Sind alle moleküle zwangsläufig eine Säure oder eine base(Chemie)?

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4 Antworten

Eine Brönsted-Säure_Base (die wohl hier gemeint sind), muß entweder Protonen liefern können (an Wasser) oder welche aufnehmen (von Wasser)

1) Säure: hat entweder polar gebundene oder polarisierbare H´s selber z.B. H2SO4 oder HCl  oder liefert sie auf Umwegen wie Fe+++ oder Al+++ Salze. Selbst reine Kohlenwasserstoffe können (schwach) sauer sein: Ethin.

2) Basen müssen freie Elektronenpaare haben, das ist notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung.
Bsp. Base: NH3, OH- O--
keine Base Na+ (hat unter der Valenzschale jede Menge freier Paare.

3) Viele Stoffe mit beiden Eigenschafte (H und freie Paare) sind beides=Ampholyte z.B. Wasser (Autoprotolyse d.h. zugleich S/B) oder NH3 oder Essigsäure oder...

4) Wählt man ein anderes Bezugssystem (z.B. Ammoniak statt Wasser wie die Chemiker auf Jupiter), dann verschiebt sich der Begriff: dort steht auf Wasserflaschen: Vorsicht! Säure!

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Hallo,
meine Ansichtsweise folgt:
Säuren sind nur Moleküle,die ein H-Atom haben (Das geben sie ja ab)
Ich würde sagen ,dass Basen alle Moleküle sind ,die Elektronegativitätsunterschiede aufweisen,da dann eine negative Partialladung vorhanden ist,die das H+ anzieht.Das Atom am neg.Pol muss mindestens ein freies Elektronenpaar haben und das Gesamtmolekül darf nicht positiv geladen sein wie H3O+ .Keine Basen sind zum Beispiel H2 oder O2 ,da sich keine Pole ausbilden.Stoffe die ein H inne haben sind zwangsläufig auch Basen da,sie eine gewisse Polarität besitzen.Als Beispiel nenne ich hier Wasser.
Viele Grüsse und viel Erfolg/Freude beim Studieren der wundervollen Welt der Chemie
Germán

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Kommentar von Promised111
05.11.2016, 20:39

Danke für die hilfreiche Antwort :)
Generell gibt es doch auch nur entweder eine s-b Reaktion oder eine redoxreaktion oder ?
Ps: ich studiere Medizin und hab Chemie nur als Nebenfach

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Kommentar von GermanCastilloo
05.11.2016, 20:48

Gut,dass ich Ihnen helfen konnte.Ich würde sagen,dass Säure-Basen-Reaktionen auch als RedOxReaktionen anzusehen sind.Bei der Reaktion von HCl mit H2O wird das Cl ja zu Cl- und wird sozusagen reduziert.Das H2O wird zu H3O+ wobei das O oxidiert.Dazu ist noch zusagen,dass Cl bereits durch die Reaktion mit H reduziert worden ist,da es durch die EN-Differenz eine neg.Teilladung annahm.
P.S.:Ich bin noch gar nicht Student 🤓 Ich will auch nach dem Abitur Medizin studieren :)

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Kommentar von PWolff
05.11.2016, 20:53

Allerdings sind Alkene und Alkine so schwache Basen, dass man in der Schule und in Chemieübungen für Nichtchemiker besser "weder-noch" sagt.

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Kommentar von GermanCastilloo
05.11.2016, 20:56

Ja das stimmt :) Ein H2 währe auch temporär poral,da die Bindungselektronen diffundieren,also könnte es eine temporäre Säure/Baseeigenschaft ausbilden,v.a. wenn die Brownsche Bewegung gegen 0 geht.
Jedoch ist mir durchaus bewusst,dass in der Schulchemie nur grundlegende Basics vermittelt werden :-)
Germán

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Kommentar von Promised111
05.11.2016, 21:05

Haha Achso viel Glück das das mit dem Studium klappt.

Bin gerade darauf gestoßen dass SO3+H2O-> H2SO4 (Schwefelsäure) ergibt. Ich frag mich wie man auf das Ergebnis kommt ? Es reagieren ja zwei moleküle miteinander die zu einem werden. Säuren und basen sind das nicht oder ?

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Kommentar von GermanCastilloo
05.11.2016, 21:13

Genau auf den Sachverhalt bezogen kann ich das nicht sagen aber ich kann hier einen Beweis anführen:Bei einer Säure-Base-Reaktion wird die Säure immer ,,negativer" (z.B. aus H3PO4 wird H2PO4- , HPO4 2- und PO4 3-) und die Base immer positiver (NH3 wird zu NH4 +)Am Ende hat man also zwei versch.geladene Moleküle aber immer noch nicht eins .Es kann aber passieren dass z.B. NH4 + und H2PO4- ein Salz binden.
Zum Beispiel Ihrer Frage:Das ist meines Wissens nach keine S-B-Reaktion sondern eine normale Synthese die dann zur Schwefelsäure als Produkt führt.

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Kommentar von Promised111
05.11.2016, 21:41

Danke für die Antwort

Kannst du mir hier auch weiterhelfen: was passiert wenn man zu einer gesättigten bariumsulfatlösung etwas Schwefelsäure bzw. bariumnitrat geben würde ?

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Kommentar von GermanCastilloo
06.11.2016, 09:17

Hallo,
ich versuche mal eine Antwort zu finden:
Bariumsulfat ist  meines Wissens ein Salz bestehend aus Ba 2+ Kationen und SO4 2- Anionen .In diesem Fall hier ist es ja eine Lösung,also die Ionen liegen frei vor. Wenn man es mit Schwefelsäure reagieren lässt ,könnte ich mir vorstellen,dass das H2SO4 als zweiprotonige Säure reagiert und seine beiden Protonen an das SO4 2- Anion übergibt,welches dann als Base wirkt.Das ursprüngliche Sulfat Anion wurde also zu H2SO4 und die ursprüngliche Schwefesäure zu einem Sulfat Anion.Die Ba 2+ Kationen könnten jetzt mit den  ,,neuen'' Sulfat Anionen Salze bilden.Am Ende hat sich nichts an dem Produkt geändert.
Wenn Bariumsulfat und Bariumnitrat in einer Lösung liegen,würde ich sagen,dass Ba 2+ Kationen und SO4 2- oder Ba 2+ Kationen und NO3 - Anionen ,,neue'' Salze bilden.
Ich hoffe ich konnte helfen :)
Germán

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Nein. Eine Bronsted-Säure (Protonen-Donatoren) definiert sich durch die Fähigkeit, ein Proton bzw. Wasserstoffkern an eine Base (Protonen-Akzeptoren) übertragen zu können.

Demgegenüber gibt es noch zahlreiche Stoffe, die diese Eigenschaft nicht teilen. (Salze, Metall- u. kovalente Bindungen...)

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Kommentar von GermanCastilloo
05.11.2016, 20:38

Der Fragesteller hat nach Molekülen gefragt.Schauen Sie sich bitte meine Antwort an,dann können Sie mir sagen,ob ich richtig liege mit meinen Annahmen :-)

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Nein, nimm doch das einfache Beispiel von Wasser, das ist neutral.

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Kommentar von Promised111
05.11.2016, 20:16

Du hast wohl noch weniger Ahnung als ich, Wasser ist ein ampholyt, kann sowohl Säure als auch base sein

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