Signal zum ruhig werden beim Hund trainieren... wie mache ich das?

7 Antworten

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Das was Du suchst ist die konditionierte Entspannung, dazu am Ende ein Link.

Weiter unten dann findet sich auch der Aufbau. 

Bedenken sollte man, dass die konditionierte Entspannung immer wieder mal aufgeladen wird, da das ganze ja über die klassische Konditionierung abläuft kann es sonst passieren, dass Du die Erregung mit dem zuvor gewähltem Signal verbindest, deshalb sollte das gewählte Signal immer wieder mit dem Entspannungszustand verknüpft werden. 

In welchen Dituationen hast Du denn eine zu hohe Erregungslage bzw. warum soll der Hund da ruhiger werden? 

http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/dr_ute_blaschke_berthold/konditionierte_entspannung/aufbau_konditionierte_entspannung.html

Eine zu hohe Erregungslage hat mein Hund wenn man die Leine nur in die Hand nimmt,( hechelt, springt hoch, jault) fast immer draußen und wenn wir das Haus verlassen und er allein bleibt. Ruhiger werden soll damit ich die Aufregung nicht noch belohne und damit er kontrollierbarer ist.

ABER darum geht es gar nicht. Ich möchte nur bei meinem eigenen Hund später alles richtig machen. :) LG Arak1

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@Arak1

Das ist auch klassisch konditioniert und eine reine Fleißarbeit das wieder raus zu bekommen ;-) 

Wenn der Hund beim in die Leine in die Hand nehmen hechelt, hoch springt und jault, dann wird am Tag gefühlte 1000 x die Leine immer wieder in die Hand genommen, damit einfach mal durch die Wohnung gelaufen und nichts weiteres passiert und dann legste die Leine wieder weg. 

Aber da mußte auf die Auslöser achten, in diesem Fall würde ich die konditionierte Entspannung nicht nutzen, denn da haste dann zu schnell die Erregung konditioniert. Vielleicht noch Jacke anziehen, Schuhe anziehen und/oder Schlüssel nehmen, sind auch oft noch weitere Auslöser für den Anstoß zum "aufregen", der Hund freut sich das es nach draussen geht. 

Was das alleine bleiben angeht, so sollte man das kleinschrittig trainieren und den Hund ob nun nen Welpen oder nen erwachsener Hund bis dahin wo er gelernt hat alleine bleiben zu können nicht mehr alleine lassen, weil man damit das vorhergehende Training kaputt machen würde. 

Das alleine bleiben Training ist ein wenig komplexer und von Hund zu Hund unterschiedlich, es gibt Hunde die schaffen es gar nicht alleine zu bleiben und andere wieder zeigen überhaupt gar keine Auffälligkeiten. Einen Welpen sollte man bis zum 6. Lebensmonat überhaupt nicht alleine lassen, aber man könnte in dieser Zeit schon die dafür wichtigen Dinge wie z.B. einen Ruheplatz, eine Sicherheitszone, ein alleine bleiben bzw. ein Pause-Signal auftrainieren. 

Um die Erregung vor dem raus gehen gar nicht erst so hoch schäumen zu lassen, kann man auch innerhalb der Wohnung Beschäftigung einführen. Das kann man in Form eines gefüllten Kongs oder Kauknochen machen, auch kleinere Übungen innerhalb der Wohnung mit dem Clicker z.B. wo man sich gemeinsam Tricks erarbeitet. 

Wenn der Hund aber immer draussen sehr stark erregt ist, so sollte da geschaut werden warum und das kann ich von hieraus nicht beurteilen. 

Es könnte sein das der Hund Unsicherheiten zeigt oder aber auch Ängste gegenüber gewissen Dingen hat und da müßte man eben an den jeweiligen Auslösern arbeiten, aber da weiß ich natürlich nicht was es sein könnte bzw. ist, weil ich den Hund nicht sehe. 

Wichtig aber bei jedem Training sollte sein, dass man gerade auch bei einer ständig erhöhten Erregungslage nicht straft bzw. ohne Gewalt arbeitet, jegliche strafliche Einwirkung erhöht die Erregung und ist gerade um diese zu dämmen kontraproduktiv. 

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Hallo,

wenn mein Hund sich hochfährt weil er was super tolles erwartet (z.B. einen Ausritt), bleibe ich einfach penetranter als er. Er hibbelt, ich steige ab und putz ne Runde weiter, aufsitzen, er hibbelt, absitzen und ne Runde putzen, aufsteigen, er hibbelt, absitzen und ne Runde....usw. usf. Lässt sich auf alles beliebige erweitern.

