Sigmund freuds religionskritik kritisieren?

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2 Antworten

Freud hat sich sein Leben lang mit der Religion, vor allem aus jüdischer Sicht, auseinandergesetzt. Sein Vorwurf, dass Menschen sich in Gott einen Übervater (Ersatzvater) suchen (und nicht erwachsen werden wollen), sollte man als hilfreich ansehen. Er hilft dabei zu unterscheiden, über sich selbst mehr Klarheit zu bekommen. Vieles an der Religion entpuppt sich dann als Kinderträume.

Die Frage ist: Bleibt nach dem (hier psychologischen) Klärungsprozess noch etwas von der Religion übrig? Freud selbst ist nicht zum Ende gekommen. Er ist sehr, sehr weit gekommen (vermutlich weiter als die meisten Menschen in der Psychologie je kommen werden) aber nicht bis zu einem Ende. Nicht bis zu einem Ende das endgültig und abschließend Nein zur Religion sagt.

Also: Freud mit Freude lesen, ernst nehmen, sich selbst (ernsthaft) hinterfragen - und (trotzdem) lieben.

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Mir fallen da zwei Bereiche ein:

1. Freud geht davon aus, dass Gott nicht existiert. Philosophisch geht er unhinterfragt von Ludwig Feuerbach aus. Er hat sich gar nicht ernsthaft die Frage gestellt, ob es anders sein könnte.

2. Für Freud ist Religion Bedürfnisbefriedigung. Wucherer (siehe Link unten) hat darauf hingewiesen, dass Religion das erst in der Verfallsform ist.

http://oe1.orf.at/artikel/203986

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