Sind Augen und Ohren das Ergebnis von Evolution?


24.07.2021, 19:04

Ich denke dabei zum Beispiel an Mikrofone und Kameras

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ooh ja….

Sensationell war die Kombination und Kooperation mit

200 Knochen,

650 Muskeln,

78 anderen Organen sowie dem Gewebe, das alles zusammenhält.

Hervorzuheben ist der elegante Stoffwechsel, durch die 

Ernährung, Genesung, Leistung 

dieser Kooperative erst möglich wird. Ganz zu schweigen von der Anpassungsfähigkeit an sehr unterschiedliche Umwelten und deren -einflüße.

#####wat'n Zufall........

cheerio

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Familienvater, 40 Jahre Ehe (ein Partner), aktiver Christ.

Klar sind Augen ein Ergebnis der Evolution. Von einzelnen lichtempfindlichen Zellen über Becheraugen, Linsenaugen, etc. gibt es alle Zwischenstufen, viele zum Teil heute noch sichtbar. Schaut man sich die Sinneszellen im Auge genau an, erkennt an, daß sie von Tasthaaren abstammen aber im laufe der Evolution zweckentfremdet wurden.

Das Auge hat so viele "Design"fehler, wenn das jemand verkaufen würde hättest Du es als Fehlerhaften Schrott schon zurück gebracht. Ich meine... alle Kabel vor dem Sensor verlegen, damit die dem Licht im Weg sind? Hallo?

Das gilt auch für Ohren, Flagellen und so weiter. Betrachtet man unvoreingenommen alle Fakten ist die mit Abstand beste Erklärung die wir dafür haben die Evolutionstheorie.

Leute die was anderes behaupten verbreiten um ihr Weltbild zu stützen einen irren Mix aus "sich die Fakten aussuchen die sie sich zurecht biegen können" und "den Rest der Fakten großzügig ignorieren".

P.S.: Warum gibst Du was drauf, was ein par wenige, verwirrte Ingenieure über die Evolution des Auges denken? Gehst Du zum Auto reparieren bei ausgerechnet dem einen Biologen vorbei der dir erzählen will, der Blechschaden heilt von selbst?

Natürlich sind sie ein Ergebnis der Evolution.

Viele Wissenschaftler und Ingenieure orientieren sich an diesem "Design" und haben auch noch nichts besserer gefunden

Doch, haben sie. Unsere Augen z.B. sind eine totale "Fehlkonstruktion" und damit genau das, was man von Evolution erwarten kann, von "Intelligent Design" jedoch nicht.

Unsere Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut zeigen in die falsche Richtung, also nach hinten, in die Augenhöhle. Die versorgenden Blutgefäße liegen als Gitternetz davor, so dass das Licht sich erst durch sie hindurchwuseln muss. Mittendrin gibts dann noch nen blinden Fleck, weil der Sehnerv ja Platz braucht. Die Augen anderer Tiere sind da besser entwickelt. Und es gibt zahllose Abstufungen von Entwicklung von simplen Hell-Dunkel-Wahrnehmungen über Grubenauge, Lochauge bis Linsenauge.

https://www.leifiphysik.de/optik/optische-linsen/geschichte/die-evolution-des-auges

https://de.wikipedia.org/wiki/Augenevolution

Warum gibt es denn so viele Abstufungen, wenn das Umfeld auf der ganzen Erde doch sehr ähnlich ist?

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@TMA01

Oder anders gefragt: wieso entwickelten sich ähnliche Abstufungen unter völlig unterschiedlichen Umständen?

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@verreisterNutzer

Dein Ignoranzlevel, dem diese Aussagen ihr Leben verdanken, ist mir entschieden zu hoch. Bye.

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@verreisterNutzer
wieso entwickelten sich ähnliche Abstufungen unter völlig unterschiedlichen Umständen?

Wo tun sie das denn? Nenn doch mal ein Beispiel und ich versuche es Dir zu erklären?

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@matmatmat

Ich hab jahmore anders verstanden. Er wollte von einem Evolutionsgläubigen die Antwort. Er glaubt nicht an die Evolution.

