein Pony lernt eine falsche Haltung..  Und läßt sich spät nur schwer bis gar nicht korrigieren...  Und iwann hat dein Pony kein Bock mehr drauf und wird sich dagegen währen vielleicht..  


Such dir einen vernünftigen bereiter der dir Zeigt wie es geht und das Pony korrigiert...  

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Stoßzügel sind etwas anderes als Ausbinder und ja, Stoßzügel sind schädlich und nicht empfehlenswert. Ausbinder sind, wenn sie richtig eingesetzt werden, in Ordnung als Hilfszügel. Es macht aber Sinn, dass du an deinem Reiten arbeitest, damit du dein Pferd auch ohne Hilfszügel geritten bekommst.

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Ich würde es nicht machen. Das Pferd kann sich nicht dehnen und kann Rückenschmerzen lernen .
PS : jeder Anfang ist schwer aber wenn du es von Anfang an richtig machst hast du es später nicht so schwer ;)

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Das ist schädlich und ungesund und im grunde auch Tierquälerei.

Du würdest doch auch nicht wollen , dass dein Kopf in einen unagenehme Lage gezwungen wird , oder?

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Wenn Du sie richtig anwendest nicht.

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