Sind 1500€ monatlich für eine 1-Zimmer-Wohnung in München zu viel?

15 Antworten

Selbst wenn das in München je nach Lage marktüblich ist: Das ist für eine 1-Zimmer-Wohnung einfach obszön!

Und das sage ich als Immobilienmakler!

Momentan haben wir weniger damit zu kämpfen, für eine Wohnung oder ein Haus Käufer zu finden, sondern mehr damit, verkaufswilligen Eigentümern schonend beizubringen, dass ihre Preisvorstellungen einfach überhöht sind. Da erwarten Leute für ihr 50 Jahre altes Haus manchmal mehr Geld, als man bräuchte, um allein das Grundstück zu kaufen und ein Haus in gleicher Größe nagelneu darauf zu bauen...

Nicht der Makler bestimmt den verkehrsfähigen Kaufpreis, sondern Angebot und Nachfrage!

Als Makler sollte man das wissen und auch danach zum Vorteil der Verkäufer als Auftraggeber handeln.

Der Käufer weiß selber was er will und kann!

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@schelm1

Das ist vollkommen richtig. Trotzdem muss ich einen Verkäufer korrekt beraten, dass der von ihm erwartete Kaufpreis möglicherweise nicht zu erzielen sein wird. Danach gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es findet sich doch ein Käufer, der so viel zahlt. Dann ist es schön für den Verkäufer. Oder es findet sich eben keiner, dann habe ich dem Verkäufer zumindest keine falschen Hoffnungen gemacht. Nach einer gewissen Anzahl Interessenten, die den geforderten Preis nicht bezahlen wollten, setzt sich beim Eigentümer in der Regel dann von alleine die Erkenntnis durch, dass er sich mit einem geringeren Betrag wird begnügen müssen. Da kommen Angebot und Nachfrage dann zusammen.

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@Kochanek

...und genau das zeigt das Ergebnis von Angebot und Nachfrage.

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@NackterGerd

Ich bestreite nicht, dass die Preise (zu) hoch sind.
Aber was sind die Gründe?

  1. Knappheit: In den Ballungsräumen fehlen Wohnungen, weil der Staat den sozialen Wohnungsbau über Jahre vernachlässigt hat: wenig Angebot + hohe Nachfrage = hohe Preise.
  2. gesetzliches Bestellerprinzip bei Mieten: Seit bei Mietwohnungen immer der Auftraggeber (meist der Vermieter) den Makler bezahlen muss, ist in meiner Region das Angebot an Mietwohnungen um mehr als 60% geschrumpft - und zwar nicht nur bei den Maklern, sondern auch Angebote von privat. Wohnungseigentümer meiden den Makler, weil es ihnen zu teuer ist. Sie bringen aber anscheinend auch privat ihre Wohnung nicht an den Markt, weil es ihnen zu viel Aufwand ist. Eher wird die Wohnung dann auf Airbnb als Ferienwohnung angeboten. Dadurch weichen Mietinteressenten auf den Kaufmarkt aus, wodurch dort der Preisdruck steigt. Eine größere Immobilienfirma in unserer Gegend hatte vor 5 Jahren noch angestellte 4 Makler, die sich nur mit Vermietungen beschäftigten. Dann kam 2015 das Bestellerprinzip: Jetzt arbeitet dort nur noch eine Teilzeitkraft.
  3. unflexible Interessenten: Wir beobachten in unserer Gegend, dass nur sehr wenige Kaufinteressenten bereit sind, 10 oder 20km weiter draußen zu wohnen - obwohl sich dabei bisweilen sechsstellige Beträge sparen lassen. Erst letzten Donnerstag hatte ich wieder eine junge Familie, die eine vergleichsweise günstige Wohnung ausgeschlagen hat, weil ihnen der Ort (trotz S-Bahn-Anschluss) zu weit weg vom Ballungszentrum war.
  4. niedrige Finanzierungszinsen: Wenn man heute mit 2004 vergleicht, zahlt man summasummarum für eine Wohnung nicht wirklich mehr. Damals waren die Preise niedriger, dafür zahlte man hohe Darlehenszinsen von 7 oder 8%. Heute ist der Kaufpreis hoch, dafür sind die Zinsen sehr niedrig - wodurch sich ein Darlehen auch viel schneller tilgen lässt.
  5. niedrige Guthabenzinsen: Weil andere Geldanlagen derzeit kaum Zinsen bringen, drängen auch noch die Kapitalanleger auf den Immobilienmarkt. Eine Wohnung zu kaufen und zu vermieten, verspricht in Ballungsräumen eine Rendite von 4% und mehr.

An all diesen Gründen wird auch das neue Prinzip nichts ändern, dass sich künftig bundesweit Käufer und Verkäufer die Maklerprovision teilen sollen. In meinem Bundesland gilt dieses Prinzip schon seit Jahren, und der Markt ist nicht wesentlich anders als z.B. in Berlin, wo seither nur der Käufer die Provision zahlt.

Es wird höchstens dazu führen, dass noch weniger Immobilien auf den Markt kommen, weil viele Verkäufer den Gang zum Makler scheuen und selbst mit der Vermarktung überfordert sind. Und die Immobilien werden dann noch teurer, weil die Provision des Verkäufers dann in den Verkaufspreis einkalkuliert wird - wodurch die Käufer die Provision durch die Hintertür doch bezahlen und dann auch noch zuzüglich Grunderwerbssteuer und Notargebühr.

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Das entscheidest ganz allein du, ob dir das zu viel ist. Und wenn ja, dann ist die Frage, welche Alternativen es gibt.

Ich bin da jetzt nicht im Thema, was den Mietspiegel in München betrifft. Aber die kann die Frage so unmöglich beantworten. Der Mietpreis berechnet sich pro Quadratmeter, und nicht nach Anzahl des Wohnraums innerhalb der Wohnung. Um den Preis zu vergleichen, könntest du dir einige Seiten im Netz für München ansehen. In den Anzeigen auf Immonet oder Immobilien24, sind ja in der Regel die Quadratmeter und der Mietpreis angegeben. Und das entweder pro Quadratmeter, gesamt Quadratmeter, als Netto Miete.... So siehst du dann ob der Preis für die Gegend Marktüblich ist, oder eben nicht. Abgesehen davon ist es immer eine Frage des persönlichen Geldbeutels. Für den einen sind 1500 Euro viel, für den anderen evtl. nicht.

Kommt auf die Große und das Alter an.

Und natürlich auf die Lage

Aber 600-700 Euro sind eher so die Preise für ca 30qm 1 Zimmer Wohnungen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Der Preis richtet sich nicht nach der Anzahl der Zimmer, sondern nach der Größe der Wohnung. Da du darüber nichts verraten hast, ist die Frage nicht beantwortbar.

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