Sie will mit alle Macht die Babypfunde los werden. Hab aber Angst, dass es erneut zum Rückfall in die Bulimie kommt. Sollte ich das dem Arzt sagen?

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7 Antworten

Hallo TomTom,

ist sie erneut in die Bulimie reingeschlittert und isst nur wenn man sie darauf anspricht

Wenn sie gar nichts essen will ist das weniger Bulimie, eher schon in Richtung Magersucht, wobei mir das etwas übertrieben klingt. Wenn du Pech hast ist sie von einem Extrem in ein anderes geschlittert.

Sollte ich das lieber mit den Ärzten besprechen oder denkt ihr sie bekommt es mit meiner Hilfe wieder alleine unter Kontrolle?

Das ist schwierig da deine Partnerin sich mitunter bevormundet fühlen würde, wenn sie das erfährt. Was du wissen müsstest ist, was genau sie will. Wenn sie die Baby Pfunde los werden will bringt Hungern nur kurzzeitig was, denn sobald sie Normal essen tut, was wir hoffen wollen, setzt der Jo-Jo Effekt ein. Und sie nimmt schneller zu. Es ist Möglich das der Zustand eine Folge der Schwangerschaft ist, vielleicht eine Schwangerschaft Depression oder eine Nachwirkung im Zusammen hang mit ihren früheren Problemen.

Deiner Partnerin muss klar sein das wenn sie nicht genug Essen tut, ihr Körper keine Milch Produzieren kann und sie sich auf anstrengende Jahre vorbereiten kann. Denn die Muttermilch ist wichtig, denn je länger sie das Kind Stillen kann desto weniger Krankheitsanfällig ist das Kind. außerdem kostet ein Kind viel Kraft und wenn sie Hungert kann sie keine Kraft bekommen.

Ich denke Madrinadeboda wollte mit dem Hinweis so etwas sagen wie, du sollst deiner Partnerin ein Bären aufbinden. Du sollst so tun als wenn du sie unterstützen tust, damit sie etwas essen tut.

Habe schon öfters das Gespräch mit ihr gesucht, aber sie lenkt sofort ab oder behauptet dass sie kein Problem hätte (was sie aber definitiv hat).

Dann versuche es mal um 2 Ecken. Setze dich mit ihr zusammen und rede mit ihr über die nächsten Monate. Da ja sicher noch einiges zu Planen ist. So neben bei kannst du sie ja Fragen, wann sie denkt ihr Wunschgewicht erreicht zu haben. Was sie dann so Planen tut, Job mäßig und Elternzeit. alles was dir so einfallen tut. Das hat womöglich auch den Vorteil das sie sich zwangsläufig auch mit der Zukunft befassen muss und dir gibt es einige Möglichkeiten etwas zu erfahren und was ihr in nächster Zeit angehen wollt und müsst.

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Kommentar von TomTom1989
26.10.2015, 06:35

Bis jetzt produziert ihr Körper noch genügend Milch und sie pumpt regelmäßig ab. Allerdings fängt sie bereits an mit Sprüchen wie "Anscheinend bin ich nur noch eine Milchkuh." oder "Wie lange soll ich mir das noch antun?". Ich denke sie wird versuchen heimlich abzustillen. Spätestens wenn die Kleine daheim ist und nicht mehr so engmaschig alles von den Ärzten kontrolliert wird.  

Ich verstehe sie halt nicht.  Wir hatten wirklich Glück,  dass die Kleine trotz der viel zu frühen Geburt gesund und munter ist. Sie entwickelt sich wie im Bilderbuch und es gab nie Probleme.  Dafür macht meine Lebensgefährtin Probleme und fängt erneut an. 

Werde nachher nochmal das Gespräch um die 2 Ecken mit ihr suchen. Muss eh mit ihr ein paar Formulare und Anträge noch ausfüllen.  Außerdem sollten wir so langsam die Hochzeit planen. 

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Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche Euch, dass Frau und Kind baldmöglichst nach Hause können. 

Zu Deiner Frage: Ich denke, wenn Deine Frau sich ihrer größeren Verantwortung ihres Kindes gegenüber klar ist würde ich die Sache zunächst mal laufen lassen. Wenn Du jetzt da einen Arzt ansprichst kann sie sich gut fühlen, dass Du ihr in den Rücken fällst und ziemlich energisch reagieren. Ich denke, dass währe auf jeden Fall, der Falsche Start ins neue Leben. 

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Kommentar von TomTom1989
25.10.2015, 14:59

Danke für die Glückwünsche 

Sie ist seit der ersten Minute voll und ganz in der Mutterrolle drin und ist wirklich 24 h bei der Kleinen.  Jetzt geht sie ab und zu mal nachhause oder auch mal für 1 Stunde mit einer Freundin shoppen (natürlich Babysachen), aber ist dann sofort wieder in der Klinik. Zudem geht sie nur weg, wenn ich bei der Kleinen bin. 

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Eine Therapie wäre ja nur möglich, wenn sie selbst ihre Essstörung erkennt.

Vielleicht kannst du sie erst mal auf ihrem Wunsch nach einer Gewichtsabnahme unterstützen, indem du leckeres und gesundes Essen zubereitest, sodass sie zumindest ein wenig und Gesundes isst und vielleicht nach und nach ein gesundes Essverhalten und Körpergefühl entwickelt?