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@Friedliebender

Fakten sind keine Glaubensfrage... man kann sie leugnen, aber sie ändern sich nicht mit dem Glauben. Ich hätte trotzdem gern ein Beispiel, wie man auf so seltsame Ideen kommt. Bei einigen wenigen Leuten ist das bewußtes lügen für ihr Weltbild, aber den meisten leuchtet Evolutionstheorie nur nicht ein, weil sie ihnen niemand erklärt hat und weil ihnen jemand nur eine vorsortierte Auswahl Fakten krummgebogen und hingeworfen hat.

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@Friedliebender

Du weißt gar nicht, was Fakten sind. Dein Wunschdenken schafft keine Fakten. Und euer beider provozierendes Verhalten gleicht Don Quichotes Kampf gegen Windmühlenflügel.

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@matmatmat

Es gibt viele seltsame Worte und viele seltsame Ansichten. Eine der seltsamen Ansichten ist die Evolutionstheorie.

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@Friedliebender

Ich erkenne eure Absicht, gebildete Menschen zu provozieren und zu beleidigen. Das ist auch nicht sonderlich schwer zu erkennen und ich nehme jede Gelegenheit wahr, dagegen vorzugehen.

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@TMA01

Wo beleidige ich? Wo provoziere ich? Warum deine falschen Anschuldigungen? Und zudem, ich lasse mich nicht provozieren und wehre mich gegen Angriffe, indem ich diese melde.

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@Friedliebender
Wo beleidige ich? Wo provoziere ich?

Einen Teil eurer Richtlinien verletzenden Kommentare habe ich bereits erfolgreich melden können, so dass sie nun gelöscht sind. Davon abgesehen:

"unverschämt", "Evolutionsgläubige", "Eine der seltsamen Ansichten ist die Evolutionstheorie"

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@matmatmat

Zum Beispiel ist der Krake kein Verwandter des Menschen, aber sein Auge ist erstaunlich „menschlich“. Aale und andere Fische, die nicht miteinander verwandt sind, können Stromschläge austeilen. Insekten, Würmer, Bakterien und Fische, die nicht miteinander verwandt sind, haben Leuchtorgane, die kaltes Licht abgeben. Lampreten, Mücken und Blutegel, die nicht miteinander verwandt sind, verfügen über gerinnungshemmende Stoffe, um zu verhindern, daß das Blut ihrer Opfer gerinnt. Es gibt Fische und Insekten, die Bifokalaugen haben, um in der Luft und unter Wasser sehen zu können. Viele nicht verwandte Tiere haben als Wandertiere die gleichen erstaunlichen Fähigkeiten.

Darüber hinaus wollen uns Evolutionisten glauben machen, bei drei verschiedenen Gelegenheiten hätten sich warmblütige Tiere aus kaltblütigen Reptilien entwickelt; dreimal hätte sich unabhängig voneinander das Farbsehvermögen entwickelt; fünfmal hätten sich bei nicht miteinander verwandten Fischen, Insekten, Flugechsen, Vögeln und Säugetieren sowohl Flügel als auch das Flugvermögen entwickelt.

Hätte der Zufall diese Merkmale wiederholt hervorbringen können? Die Wahrscheinlichkeitstheorie beantwortet dies eindeutig mit Nein! Die Revolution in der Evolution mag dazu beigetragen haben, daß man jetzt mit den lückenhaften Fossilienfunden besser zurechtkommt, aber sie hat dem Zufall eine Rolle zugeschrieben, die dieser gar nicht erfüllen kann.

[g81 22. 12. S. 11]

@TMA01 Zu deinem Vorwurf:

Stattdessen hat Gott das „Unsinnige“ in der Welt ausgewählt, um die Weisen zu beschämen. Gott hat das Schwache in der Welt ausgewählt, um das Starke zu beschämen. (1.Kor1:27)
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@verreisterNutzer

Alle existierenden Lebewesen sind miteinander verwandt, sogar der Krake und der Mensch oder meinetwegen auch Butterblumen und Haie. Sie alle sind aus einfachsten Anfängen im Laufe der Evolution entstanden und haben sich über Milliarden von Jahren auseinander- und weiterentwickelt. Da kannst du melden und löschen lassen, soviel du willst.

The human genome retains relics of its prokaryotic ancestry: human genes of archaebacterial and eubacterial origin exhibit remarkable differences - PubMed

Atavism: Embryology, Development and Evolution | Learn Science at Scitable

Ach ja ... Es gibt keinen Gott. Daher sind deine Bibelzitate in der Sache wertlos.

