Sind Amalgam-Füllungen gefährlich?

9 Antworten

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Amalgam-Füllungen sind für den Patienten unschädlich, weil das Quecksilber in dieser Verbindung fest gebunden ist.

Für die Zahnärzte (und deren Helfer(innen) ) sieht das anders aus, da sie beim Anrühren der Amalgamverbindung durchaus mit Quecksilber und Quecksilberdampf kontaminiert werden können. Das Gleiche gilt auch bei Ausbohren von Amalgam-Füllungen, da dieser Fräs- und Schleifprozess lokal recht hohe Temperaturen erzeugt und dabei die sichere Amalgambindung auftrennen kann.

Wenn solche Füllungen aufgebohrt werden müssen, wird das Quecksilber soweit ich weiß freigesetzt.

Wie das? Warum sollte sich eine Legierung, die seit Jahr und Tag eine einheitliche Phase dargestellt hat, bei einfacher mechanischer Belastung wie dem Anbohren plötzlich spontan in ihre Bestandteile zerlegen? Aus Messing wird beim Anbohren eines daraus hergestellten Werkstücks auch nicht spontan wieder Kupfer und Zink. Das angebohrte Silberamalgam bleibt Silberamalgam. Und weil es Hg enthält, wird es in den Praxen abgeschieden und sicher entsorgt (Silber recyclelt?). Eine Gesundheitsgefahr aufgrund der angeblich leichten Flüchtigkeit ist nicht zu befürchten.

Woher ich das weiß:
Studium / Ausbildung
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"In Zahnarztpraxen ist vermehrt mit einer Belastung der Raumluft durch Quecksilber zu rechnen. Die Ursache dafür liegt in den quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen. Dabei kommt es in Praxen, in denen immer noch Amalgamfüllungen gesetzt werden, beim Anrühren des Amalgam-Materiales, beim Setzen der Füllung und bei den anschließenden Polierarbeiten zum Austrag von metallischem Quecksilber. Aber auch in Zahnarztpraxen, in denen keine Amalgamfüllungen mehr verwendet werden, kommt es bei der Sanierung von alten Amalgamfüllungen zum Austrag von Quecksilber. Gerade der Bohrvorgang führt zu einer Erhitzung des Materials, was die Verdampfung von Quecksilber begünstigt. Im Zuge einer groß angelegten Studie der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) (Stand 2012) wurde für die 1980er Jahren ermittelt, dass in den Praxen, in denen mit Amalgam gearbeitet wurde, die Raumluftbelastung durch Quecksilber bei 2000 ng/m3 bis 10000 ng/mlag."

http://www.arguk.de/leistung/innenraum/Quecksilber-in-der-Raumluft-messen-und-sanieren.html

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@Philippus1990

Die müssen ja auch den Hund in der Pfanne verrückt machen, um ihre Messgeräte absetzen zu können. Und wenn ich die Einheiten noch kleiner als Nanogramm wähle, werden die Zahlen davor noch größer. Ich halte die Diskussion darüber für sehr verzichtbar. Im übrigen hat indiachinacook in Deiner anderen Quecksilberfrage sehr kompetent geantwortet. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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"Wie das? " na hör ma! Was macht denn der Doc wenn er "bohrt" Haste ma die Bohrer angesehen? Sind das Bohrer? Es wird nur gefräst und geschliffen, da kanns verdammt heiß werden, punktuell. Was macht dann das Hg? Schwitzen, oder? Es haut ab!

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@Charly7

War für " Picus48 "

gedacht, alles was da kommentiert wird, landet leider hier.

Hey GF Aufwachen!!!

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"Wie das? " na hör ma! Was macht denn der Doc wenn er "bohrt" Haste ma die Bohrer angesehen? Sind das Bohrer? Es wird nur gefräst und geschliffen, da kanns verdammt heiß werden, punktuell. Was macht dann das Hg? Schwitzen, oder? Es haut ab!

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"Wie das? " na hör ma! Was macht denn der Doc wenn er "bohrt" Haste ma die Bohrer angesehen? Sind das Bohrer? Es wird nur gefräst und geschliffen, da kanns verdammt heiß werden, punktuell. Was macht dann das Hg? Schwitzen, oder? Es haut ab!

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JA

Es kann vorkommen dass sich winzige Spuren des Quecksilbers in Amalgan freisetzt und zu teilweise schweren Vergiftungen führt. Im unbeschädigten Zustand soll Amalgan nur für Allergiker gefährlich sein.

Seit ich dritte Zähne habe und keine Amalganblomben mehr geht es mir besser. Einen direkten Zusammenhang dazu kann ich aber nicht belegen.

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Ich hab mir das Amalgam schon vor 20 Jahren komplett rausmachen lassen. Auch mir ging es danach - bis heute - gesundheitlich viel besser. Und ich bin jetzt 20 Jahre älter.....

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