Sind 2500mg Quetiapin tödlich? Bzw. 2,5 g?

6 Antworten

Niemals. :-) Ich hatte 900 mg Tagesdosierung und bin damit arbeiten gegangen. Dosierungen bis 1,2 gr gelten im ambulanten Bereich noch als absolut sicher. Unter klinischen Bedingungen und in akuten Fällen wird auch bis 16oo mg(*) und in Richtung 2gr dosiert, dann aber meist unter anticholinergem Schutz. ((*)Quelle: Das Quetiapin-Dossier, Leweke und Klosterkötter, Quetiapin in der Behandlung der akuten Schizophrenie).

Quetiapin gilt auch deshalb als sicheres Präparat, weil es nahezu unmöglch ist, sich damit um die Ecke zu bringen. Weswegen es keineswegs unüblich ist, Quetiapin in 1ooer Packungen mit bis zu 3oo mg Wirkstoff pro Tablette zu verordnen, bzw, an die Patienten auszugeben.

Die höchste bislang überlebte Menge lag bei 3oo gr. Ein besonders findungsreicher Geist, versuchte wirklich ganz auf Nummer sicher zu gehen und schluckte 1ooo gehortete 3oo mg Tabletten + ohne Erfolg.

Währenddessen ein so harmlos anmutendes und rezepfrei erhältliches Kopfschmerz- und Fiebersenkungsmittel wie Paracetamol, bereits bei zwei Packungen (2 x 20 St. a 500 mg) tödlich wirkt. (Quelle:wiki) Weswegen davon auch nur noch eine Packung a 20 St. auf einmal verkauft werden darf. 

Da fällt mir gerade auf, dass Deine Dosierung mit den 50 mg eine Schizophrenie ausschließen  würde. Wahrscheinlich bekommst Du das Präparat als Schlafanstoß. Und empfindest 50 mg als bereits etrem müde machend. Und denkst Dir nun, wie schlimm dies erst bei 2,5 gr sein würde.

Doch dies ist ein falscher Denkweg. Seroquel wirkt nur in niedrigen Dosierungen (unter 3oo mg) wirklich müdemachend; ab dann setzt langsam die antipsychotische Wirkung ein, die zwar ebenfalls einen dämpfenden, abschottenden Charakter hat, aber keinen schlafanstoßenden. Oder anders ausgedrückt: 1oo mg Seroquel machen müder als 1ooo mg.

Jeder verarbeitet es anderes,

Ich verarbeite mit Medikinet 80mg dazu Quetiapin 400mg mit Psychologen und Psychiater um die Angst und Unruhe zu beseitigen und Ich habe eine innerliche ruhe als vorher und Ich kann besser schlafen Ich kann besser Konzentrieren und Bewahre immer die Fassung und bin bewusster mit Menschen um zu gehen ruhig und besonnen Arbeiten.

MfG. Micha

P.S. Vorher WAR Ich zu hektisch und unruhig, nervig, eine innere Unruhe, könnte Tage oder manchmal gar nicht schlafen oder Albtraume o.ä.

@ Orange1311

z.B. Ich bekomme meine Quetiapin 400mg immer voraus vom Psychiater sowie die 50mg. jetzt z.b habe Ich zu viele davon zu Hause ca. 1.250 Retardtabletten das sind ca. 175.050mg 
Bekomme entweder 100er Packung oder auch die 150er Packung 

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Hier wäre zu fragen, welcher Arzt denn auf eine solche Schwachsinnsdosierung gekommen ist?

Die Dosierung wäre überhaupt nur gerechtfertig bei einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis. Gegen diese Möglichkeit spricht aber die relativ geringe Quetiapin Dosierung von 4oo mg. Viel zu hoch, egal bei welchelm Krankheitsbild, ist dagen die Medikinet 80 mg Dosierung, was technisch ausgedrückt 2 x 4o mg Methylphenidat (Mph) entspricht.

Mph wirkt als Dopamin/Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, wodurch die Konzentration dieser beiden Botenstoffe erhöht wird. Quetiapin dagegen ist ein Dopamin-D2-Antagonist, d.h. er bewirkt eine Verringerung der Dopaminkonzentration. Auf deutsch ausgedrückt: die beiden Medikamente heben sich in ihrer Wirkung gegenseitig auf oder banal gesprochen: Medikinet stimuliert, Quetiapin dämpft. Für den Körper ist es also so, als würde in ihm das Gas- und Bremspedal gleichzeitig getreten werden.

Halbwegs einen Sinn würde die Sache nur ergeben, wenn die beiden Substanzen getrennt und nicht zusammen eingenommen würden; also 8o mg Medikinet am Morgen und 4oo mg Seroquel zur Nacht.

Aber auch bei dieser Betrachtungsweise erscheinen die beiden Einzeldosen als zu hoch. Ich denke die relativ hohe Dosierung von Medikinet ist ja gerade eben auf die dopaminantagonistische Wirkung von Quetiapin zurückzuführen.

Als völlig rätselhaft dagegen erscheint die Dosierung von 4oo mg Quetiapin. Zur Behandlung einer Psychose ist die Dosierung viel zu gering, zur Behandlung einer Schlafstörung (25 - 200 mg) wieder viel zu hoch. (Ich verwende bspw. 4o mg Medikinet und 1oo mg Quetiapin).

Eine Möglichkeit, wie die ganze Sache noch einen Restsinn machen könnte, wäre, wenn es sich bei den 4oo mg um retardiertes Quetiapin (=verzögerte Wirkstoffreisetzung; Handelsname Seroquel prolong) handelte; aber auch dann wäre die Dosierung etwas zu hoch gegriffen... Mir ist allerdings bekannt, dass es Psychiater gibt, die diese vegleichsweise hohen Dosierungen vorzüglich bei Angststörungen bedenkenlos einsetzen. Bildlich gesprochen ist dies ungefähr so, als wollte man einen harmlosen Kopfschmerz mit einer Vollnarkose behandeln.



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@Eiselein

Das Wichtigste überhaupt in diesem Fall habe ich vergessen und das wäre eine Abklärung auf eine vorliegende ADHS.

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