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@verreisterNutzer
Zum Beispiel ist der Krake kein Verwandter des Menschen, aber sein Auge ist erstaunlich „menschlich“.

Doch, Kraken sind mit dem Menschen verwand. Der letzte gemeinsame Vorfahre ist aber so lange her, daß sich grundlegend andere Augen entwickelt haben. Ja, grundlegend anders. Es ist zwar ein Auge mit einer Linse, aber die Netzhaut ist umgekehrt! Wie kannst Du da von "menschlich" sprechen?

Und ja, auch für die ganzen anderen "sind nicht verwandt" Dinge gilt: Schau mal in ein Biobuch für die Mittelstufe.

Hätte der Zufall diese Merkmale wiederholt hervorbringen können? Die Wahrscheinlichkeitstheorie beantwortet dies eindeutig mit Nein!

Spannend. Dir ist schon klar, das an Evolution die Mutation zufällig ist, die Auslese durch die Umgebung aber alles andere als zufällig?

lückenhaften Fossilienfunden

Jaaa, schlimm. Da findet man einen Schädel, der so nah mit zwei unterschiedlichen Hominidenarten verwandt ist, daß die Wissenschaft sich Jahrzehnte streitet ob es zur einen, zur anderen oder zu einer eigenen Art gehört, aber es fehlen Zwischenstufen... und wenn sich die Wissenschaft dann entscheidet dem Fund eine 3. Art zwischen den beiden zuzuweisen... herzlichen Glückwunsch! Doppel so viele "Lücken" wie vorher. Wir ja mit jedem Fund schlimmer...

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@verreisterNutzer

Nachtrag wegen

Hätte der Zufall diese Merkmale wiederholt hervorbringen können? Die Wahrscheinlichkeitstheorie beantwortet dies eindeutig mit Nein!

Kein vernünftiger Mensch redet hier von Zufall. Evolution ist das GEGENTEIL von Zufall, da nur das erfolgreich werden kann, was funktioniert. Und wie Proteine und Chromosomen auf molekularer Ebene interagieren, beruht auf simpler Physik, Chemie und Biologie. Auch dort KEIN ZUFALL.

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@TMA01
Evolution ist das GEGENTEIL von Zufall, da nur das erfolgreich werden kann, was funktioniert.

Zu welchem Zweck soll denn etwas funktionieren? Überleben und Fortpflanzen ist offenbar nicht:

Darwin ging zwar davon aus, daß die herrlichen Farben eines Schmetterlings einige evolutionäre Vorteile haben, aber der Beweis dafür ist nicht erbracht worden. Im Rahmen eines Experiments „heirateten“ die Weibchen der in Nordamerika beheimateten Art Anartia amathea ziemlich bereitwillig die Männchen, deren Flügel — normalerweise leuchtend rot und schwarz — gänzlich schwarz übermalt worden waren. Am wichtigsten scheint das Flugmuster des Männchens zu sein, seine Ausdauer und vor allem der einzigartige „Liebesstaub“.

[g93 8. 10. S. 16-18]

Wozu also diese "Verschwendung" an Energie und Ressourcen?

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@verreisterNutzer
Zu welchem Zweck soll denn etwas funktionieren?

Alberne Frage! Lebewesen sind Überlebensmaschinen für ihre Gene. Mehr Zweck ist nicht nötig.

Überleben und Fortpflanzen ist offenbar nicht:

Doch, natürlich. Aber nicht, weil das irgendwer so geplant hat, sondern weil es nun mal die unausweichliche Folge sich selbst reproduzierender Materie ist.

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@verreisterNutzer
Wozu also diese "Verschwendung" an Energie und Ressourcen?

Es dreht sich keineswegs alles nur um Partnerwerbung. Oft täuschen Tiere mit ihrem Aussehen vor, gefährlich für potenzielle Fressfeinde zu sein. Manche Raupen ähneln Schlangen, manche Schmetterlinge täuschen Raubtieraugen vor, einige Insekten ähneln gefählicheren Raubinsekten wie Wespen oder Hornissen usw. usf. Selbst Pflanzen bilden Blüten in Insektenform, um andere Insekten anzulocken.

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@TMA01

Und welche Erklärung hast du für diesen Selbsterhaltungstrieb? Ein egoistisches Gen?

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@verreisterNutzer

Nein. Dafür braucht man keine Erklärung. Es ist so offensichtlich, dass ich kaum fassen kann, dass du es nicht kapierst.

