Sind Anwaltskosten der Gegenseite auf mich abtragbar obwohl es keinen Gerichtlichen Prozess gab ?

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8 Antworten

Zum ersatzfähigen Schaden gehören nach § 249 BGB grundsätzlich auch die Kosten für die Beauftragung eines Anwalts, soweit dessen Beauftragung erforderlich war. Dies würde ich hier annehmen.

Solltest Du nicht zahlen wird der Anwalt diese Kosten höchstwahrscheinlich gerichtlich einklagen. Eine vernünftige Prognose zum Ausgang des Prozesses kann man hier nicht abgeben, da noch einige Infos fehlen.

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Statt die Höhe der Schadenersatzforderung zu bestreiten (3. Scheibe), hast du dir bei der Begleichung Zeit gelassen? Seltsame Taktik. So hast du es erforderlich gemacht, daß der Gegner einen Anwalt einschaltet. Ich fürchte, du wirst ihn bezahlen müssen.

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Kommt auf die genauen Umstände an. Kann schon sein, dass du zahlen musst.

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Ja, kann der.

Du hast die Forderung beglichen und damit rechtswirksam die Rechtmäßigkeit der Forderung anerkannt.

Jeder hat das Recht, sich beraten zu lassen, die Kosten zahlt dann der Urheber, also der Schuldner.

Da Du dies anerkannt hast, kann der gegnerische Anwalt auch siene Kosten Dir auferlegen.

Du hast den kleinen Fehler begangen, einfach zu zahlen. Du hättest zunächst Antworten sollen, dass Du aus Gründen, dass der Zores endlich rum ist, bereit bist, die Forderung zu begleichen - jedoch ohne Anerkennung einer Rechtspflicht hierbei. Dann hat es die Gegenseite schwer, Dir mit Zusatzkosten zu kommen. Diese kann dann nur verlangen, dass Du die Rechtspflicht ebenfalls anerkennst, dann sieht man sich vor Gericht.

So aber hast Du quasi gesagt, ja, ich wars, ich zahle, also auch die Kosten.

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Es gingen 2 Scheiben kaputt. Beon Abtransport der Gegenseite noch eine dritte. Die wurde mir ebenfalls in Rechnung gestellt. Das ist nicht fair. Dennoch habe ich bezahlt . Aber wie verhalte ich mich jetzt? Eine Mahnung kam nur per Anwalt direkt.

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Kommentar von Freak19
17.10.2016, 12:50

Du hattest höchstwahrscheinlich eine Zahlungsfrist. Wenn du z. B. bis zum 15.10.2016 nicht gezahlt hast, bist du ab dem 16.10.2016 in Verzug, d. h. du brauchst nicht einmal gemahnt werden. Daher ist das schon rechtens. Du hättest dir ebenfalls direkt bei der Rechnung einen Anwalt suchen können.

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Wie vorliegend geschildert grundsätzlich ja, weil Du Dich sehr wahrscheinlich in Verzug befunden hast (Rechtsverfolgungskosten) und zwar grundsätzlich in der Höhe in der der Anspruch bestanden hat:
http://www.iww.de/rvgprof/archiv/anwaltshonorar-die-erstattung-aussergerichtlich-angefallener-rechtsanwaltsgebuehren-f47034

Gemäss dieser hohlen Entscheidung nicht, weil ein Anwalt dessen Honorierung nur seiner Privilegierung dient rechtlich für die Durchsetzung der Interessen seines Mandanten sicherlich nicht notwendig ist:
http://blog.justizfreund.de/gemaess-richter-dr-schellen-buter-und-breitwiese-dient-die-kostenerstattungspflicht-dazu-rechtsanwaelte-fuer-eine-zweiklassenjustiz-zu-privilegieren-20-02-2014

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Aber doch verursacht oder?? Hättest du gleich bezahlt, hätte die Gegenseite keinen Druck (Anwalt) gebraucht.

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Kommentar von Hundvogel
17.10.2016, 12:15

Die Rechnung war nocht ganz rechtens. 2 Scheiben hatte ich zu verschulden. Er stellte aber 3 in Rechnung.

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Hast du schon Mahnungen erhalten?

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Kommentar von Freak19
17.10.2016, 12:03


Aber grundsätzlich bist du derjenige, der nicht gezahlt hat und sich so in Verzug befindet. Sonst hätten sie ja keinen Anwalt gebraucht, deshab ist das schon richtig so

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