Sieht ein Hund schwarz-weiss?

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2 Antworten

Die Netzhaut des Auges enthält Stäbchen und Zapfen. Stäbchen vermitteln nur Hell-Dunkel-Eindrücke, sind aber sehr lichtempfindlich. Zapfen hingegen dienen dem Sehen bei mittleren bis hellen Lichtverhältnissen und dem Farbensehen, wobei unterschiedliche Zapfen für die Grundfarben Rot, Grün und Blau empfänglich sind. Daraus berechnen Auge und das Gehirn dann ein reiches Spektrum von Farben (der Mensch kann damit etwa 200 Farbtöne unterscheiden).

Die Netzhaut von Hunden weist besonders viele Stäbchen auf, während das menschliche Auge in etwa fünfmal so viele Zapfen enthält. Die geringe Anzahl der Zapfen in der Netzhaut des Hundes lässt darauf schließen, daß sein Auge eher auf Lichtempfindlichkeit als auf Farbensehen spezialisiert ist.

Jeder Zapfen enthält ein Photopigment, das eine bestimmte Bandbreite des Lichtes wahrnimmt. Diese Photopigmente machen Farbensehen möglich. Das menschliche Auge enthält drei verschiedene Zapfen: Wir sind sogenannte Trichromaten. Der Hund hingegen besitzt nur zwei Zapfentypen, somit ist er, wie die meisten anderen Säugetierarten, ein Dichromat.

Das Farbensehen von Hunden wurde durch verschiedene Experimente und Verhaltensstudien erforscht. Eine Studie von Neitz, Geist und Jakobs fand, dass Hunde Farben in etwa so sehen wie ein Mensch, der rotgrün-farbenblind ist. Der eine Zapfentyp des Hundes ist empfindlich für Blau-Violett, der andere für Gelb. Hunde und ihre wilden Verwandten sehen also im wesentlichen den Spektralbereich von Gelb über Grün und Blau, wobei ihnen Objekte, die für uns grün sind, farblos und rote Objekte gelb erscheinen.

Ausführlich unter = http://www.barfers.de/wie_sieht_der_hund.html

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Hunde hingegen nehmen die Farbe Rot nicht wahr, da ihnen der zugehörige Farbrezeptor fehlt. Insgesamt ist das Farbspektrum eines Hundes im blauen Bereich angesiedelt. Generell sieht ein Hund längst nicht so scharf wie der Mensch. Sein Fokus liegt auf Bewegungen von Objekten oder Lebewesen. Man spricht hier von optischer Selektion, die darauf ausgelegt ist, sich bewegende Beutetiere in weiter Entfernung auszumachen.

Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen

Die Netzhaut (Retina) des Hundes ist zusätzlich mit einer Schicht ausgestattet, die auftreffendes Licht reflektiert (Tapetum lucidum). Dadurch ist ein Hund in der Lage bei Dämmerlicht wesentlich besser zu sehen als ein Mensch. Die fokussierten Bilder werden durch diese Schicht verstärkt, dass auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen eine ausgezeichnete Perzeption stattfindet. Sämtliche Lichtteilchen, die durch die Netzhaut gedrungen sind, werden von dieser Oberfläche nochmals auf der Netzhaut reflektiert. Das Tapetum lucidum ist beispielsweise die Ursache für die stark leuchtenden Augen von Füchsen oder Katzen, wenn sie vom Scheinwerferlicht erfasst werden. http://www.hunde.de/hund/hunderatgeber/anatomie/augen/index.html

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