Ohne das Bestreben, Gefahren zu meiden, vorsichtig zu sein, Feinde zu erkennen und vor ihnen zu flüchten oder sie sogar anzugreifen, würden viele Lebewesen innerhalb kürzester Zeit sterben und bekämen nie die Gelegenheit, sich fortzupflanzen. Wer also keine Gene hat, die ihn überleben lassen, stirbt aus. Wer solche Gene hat, lebt länger und zeugt Nachkommen mit denselben Eigenschaften.

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@TMA01

Du meinst, die Vehikel (Lebewesen) sind nur Sklaven ihrer Gene und das eigentliche Bewusstsein steckt in den Genen?

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@verreisterNutzer

Nein, von Sklaven kann keine Rede sein. Solche Wortverdreherei ist unwürdig. Die Gene bestimmen die Embryonalentwicklung eines Lebewesens und je besser sie das machen, desto erfolgreicher ist es.

Bewusstsein hat damit überhaupt nichts zu tun. Die wenigsten Lebensformen besitzen sowas überhaupt. Kein Lebewesen BRAUCHT Bewusstsein, um zu leben und zu überleben.

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@TMA01

Schon mal etwas vom programmierten Zelltod gehört? Die Zellen begehen sozusagen Selbstmord. Ist das jetzt egoistisch oder altruistisch von der Zelle?

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@verreisterNutzer

Ernsthaft? Du willst mich doch jetzt nicht etwa fragen, wie der Programmierer heißt und in welcher Programmiersprache er arbeitet? Deine Herangehensweise ist außerordentlich unwissenschaftlich. So kommst du natürlich nie zu vernünftigen Erkenntnissen, sondern immer nur zu den Antworten, die dir dein Glaube vorschreibt. Mit mir darüber zu diskutieren, wie meilenweit du von der Wahrheit entfernt bist, weil du alles, aber auch wilrklich ALLES falsch verstehst, interpretierst und andere Leute Worte verdrehst, ist nicht zielführend.

Ist das jetzt egoistisch oder altruistisch von der Zelle?

Weder noch.

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@TMA01

Das wollte ich doch gar nicht, habe nur gefragt, ob du davon gehört hast und wie es deiner Meinung nach zu Dawkins Theorie egoistischer Gene passt?

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@verreisterNutzer

Du hast das völlig falsch verstanden, was Dawkins damit meinte. Übrigens war er von dem Titel des Buches nicht sonderlich begeistert. Der war nicht seine Idee. Die Betonung liegt nicht auf "egoistisch", sondern auf "Gen" und ist natürlich nur im übertragenen Sinne gemeint. Weder Gene noch Zellen können egoistisch sein, abgesehen von dem Umstand, dass ihre Wirkungsweise ihnen entweder direkt oder indirekt zugute kommt oder eben nicht.

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@TMA01

Direkt oder indirekt.. Damit ist wieder alles offen und wir sind am Anfang

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@verreisterNutzer

Nein. Auch hier versuchst du nur, etwas falsch zu verstehen. "Direkt" heißt, dass das jeweilige Individuum einen Vorteil hat oder nicht und daher länger lebt und sich häufiger fortpflanzt und "indirekt" heißt, dass sein Verhalten (z.B. Brutpflege) seinen Nachkommen zugute kommt, die ja ebenfalls seine Gene tragen.

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@verreisterNutzer

Nachtrag: Weitere deiner Versuche, Dinge, die du nicht verstehst, in deinem Sinne umzudeuten und von mir Erklärungen zu fordern, kannst du dir sparen. Mach dich mit der Fachliteratur vertraut.

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Ja, sowohl Augen und Ohren sind das Ergebnis eines langen Evolutionsprozesses. Gerade die Evolution der komplexen Linsenaugen über verschiedene Zwischenstufen ist gut belegt, u. a. durch den Vergleich verschiedener Augentypen bei verschiedenen Tiergruppen, angefangen von einfachen Augenflecken über primitive Grubenaugen bis hin zum Linsenauge.

Viele Wissenschaftler und Ingenieure orientieren sich an diesem "Design" und haben auch noch nichts besserer gefunden

Oh doch. Viele technologische Lösungsansätze sind sogar wesentlich besser als das originale Vorbild aus der Natur. Diese Beispiele zeigen aber gerade weil das "Original" nicht perfekt ist, dass bei seiner Entstehung die Evolution am Werk gewesen sein muss und eben kein intelligenter Designer.