Aber ich weiß nicht, ob das möglich ist. Essstörungen sind nun mal psychische Störungen. Ganz viel Kraft euch!

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Kommentar von TomTom1989
25.10.2015, 16:19

Ich würde sie ja unterstützen wenn ich sehen würde, dass es nötig wäre aber ich sehe das nicht. Sie isst zwar etwas wenn man sie dazu "drängelt" aber ist dann direkt bockig zu mir. 

Ich möchte halt nicht,  dass es wieder so richtig aus dem Ruder läuft wenn in 2 Wochen die Kleine dann daheim ist. Das wird für uns bestimmt eine ganz schöne Umstellung und für sie wahrscheinlich stressig.  

Ich denke sie kommt damit nicht klar,  dass ihre Eltern sich kein bisschen für das Enkelkind interessieren und sie noch nicht mal gesehen haben.  

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Natürlich sollst du mit dem Arzt sprechen. Bist du sicher, dass euer Kind nicht wegen dem Hungern zu früh zur Welt kam? Aufhören muss deine Frau selber. Du solltest fordern nicht den Helfer machen. Indem du die Verantwortung übernimmst ob sie isst oder nicht, treibt sie weiter in die Magersucht. Nach 5 Monaten Schwangerschaft hat eine Mutter keine Babypfunde die weg müssen. Stillen wird sie das Kind nicht können wenn sie versucht abzunehmen. Auch ihre Eltern sind nicht schuld, dass deine Frau nicht essen will. Hör einfach auf die Schuld und die Verantwortung zu verteilen. Hast du dir schon mal überlegt, ob ihre Eltern restlos genug haben von dem was deine Frau bietet?

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Kommentar von TomTom1989
26.10.2015, 06:13

Sie hat während der Schwangerschaft eigentlich normal gegessen und auch nicht großartig nachgedacht was sie essen tut und wieviel Kalorien das gerade hat.  Natürlich hängt die Frühgeburt wahrscheinlich auch etwas mit ihrem Essverhalten zusammen, da sie wohl kurz vor der Geburt anfing wieder unregelmäßiger zu essen.  

Wenn ich ehrlich bin,  interessieren mich ihre Eltern überhaupt nicht.  Es ist halt traurig,  dass diese sich nicht für ihr Enkelkind interessieren und die Kleine noch nie gesehen haben.  Meine Eltern sind ganz anders zu der Maus und sind sie täglich besuchen. Sind die stolze Großeltern und freuen sich bereits wenn sie das 1.x Babysitten dürfen.  ;) 

Ich sehe ja auch keine Babypfunde und sie hat endlich mal Normalgewicht, aber sie will unbedingt wieder auf 53-54 Kilo runter... warum auch immer.  

Bis jetzt produziert sie zum Glück noch genug Muttermilch. Wobei sie bereits am liebsten abstillen würde. 

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Ich will keinen auf Küchenpsychologe machen... Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Essverhalten bzw der Rückfall in alte Gewohnheiten ihr Sicherheit gibt. Ihr Gewicht zu reduzieren könnte ihr ein Gefühl von Kontrolle zurückgeben, dass sie durch die Geburt eures Kindes verloren hat. Vielleicht war der Gesundheitszustand eures Babys lange ungewiss, man kann nichts tun, muss abwarten. Dann macht man sich als Mutter Vorwürfe, auch wenn das natürlich Quatsch ist. Und dann ist es unheimlich belastend, sein Kind nicht sofort bei sich haben zu können, der ganze Kreislauf aus Hormonen, Glück usw kommt nicht in Gang, die Bindung zwischen Mutter und Kind kann erschwert werden. Deine Frau ist gerade in einer Ausnahmesituation, sie macht sich Sorgen, du sagst ja selber, sie sitzt Tag und Nacht im Krankenhaus. Vielleicht regelt sich das wirklich, wenn ihr euer Kind endlich zu Hause habt. Gib ihr viel Raum und Zeit, unterstütze sie. Halte auch Druck und Stress von ihr fern. Also zb sei auf ihrer Seite, wenn die Omas oder wer auch immer andere Meinungen haben, was Erziehung und Betreuung angeht. Unterstütze sie in ihrem Mutterinstinkt, das wird ihr Sicherheit zurückgeben. Habt ihr eine Hebamme? Vielleicht kann sie auch mit deiner Frau reden. Oder vielleicht sogar ein Psychologe, wenn sie die Situation nicht verarbeiten kann oder aus ihrer "Wochenbettdepression" nicht herauskommt. Wie du selbst ihr sonst helfen kannst, das kommt auf euer Verhältnis an. Ich würde sie aber zunächst wohl nicht weiter drängen oder peinlichst drauf achten, was und wieviel sie isst. Gewöhnt euch erst in Ruhe an die neue Situation zu Hause.

Ich wünsche euch alles Gute :-)

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Rede besser mal mit deinem Artzt darüber.
Denn sowas kann auch sehr schnell zur Magersucht werden und die betroffenen wollen und können dann nicht mehr ohne Fremde Hilfe normal essen.
In den meisten Fällen fällt es den Leuten noch nichteinmal auf, dass sie Magersüchtig sind.
Sie wollen einfach immer weiter abnehmen, da sie immer denken, dass sie zu dick wären.
Obwohl sie eigentlich ungesund dünn sind.

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Ja, rede mit dem Arzt und versucht gemeinsam eine Strategie zu erarbeiten. Alles Gute!

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