Sind ADAC Reifen Tests repräsentativ?

8 Antworten

ich schließe mich Zottellohr an, der Test selber ist nicht schlecht um Anhaltspunkte für eine Laien zu schaffen. Allerdings werden ja die Reifen auf einem bestimmten KFZ getestet und unter bestimmten Vorraussetzungen. In verschiedenen Test von verschieden Fachzeitschriften kann es zu erheblich Abweichungen kommen. Also such für dich die wichtigen Kriterien heraus und lass dich vom Fachhandel beraten. Der hilft Dir weiter und geht im Regelfall auf deine Bedürnisse ein.

Ich glaube das nicht. Wir vetreiben einen auf dem deutschen Markt neuen Reifen namens Petlas. Wir haben den Reifen von einem Formel 1 Fahrer testen lassen der ihm exzellente Noten gab. Aber jeder Versuch diesen Reifen bei ADAC oder Stiftung Warentest in den Test zu bekommen schlug fehl. Erst nach Marktdurchdringung würde man diesen Hersteller eventuell testen. Dienst am Verbraucher ist das zumindest nicht, denn Petlas ist deutlich günstiger als andere Premiummarken. Beide Institute verweigern die Auskunft. Auf eigene Kosten kann man eigene Produkte mittesten lassen, dass Ergebnis wird aber nicht veröffentlich und darf nicht publiziert werden. Interpretationen belassen wir beim Leser.

Ich komme aus dem Reifenhandel und beobachte diese Test schon seit Jahren. Die Grundaussage der Tests ist o.k., allerdings muss man beachten, dass die Reifen jeweils auf einem Fahrzeug unter vorgegebenen Bedingungen getestet wurden. Eine Übertragbarkeit auf das eigene Fahrzeug ist nur mit Abstrichen möglich. Zudem sind viele Testkriterien eher subjektiv, können also beeinflusst werden. Da die Ergebnisse der Markenreifen fast immer dicht beieinander liegen, kommt manchmal die Meinung auf, dass derjenige, der gut im Magazin wirbt bevorzugt wird. Denn als Branchenkenner würde ich den Michelin als Technologieführer immer vorn erwarten, dass ist aber nicht immer so. Mit den 5-6 Markenreifen, die im Test vorn liegen kann man aber grundsätzlich nichts falsch machen.

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