Ein Beispiel: die lichtempfindlichen Zellen (Photorezeptoren) sind auf der Netzhaut des Auges sehr ungleichmäßig verteilt. Wirklich scharf sehen kann das Auge nur in einem winzig kleinen Bereich, der Fovea centralis. Das ist bei Kameras anders. Bei Digitalkameras besitzen die lichtempfindlichen Chips überall die gleiche Leistung, weshalb ein mit einer Kamera aufgenommenes Foto auch überall die gleiche Auflösung hat und nicht nur in einem winzigen Bildausschnitt eine hohe Auflösung und auf dem restlichen Foto nur eine geringe Auflösung.

Mit dem "blinden Fleck" besitzt das Auge sogar einen Bereich auf der Netzhaut, in dem es überhaupt nichts sehen kann. Dort treten die Nervenfasern des Sehnervs (N. opticus) aus der Netzhaut zum Auge hin, weshalb an dieser Stelle für Photorezeptoren kein Platz ist. Der Grund dafür ist, dass die Retina invers aufgebaut ist, d. h. die Schicht der Photorezeptoren liegt auf der lichtabgewandten Seite, über ihr liegen die nachgeschalteten Bipolarzellschicht und die Ganglienzellschicht.

Nun ist klar, weshalb das Auge aus Sicht eines Ingenieurs eine totale Fehlkonstruktion ist und daher niemals von einem intelligenten Designer erschaffen worden sein kann. Ein solcher hätte nämlich eine optimalere Lösung gefunden, bei der, wie bei einer Digitalkamera, das Auge überall die gleiche Auflösungsfähigkeit und keinen blinden Fleck hätte.
Die einzig sinnvolle Erklärung bleibt deshalb die Evolution. Schaut man sich an, wie die Augen in der Geschichte der Evolution entstanden sind, wird klar, warum das Auge all diese offensichtlichen Fehler hat. Die Inversität der Retina ergibt sich z. B. daraus, dass das Auge im Prinzip ein Teil des Gehirns ist. Aus der Gehirnanlage knospen zu Beginn zwei winzige Bläschen, die Augenbläschen hervor. Diese beginnen schließlich, sich einzustülpen (Invagination), es entsteht der Augenbecher, der nun zweischichtig wird. Durch diese Umkehrung während der Einstülpung resultiert die Inversität der Retina. Dass es übrigens anders gegangen wäre, zeigt ein anderes Beispiel: das Linsenauge der Kopffüßer (Cephalopoden) ist nämlich so, wie man es von einem intelligenten Designer erwarten würde: die Netzhaut ist evers, d. h. die Photorezeptoren befinden sich auf der lichtzugewandten Seite und daher haben die Linsenaugen der Kraken auch keinen blinden Fleck. Allerdings war auch hier kein Designer am Werk. Auch die Linsenaugen der Kopffüßer sind durch Evolution entstanden, nur auf andere Art und Weise, weshalb eine andere Konstruktion möglich war. Sie sind nämlich durch Einsenkung der Epitheloberfläche entstanden, weshalb die Schichtreihenfolge nicht umgekehrt wurde.

Das Beispiel Auge zeigt uns, dass die Evolution keineswegs die beste Lösung findet. Es ist aber egal, ob unsere Augen voller Fehler sind, denn offensichtlich funktionieren sie ja ganz gut, wir können schließlich damit hinreichend gut sehen. Entscheidend ist deshalb nicht, dass etwas optimal funktioniert, entscheidend ist, dass etwas überhaupt funktioniert und dass dieses etwas einen evolutionären Vorteil verschafft. Und "fehlerhafte Augen" sind eben immer noch besser als "gar keine Augen".

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologiestudium, Universität Leipzig

Hast du eine Frage oder willst du hier nur Unwahrheiten verbreiten? Natürlich wurden schon bessere Geräte erfunden oder entwickelt als ihre "Vorbilder" in der Natur.

Wie Augen und Ohren entstanden sind, lernt man in der Schule. Da kannst du aufpassen oder nicht und es akzeptieren oder ablehen. In keinem Fall ergibt eine Frage danach einen Sinn, es sein denn, du willst "diskutieren"..

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