Sieht das Auge in einer bestimmten Auflösung?

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5 Antworten

Ja.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20070621103340AAAoEjx

Sicher, wir haben so und so viele Sehzellen pro Quadratmillimeter, also kann man auch eine Auflösung in Pixeln angeben. Google bringt dir eine Unzahl an Vergleichsrechnungen.

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Kommentar von captainmic
13.07.2013, 23:45

und was ist mit der integration des signals im gehirn ins quasi unendliche? war wohl nix.

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Wir haben Sehzellen in der Netzhaut (Zapfen und Stäbchen). Die "Auflösung" ergibt sich also aus der Anzahl der Sehzellen, auch wenn es nicht ganz vergleichbar ist. Im Zentrum des Sehfeldes, damit womit das Gesehene bewusst wahrnehmen entspricht in etwa => 40 Megapixel <= pro Auge. Also 40 000 000 Bildpunkte pro Auge. Tatsächlich sind es aber noch mehr Sehzellen an den Rändern des Sehfelds, aber damit können wir nicht bewusst und gut Sachen erkennen, daher wenden wir Dingen die wir am Augenrand mitbekommen immer gleich den Kopf, bzw die Augen zu. Insg. hat das menschliche Auge 126 - 140 Millionen Sehzellen, ist aber eben nicht auf die Pixelzahl zu übertragen, da nicht eine Sehzelle gleich einem Bildpunkt entspricht (Farben und Kontraste werden getrennt verarbeitet), und nur das Zentrum der Netzhaut ausschlaggebend ist.

Ist das Ergebnis einer neueren Untersuchung, die ich leider nicht mehr als Quelle finden kann. Das kann auch nur ein Richtwert sein. Letztendlich Defenitionssache.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es "Kameras" für Blinde gibt, die ihre Impulse über Verbindungen dirkekt in die Nerven abgeben und die Person dann ein Bild im Sehzentrum des Gehirns entstehen sieht. Also eine elektronische Verbindung direkt ins Gehirn. Dort ist man gerade mal bei 3x4 Pixeln, also 12 Bildpunkten. Die blinde Person kann damit aber schon mal großen Hindernissen aus dem Weg gehen und sich etwas orientieren. Beim gehör ist man schon weiter. Dort können implantate das Trommelfell und die Sinneshärchen komplett ersetzen. Auch sie werden an den Nerv geklemmt und geben ihre Impulse direkt in das Nervensystem, und man kann wieder hören. Bei manchen Gehörlosen Menschen, wo der Nerv kaputt ist, geht das leider nicht. Ansonsten könnte man eigentlich allen anderen Gehörlosen schon helfen.... naja, ich komme vom Thema ab^^ Hoffe die Antwort konnte dir eine Orientierung geben, auch wenn ich sie leider nicht mit einer Quelle belegen kann, dazu muss ich vielleicht noch mal richtig suchen...

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Mit dem Auge ist das nicht so einfach wie mit einem Bildschirm oder einer Kamera.

Ich empfehle dir, ein bisschen über den Aufbau der Retina nachzulesen. Zur Einleitung: Die sogenannten Photorezeptorzellen, welche das Licht absorbieren, sitzen ganz hinten in der Retina. Sie existieren in mehreren Ausführungen, und zwar Stäbchen und Zapfen, die unterschiedliche Wellenlängen des Lichts absorbieren. Stäbchen codieren nur "hell/dunkel" (bei geringen Lichtverhältnissen, da sie sehr empfindlich sind), Zapfen jedoch gibt es wiederum in (beim Menschen) 3 Ausführungen (Rot, Grün, Blau), welche unterschiedliche Spektralbereiche des Lichts absorbieren und so Farbensehen ermöglichen. Von den Rezeptorzellen werden die elektrochemischen Signale an Bipolarzellen weitergeleitet, wobei simpel ausgedrückt mehrere Photorezeptorzellen auf eine Bipolarzelle konvergieren. Bipolarzellen innervieren wiederum retinale Ganglionzellen, wobei abermals mehrere Bipolarzellen auf eine Ganglionzelle konvergieren. Und diese Ganglionzellen sind nun der Ausgangspunkt sämtlicher Axone des optischen Nervs, also die finale Relaystation vom Auge zum Gehirn.

Man könnte nun die optische Auflösung allein durch die Ganglionzellen definieren, auch wenn das der Realität nicht so ganz gerecht wird - denn eine Menge von neuronalen Verarbeitungsprozessen laufen bereits auf Ebene der Bipolarzellen ab (in Verbindung mit sogenannten Amakrinzellen, nur so nebenbei) und beeinflussen den Output des Auges. Außerdem muss man in Betracht ziehen, dass die Ganglionzellen nicht gleichmäßig auf der Retina verteilt sind: Beim Menschen gibt es eine kleine zentrale Macularegion mit Sehgrube (Fovea), in welcher die Dichte von Ganglionzellen und damit die "Auflösung" des Auges am höchsten ist, während in den Randgebieten der Retina die Ganglionzelldichte eher gering ist. Deshalb sehen wir nur im vordersten Bereich unseres Sichtfeldes wirklich "scharf".

Man kann die theoretische maximale Auflösung des Auges z.B. durch mathematische Schätzungen basierend auf der Ganglionzelldichte in der Macularegion/Fovea centralis approximieren. Die Auflösung wird dabei in "cycles per degree" (Zyklen pro Grad) angegeben, wobei ein "Cycle" aus zwei nebeneinanderliegenden Balken (schwarz und weiß) besteht, und mit "Grad" 1 Winkelgrad des Sichtfeldes gemeint ist. Man geht z.B. davon aus, dass 2 Ganglionzellen nötig sind, um einen Cycle unterschieden zu können, und untersucht, wieviele Cycles dann in einem Grad des Sichtfeldes nebeneinander liegend von der entsprechenden Ganglionzellzahl auf dem entsprechendem Teil der Retina unterschieden werden können. Die so errechneten Werte stimmen beim Menschen erstaunlich gut mit experimentell ermittelten Werten überein und ergeben ca. 60 cycles/degree.

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Alter, wir sind keine roboter mit kameras als auge

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Kommentar von Terezza
13.07.2013, 13:56

unser Auge funktioniert aber genauso. Bzw., Kameras funktionieren wie Augen.

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