Wenn er in Situationen hektisch wird die bedrohlich/neu sind, übe ich diese einfach solange bis er sich daran gewöhnt (Schussfestigkeit zum Beispiel).

Wenn er einfach hochfährt, hat es mir sehr geholfen, dass ich nicht versucht habe den Hund runterzufahren (via kond. Entspannung) sondern mich, mit gezielten Atemübungen und ein wenig "Autogenes Training". Das hat sehr viel gebracht! und das ich rechtzeitig "einen zwischen setze". Hund möchte sooo gerne dem pöbelndem Gegenüber die Meinung sagen und sich aufspuhlen, dann kommt ein Kommando das er super gerne ausführt ("Gib laut"), gefolgt von irgendwas, was er nur "ruhiger" ausführen kann ("Down"). Aufmerksamkeit ist bei mir, ich atme vorsichtig vor mich hin und meistens klappt es dann auch

Und wenns nur kruzfrsitig ist, wird der Kasper einfach ignoriert.

Bei uns ist das das Signal WARTE! Und mit dem Training haben wir im Welpenalter begonnen. Immer wenn der Kleine vor Ungeduld gehippelt hat, habe ich mich hingehockt, meine Arme locker um das Hundekind gelegt und warte gesagt. Jedwede Aktion erfolgte erst dann, wenn der Hund zur Ruhe gekommen war.

Geübt wurde das ständig, es war neben der Stubenreinheit der wichtigste Lerninhalt in der Welpen- und Junghundezeit. Warten vor dem Haus verlassen, warten vor dem Aussteigen aus dem Auto, warten vor dem Lossprinten hinter dem Ball, warten, derweil ich vor der Hundenase Möwen gefüttert habe, warten bis ich durch die Tür gegangen bin und natürlich auch warten, bevor ich das Futter freigab...

Erforderlich ist vor allem und in erster Linie Deine Geduld!!! Nur wenn Du Ruhe ausstrahlst, kannst Du diese auch von Deinem Hund erwarten!

Das dauert seine Zeit! Jetzt, mit dreieinhalb kann ich zu meinem Hund warte sagen, derweil Rehe vor seiner Nase abspringen! :)

Wenn ich jetzt nicht meine Arme um den Hund legen kann? Geht das auch wenn der Hund erwachsen ist? Hast du ihn denn für warten belohnt? Wenn ja, wie?

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@Arak1

Hmm... Dann würde ich wohl meine Beine um den Hund legen oder sonst eine Form zu finden versuchen, mit der ich den Hund locker (!!!) begrenzen könnte.

Ich denke schon, auch einem erwachsenen Hund kann in dieser Form das warten beigebracht werden. Vielleicht dauert es etwas länger, das kann ich Dir nicht sagen, da fehlen mir die Erfahrungswerte. Wichtig erscheint mir ein Ruhe austrahlender Körperkontakt zu sein.

Ja, natürlich habe ich den Meinigen für erfolgreiches Warten belohnt! Immerhin ist das eine Höchstleistung für ein Raubtier, seine Impulse zu kontrollieren!

Ich belohne im Wechsel mit Futter, Stimmlob, Spiel und Freigaben.

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@Beutelkind

Und wenn du zu deinem Hund jetzt " Warte" sagst fährt er runter? Vielen Dank für das Kompliment. Und wenn mich etwas interessiert hake ich natürlich nach ;) LG

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@Arak1

Bitte definiere "runterfahren"! Über welche Situation schreiben wir denn hier?!

Beispiel von uns: Wild springt in Sichtweite ab, der Meinige hat den Impuls, sich an die Fersen zu hängen...^^ Ich sage warte, Hund setzt sich, wedelt wie blöde und läutet.

Aber er wartet und fährt nicht weiter hoch! :)

...Chillen kann der Meinige ohne Signal...^^

Was ist mit Euch? Welche Situation habt Ihr vor Ort?

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@Beutelkind

Das was Beutelkind beschreibt ist die direkte Entspannung es gibt auch die indirekte und die wird mit einem verbalem Signal verknüpft, der Aufbau bei der direkten und indirekten kann verbunden werden mit taktilem Entspannungsübungen oder auch per operanter Konditionierung wenn der Hund kurz vor dem einschlafen ist. 

Das ganze könnte auch mit einem Tuch, einem Duft, einer Decke oder gar mit einer Melodie herbeigeführt werden insofern ein korrekter Aufbau vorhergehend erfolgt ist. ;-) 

PS. Was man aber niemals vergessen sollte, Entspannung ist kein Dauerzustand, sondern nur eine momentane kurzzeitig herbeigeführte "Beruhigung" des Hundes, denn jedwede Reize steigern wieder die Erregungslage. ,-) 

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