Sind als antibakteriell deklarierte Shirts schädlich für die Haut?

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5 Antworten

Antibakterielle Kleidung ist dauerhaft silberummantelte Mikrofasern. Die freigesetzten Silberionen sind positiv geladen. Sie absorbieren die Keime, die eine elektronegative Ladung tragen. Die Reaktion mit dem Protein des Keims führt dazu, dass dieser abgetötet wird. Das Silber wird beim Waschen auch nicht aus den Fasern herausgelöst. Es sind also keine chemischen Zusätze sondern eine physikalische Reaktion.
Diese Art Stoffe soll angeblich Leuten helfen, die an Neurodermitis, Schuppenflechten oder ähnlichen Krankheiten leiden.
Ob man mit diese Kleidung allein wegen dem Schweißgeruch tragen sollte, ist zweifelhaft. Höchstens an Problemzonen, wie Füßen stelle ich mir das sinnvoll vor. Ansonsten hat Josef recht wenn er sagt, daß damit auch nützliche Bakterien die für die Haut notwendig sind abgetötet werden können.

Es kommt entscheidend darauf an, womit die Kleidung imprägniert wurde.

Feine Silberfäden halte ich für unbedenklich, falls keine Silberallergie besteht. Silber wirkt auch in Spuren antibakteriell. In der Homöopathie wirkt Silber als Gegenpol zum Blei, kann also bei Bleibelastung sogar entgiftend wirken.

Bedenklich ist das aus den USA importierte "Sanitized"-Verfahren, bei dem quecksilberorganische Verbindungen auf die Faser aufgebracht werden. Diese Quecksilberverbindungen dringen vom Stoff in die Haut ein und können schwere toxische Wirkungen hervorrufen.

Auch Tributylzinn (TBT) kommt immer noch in Baumwolltextilien, besonders aus Indien oder den Ländern Südost-Asiens zur Anwendung. Es ist auch in Spuren hochgradig toxisch.

Man sollte sich genaue Informationen verschaffen, welche antibakterielle Behandlung angewendet wurde.

Mismid schrieb jetzt schon, wie es wirkt. Auch, wenn damit schädliche Chemikalien wegfallen, wird auf Dauer der Säuremantel der Haut beeinträchtigt. Die ganz natürlichen Reaktionen zwischen Haut und Umwelt fallen weg. Wer also weder Verbrennungen noch chronische Hautentzündungen hat, die möglichst ohne weitere Infektion verheilen sollen, sollte diese Kleidung meiden. Zuviel Hygiene - das wissen wir heute eigentlich schon - kann eben auch schädlich sein. Es gibt mittlerweile schon mehr und mehr Ärzte, die sogar raten, weitgehend auf Seife zu verzichten, weil diese den Säuremantel der Haut zerstört und uns immer empfindlicher macht. Warum also noch mehr Sterilität? Da will bloß jemand mit einer neuen Idee ordentlich Geld machen.

Normalerweise riecht frischer Schweiß nicht. Der Geruch entsteht erst, wenn der Schweiß älter ist. Erst Hautbakterien, die sich von ihm sowie von Hautschüppchen ernähren, machen aus der geruchlosen Flüssigkeit den typischen unangenehmen Schweißgeruch. Hier gibt es Tipps gegen Schweißgeruch: http://www.wellness-gesund.info/Artikel/13162.html

Alles was mit der Haut in Berührung kommt,
ist nach wenigen Stunden im Blut nachweisbar.
Antibakteriell heißt, es zerstört Bakterien, Viren, ...
kann aber keinen Unterschied zwischen gut und böse machen,
also zerstört es auch die Guten, die wir aber ungedingt zum Leben brauchen.
(Im ganzen Körper, nicht nur auf der Haut)
Schweiss riecht meist auch unangenehm, wenn man stark übersäuert ist,
z.B. durch Stress, Elektrosmog, Umweltbelastungen, Fast Food (fast eine Essen),
schlechten oder viel zu wenig Schlaf.
Also ich würde keine solchen Shirts tragen.
LG Josef

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