Sind am Telefon abgeschlossene einseitige Verträge rechtskräftig?

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4 Antworten

Nein, das geht schon wegen des fehlenden Nachweises dieses "Vertragsabschlusses" nicht. Oder bist Du darauf hingewiesen worden, dass das Gespräch aufgezeichnet wird?
Ein Aufzeichnen ohne entsprechenden Hinweis und Deine Zustimmung wäre rechtswidrig.
Selbst wenn das alles seine Richtigkeit hätte, schätze ich, hat dieses Geschäft einen Charakter wie ein Haustürgeschäft und Du hättest ein Widerrufsrecht von einer Woche (oder sogar zwei).
Gruß wiele

Uups! Es scheint mit dem Widerrufsrecht nicht ganz so günstig zu sein, wie ich dachte.
Allerdings muss Dir nachgewiesen werden, dass Du dem Vertrag zugestimmt hast, falls Du dies bestreitest.
Hier ist ein Beispiel für ein Abonnement-Vertrag:
http://www.nvzmv.de/Presse/2005/802005.htm
Gruß wiele

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Hier ist noch eine interessante Diskussion zum Thema:
http://forum.jurathek.de/showthread.php?t=14968
Gruß wiele

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was Recht ist entscheidet immer ein Richter ... und das ist meist recht willkürlich. Sonst müßte man nicht durch mehrere Instanzen gehen, bei denen jeder Richter etwas anderes enscheidet

Ich weiß nur, dass Telefonwerbung grundsätzlich verboten ist. Also denke ich, dass daraus resultierende Verträge auch nicht rechtsgültig sind. Uns hatte unwissentlich die Telekom am Telefon mal eine Homepage angedreht.Daraufhin habe ich dort angerufen u.bin dann problemlos aus dem Vertrag herausgekommen,auch bereits gezahltes Geld wurde erstattet. Notfalls mußt du vielleicht einen Rechtsanwalt einschalten.

bei seriösen Firmen geht das auch womöglich noch ohne größere Anstrengung. Bei weniger seriösen ist es aber immer so, daß die die schriftliche Bestätigung erst nach Ende der Widerrufsmöglichkeit verschickt werden, so daß man es gar nicht weiß, daß man überhaupt einen Vertrag abgeschlossen hätte. Ein telefonischer Vertrag ist prinzipiell gültig

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Telefonischer Vertragsabschluss ist gültig. Aber auch, wenn derartige Anrufe unzulässig sind, die am Telefon geschlossene Verträge sind erst einmal gültig. Ist das Kind in den Brunnen gefallen, kann man sich aber trotzdem unter bestimmten Bedingungen vom Vertrag lösen. Denn für solche Verträge sieht das Gesetz ein Wiederrufsrecht von 14 Tagen für den Verbraucher vor.

Das mit dem Widerrufsrecht hatte ich auch erst gedacht, scheint sich aber nur auf Verträge bzgl Beträge von über 200€ zu beziehen!
Gruß wiele

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@wiele

das mit der 200-Euro-Grenze hat einmal ein einzelner Richter so entschieden, der wohl genug Geld verdient und der meinte das ein Zeitschriftenabbo für weniger als 200 Euro ja kein Geld wäre... Wenn ich wüßte wo der Richter wohnt würde ich dem gerne mal 1000 Zeitschriftenabbos am Telefon verkaufen ohne, daß der zustimmt. Ich wette, daß der bei seinem eigenen Prozess sicher eine andere Meinung darüber hätte

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gute Antwort, so stimmt es!

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