Sind ADHS Tabletten auf die Zeit schädlich?

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8 Antworten

  1. Welches ADHS-Medikament? ich nehme mal an Methylphenidat aber es gibt ja noch ein paar mehr. Deswegen ist das eigentlich eine Frage für den Arzt.

  2. Normalerweise sind die nicht auf Zeit schädlich. In der Regel treten bei korrekter Dosierung auch nach längere Zeit keine neuen Nebenwirkungen auf. Die Leute tendieren auch dazu, Verschlimmerungen oder Veränderungen in der Krankheit auf die Medikamente zu schieben. ABER: Die Dosierung muss regelmäßig angepasst werden. Manche, die von plötzlichen Nebenwirkungen berichten, haben einfach verschnarcht die Dosis zu senken (!). Deswegen: Mindestens 1x Jährlich Aussetzversuch und neu dosieren. Steht aber auch im Waschzettel. (Ich hab gerade meine Dosis etwas gesenkt :) )

  3. Medikation ist nur sinnvoll mit eine Psychotherapie. Ich hoffe mal die machst du?

Guten Abend stefanaac,mein Sohn hatte etwa 7Jahre hintereinander erst RITALIN,dann Medikinet,und zum Schluß Ritalin-Retard genommen,zuletzt bekam er Krämpfe in Armen und Beinen und auch sogenannte Tics.Sodass wir die medikament.Behandlung abbrechen mußten.Bis auf die Ferienzeiten hatte es mein Sohn immer genommen. Lieben Gruß Perfetto

Ich nehme schon seit 4 Jahren ADHS Medikamente , nun wollte ich fragen ob dass irgendwie schädlich ist auf die zeit `?

Und wie immer gilt Paracelsus:

"Die Dosis macht's!"

Ebenso kommt es auf das Medikament an und vor allem auf den Alltag und wie du dein AD(H)S in den Griff bekommst.

Nichts ist "sinnloser" als Medikamente nehmen ohne auf eine Verbesserung hinzuarbeiten, das gilt für alle Medikamente...

Das solltest du mit deinem Arzt bereden!

Bekannte Nebenwirkungen die über Langzeitbehandlung auftreten sind z.B. bei MPH eine Wachstumsverzögerung, wobei jedoch die "verlorenen" cm nach dem Absetzen "nachgeholt" werden.

Ebenso sind Absetzsymptome (z.B. Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, nach so einer langer Zeit mehr als wahrscheinlich...

Ich habs lange genommen und fühl mich prima. Jedenfalls besser als vorher. Besonders beim Autofahren merkt man den Unterschied.

Da ADHS keine mit Medikamenten behandelbare körperliche Krankheit, sondern lediglich eine therapierbare Verhaltenstörung ist, sind die Medikamente, wenn nicht sogar für Deinen Organismus, dann doch zumindest für den Kostenaufwand der Krankenkasse schädlich.

stefanaac 26.08.2012, 15:52

Danke für deine hilfreiche Antwort

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stefanaac 26.08.2012, 15:52

Danke für deine hilfreiche Antwort

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Bruenette1966 26.08.2012, 17:29

@Frau Fred: Verstehe mich nicht falsch, ich gebe meinem "ADSler" auch keine Medis, da ich für ihn lieber eine Heilung anstatt einer Unterdrückung mit Folgen hätte.

Leider hat bei meinem Sohn eine Verhaltenstherapie aber keine Wirkung gezeigt. Kennst Du (aus Erfahrung) eine, die geholfen hat?

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o0Alea0o 26.08.2012, 18:54
@Bruenette1966

Die Antwort ist völlig pauschalisiert.

AD(H)S wird nicht durch Medikamente unterdrückt oder sind nicht nötig. (Da könnte man auch gleich sagen, dass Insulin bei Diabetis Typ I nicht unbedingt nötig ist. Es ist auch möglich zu leben ohne Insulin zu nehmen... - wenn auch völlig unmenschlich schwer)

Die Medikamente sind nur dafür da zu helfen besser mit dem AD(H)S klar zu kommen bzw. damit eine längerfristige Therapie überhaupt Erfolg zeigen kann!

