Sind Alg1-Empfänger eigentlich besser gestellt als Alg2-Empfänger?

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Gibt es !

Man kann aber schon anhand des vorherigen Einkommens,welches zur Leistungsberechnung heran gezogen wurde,ein Beschäftigungsangebot ohne Sperre ablehnen.

Dazu muss das voraussichtliche Bruttoeinkommen in den ersten 3 Monaten nur mehr als 20 % unter dem vorherigen liegen und ab dem 3 - 6 Monat mehr als 30 %.

Ab dem 7 Monat müsste dann jede zumutbare Beschäftigung angenommen werden,wenn das zu erzielende Nettoeinkommen nach Abzug der Aufwendungen für die Beschäftigung,die Höhe des ALG - 1 erreicht.

Man kann auch so ablehnen,aber ohne wichtigen Grund gibt es da in den ersten beiden Ablehnungen jeweils eine Sperre von 3 Wochen,bei der dritten Ablehnung ohne wichtigen Grund sind es dann 12 Wochen Sperre.

Wenn man dann durch andere Fehlverhalten noch weitere Sperren dazu bekommt und insgesamt 21 Wochen erreicht hat,dann entfällt der komplette ALG - 1 Anspruch.

Beim ALG - 2 gibt es in der Regel gleich eine 100 % Sanktion,wenn man unter 25 ist,dann könnten ggf. Leistungen für die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung,direkt an den Vermieter überwiesen werden.

Das ganze dann für 3 Monate,ist man min. 25,dann wird in der Regel 30 % der Regelleistung sanktioniert,also bei einem Single z. B. von 399 € Regelsatz,diese 30 %.

Auch hier wird addiert,wenn die Verfehlungen innerhalb 1 Jahres auftreten,kann dann auch zu einem kompletten Anspruchsverlust kommen,dann kann man ggf. Lebensmittelgutscheine beantragen.

ALG I und ALG II sind grundsätzlich verschiedene Dinge. 

Die Berechnungsgrundlage für ALG I ist das vorherige Einkommen. Für ALG II ist es die Bedürftigkeit. 

ALG I ist eine Versicherungsleistung, die aus Beiträgen finanziert wird. ALG II ist eine Sozialleistung, die aus Steuergeldern finanziert wird. 

ALG I kann deutlich höher ausfallen als ALG II. 

Auch muss bei Bezug von ALG I nicht jede Beschäftigung angenommen werden, um Sanktionen zu vermeiden. 

Teilzeitstudium und Minijob?

Mein Arbeitsverhältnis endet zum im Mai. Ich habe ALG1 Anspruch.

Im März diesen Jahres habe ich ein Fern/Teilzeitstudium angefangen.

Mein Anspruch zum Existenzminimum beträgt ca.869 Euro ( KDU+Hilfe zum Lebensunterhalt).

Mein ALG1 würde ca. 700 Euro betragen. Somit ergibt dies eine Differenz von ca. 170 Euro.

Ich weiß, dass ich das ALG1 aufstocken kann. Leider gibt es da einige Hürden ( Ablehnung des BAföG - Antrags) welcher durch ein Teilzeitstudium und meinem Alter von über 35 Jahren im Prinzip abgelehnt werden müsste.

Gemäß § 2 Abs. 5 BaföG wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn die Teilnahme an dem Lehrgang die Arbeitskraft des Auszubildenden voll in Anspruch nimmt.

Da dieses Teilzeitstudium nicht grundsätzlich förderungsfähig ist (nur 9h in der Woche), wäre somit ein ALG II - Anspruch auch nicht nach § 7 Abs. 5 SGB II ausgeschlossen oder fasse ich das falsch auf?

Ich habe desweiteren vor, einen " Mini-Job" ( 450 Euro bei max.14,9h in der Woche) aufzunehmen. 

Somit wäre aber mein ALG1 Anspruch erloschen, da ich ausgehend vom Teilzeitstudium ca. 9 Stunden in der Woche aufbringe und zusätzlich einer Beschäftigung von 14h nachgehe und ich folglich über die 15h in der Woche komme.. 

Falle ich in der Konstellation nur in das ALG2 und werden mir dann bei einem "Mini-Job" die möglichen Freibeträge ermöglicht oder bekäme ich durch den erloschenen ALG1 Anspruch auch kein ALG2?

Zum Bespiel: ALG2 Anspruch= 869 Euro + 450 Euro aus dem Minijob

somit Wären 170 Euro( 100€ Frei + 20% von 350€) welche zu meinen 869 Euro hinzuverdienen könnte.

Käme ich auf 1039 Euro.

Sind meine Gedankengänge und "Berechnungen" korrekt oder bin ich auf dem Holzweg?

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Alg2 kann ich dagegen vorgehen?Es wäre dringend?

Mein Freund hat letztes Jahr im September ALG1 beantragt. Dann war der Antrag angeblich verloren gegangen und er hat einem neuen im Januar gestellt. Danach ist der Antrag vom September wirder aufgetaucht und angeblich der vom Januar sei weg. Im System der Agentur für Arbeit wurde hinterlegt das die Zweitschrift angeblich erst im April abgegeben worden sei und dann noch Unterlagen fehlten. Der Bescheid wurde bewilligt vom 22.09.17-12.02.18. Ich finde es erstmal eine Frechheit dass das über 8 Monate gedauert hat. Jetzt habe ich meinen Job verloren und wir mussten ALG 2 ab dem 01.05.18 beantragen. Das Geld vom ALG1 wurde allerdings erst jetzt überwiesen. Der Bescheid lautet vom ALG 2 nach dem Zuflussprinzip müssten Sie es das ALG 1 an das ALG2 anrechen. Das heißt unterm Strich und bleiben 500€ die wir bekommen aber die Miete beträgt alleine schon 415€. Das ALG1 haben wir dazu genutzt die Schulden zu bezahlen die wir annehmen mussten da der Bescheid so lange gedauert hat. Dürfen die das oder kann ich dagegen vorgehen? Was kann ich jetzt dagegen tun?

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Hallo,

Mittlerweile hab ich keine Ahnung wie ich mich noch verhalten soll. Ich bin Ende 2013 leider Arbeitslos/Arbeitssuchend geworden. Habe auch brav alles gemeldet und entsprechende Anträge (ALG1 und ALG2) ausgefüllt und abgegeben.

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Entsprechend wieder bei der BAFA gemeldet und gleiches spiel wie oben.

Ich habe zwar Geduld, aber hier geht es um eine Leistung die mir zusteht und die Bearbeitung ist schon lange überfällig.

Was kann/sollte man hier am besten machen? Sozialgericht einsetzen oder Gerichtsvollzieher . -Ist in Leipzig auch schon vorgekommen

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Alle Seiten Haben jetzt nochmal mächtig Druck.

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