Wenn man auf Medikamente verzichtet, die jedoch eigentlich dafür nötig sind, dann funktioniert logischerweise auch keine Therapie. Das gilt für alles in der Medizin!

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o0Alea0o 26.08.2012, 18:59

Da ADHS keine mit Medikamenten behandelbare körperliche Krankheit, sondern lediglich eine therapierbare Verhaltenstörung ist, sind die Medikamente [...] schädlich.

Was soll denn das für eine völlig aus der Luft gegriffene völlig unlogische Aussage sein?

Nur weil eine "Störung" oder Krankheit nicht körperlich erkennbar ist, heißt das noch lange nicht, das Medikamente automatisch schädlich sind.

Genauso können Medikamente, die mehr auf den Körper wirken als auf die Psyche, schädlicher sein als Psycho-Medikamente.

Genauso hätte deine Antwort auch heißen können:

Da Depressionen keine mit Medikamenten behandelbare körperliche Krankheit, sondern lediglich eine therapierbare Verhaltenstörung ist, sind die Medikamente [...] schädlich.

Was erst recht vollkommender Unsinn wäre.

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FrauFred 26.08.2012, 19:20
@o0Alea0o

Es liegt anscheinend in der Natur der Sache, daß Betroffene bei diesem Thema immer gleich ausrasten.

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Bruenette1966 26.08.2012, 20:51
@FrauFred

trotzdem hätte ich gern gewusst, welche verhaltenstherapeutische Maßnahmen bei ADS hilfreich sind.

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martinpalatina 27.08.2012, 09:26
@FrauFred

Ist auch schwer verständlich bei dem Thema FauFred, oder? Vor allem weil sich eine Vielzahl von Leuten berufen fühlt alles über ADHS zu wissen und dabei keine Ahnung hat, weder als Betroffene noch von medizinischer Seite. Für die ist dann klar: Modediagnose, schlechte Erziehung, mieser Charakter (verklausuliert als "lediglich eine therapierbare Verhaltenstörung").Danke. Man muss nur in die Zeitungen der vergangene paar Monate gucken oder mal googlen. Die Ergebnisse tuen weh, von dem FAZ-Feldzug gegen Betroffene bis zu dummschwurbelnden "Philosophen".

Sie gehören leider auch zu der Truppe.

Dass da die Impulsivität durchgeht dürfe ja wohl klar sein.

ADHS ist organisch angelegt, wird aber durch die Umwelt beeinflusst, das ist inzwischen Konsens bei Wissenschaftlern: http://www.zentrales-adhs-netz.de/uploads/media/Fehlinformationen_der_Presse_zur_ADHS_Mrz_01.pdf Auch wenn es eine verblüffend starke Allianz aus Heilpraktikern, Erzieherinnen, "Hirnforschern" und Journalisten gibt die Blech reden und das nicht glauben wollen.

Die Medikamente helfen und sind ein wertvolles Mittel aber vor allem sorgen sie dafür dass die Therapien greifen. Die Verhaltenstherapie ihrerseits kann ADHS, wie die Medikamente auch, nie "heilen". ABER man kann prima lernen damit umzugehen und klarzukommen.

Also: Die Medikamente bremsen einen Teil der Symptome (wie Impulsivität, Hibbeligkeit, Fokussierungsstörungen aber kaum Einfluss auf die Belohnungssystem-Problematik etc.) und sorgen dafür dass die Therapie greifen kann.

Die Therapie versetzt einen in die Lage mit den Symptomen umzugehen (gut bei Stressbewältigung, Zeitmanagement, etc. aber nur wenig Einfluss auf Hibbeligkeit, Fokussteuerung usw.).

"Heilung" gibt es nicht. Aber Hilfe.

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früher litt man unter ungezogenen rotzbängeln heute 'leiden' die besagten unter "ADHS"!

früher gabs schläge und heute gibt es pillen dafür - pah!

Da solltest du mal deinen Arzt befragen.

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