Sie ist ganz nett, darf ich Sie trotzdem rauswerfen?

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7 Antworten

Im Prinzip hast du dir deine Antwort ja schon selber gegeben. Du willst von uns hören, dass du sie an die Luft setzen sollst. Damit hast du nicht ganz unrecht. Man sollte sich schon im eigenen Heim wohl fühlen und aufhalten wollen.

Nur sie hat dir ja nichts getan. Richtig gesprochen hast du auch nicht mit ihr. Jemandem seine Wohnung wegzunehmen ist schon so ein Dingen (für euch beide). Hier wird ein menschliches Grundrecht berührt.

Es wäre nur fair, wenn du ihr eine neue Wohung anbieten könntes, die gleichwertig ist. Dann ist es einfacher sie um einen Auszug zu bitten. Beiße in den sauren Apfel und suche das Gespräch mit ihr. Ob sie Krank feiert oder nicht ist eigentlich nicht dein Problem. Dafür, dass du dich zurücknimmst kann sie auch nichts. Hat sie nicht von dir verlangt.

Finde vor dem Gespräch heraus, wie viel echt ist und was in deinem Kopfkino passiert. Gute Mitbewohner sind Glückssache. Was du an ihr hast weißt du - was du bekommst weißt du nicht. Wer sagt, dass du beim nächsten mal eine bessere Wahl triffst und ob der neue Mitbewohner pünklich zahlt und nicht ständig feiert und dich volltextet. Sie schleppt auch nicht ständig Liebhaber und Übernachtungsgäste an. Oder suchst du das sogar am Ende?

Ich würde von ihr verlangen dass es zu einer klaren Aussprache kommt. Dabei verstehe ich nicht wie Du einerseits von ihr erwartest dass sie arbeiten geht aber andererseits schilderst Du dass sie für die Uni arbeitet. Wenn ein Mensch studiert wird er oder sie wohl Vorlesungen haben und dazwischen Semesterferien. In den Semesterferien ist es äußerst sinnvoll weiter zu lernen. 

Für jede WG ist es angeraten klare Regeln aufzustellen. Aus Deinen Zeilen lese ich heraus dass es diese bei Euch nicht zu geben scheint. Denn sonst würdest Du Dich nicht ausgenutzt fühlen können. Die Aufgaben welche in einer WG anfallen sollten gerecht verteilt werden. Dazu ist es notwendig sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, eine Liste all der Aufgaben zu erstellen und sie dann untereinander gerecht zu verteilen. Es gibt die Möglichkeit sich in den Aufgaben abzuwechseln und es gibt die Möglichkeit sie dauerhaft aufzuteilen. Auf jeden Fall sollte auch klar festgelegt werden welche Folgen es hat wenn Aufgaben liegen bleiben. 

Nicht jeder Mensch ist gleich gesprächig. Aber ein Mindestmaß an Freundlichkeit / Höflichkeit kann erwartet werden. Dazu gehört obligatorisch sich zu begrüßen.

Deine Schilderung ihres Verhalten zeigt einen Widerspruch in sich auf. Wenn sie Beschwerden an den Knöcheln hat dann stellt sich die Frage ob ihr Facharzt ihr geraten hat regelmäßig Sport zu machen. In manchen Fällen ist das tatsächlich der Fall. Weiter würde ich ihr direkt ins Gesicht sagen wenn ich den Eindruck habe sie versucht Mitleid zu erregen um ausnutzen zu können. Aus Erfahrung kann ich Dir versichern wenn der Verdacht begründet ist und eine solche Person darauf angesprochen wird dann stellt er sich auch raus da keine stichhaltigen Fakten als Gegenbeweis angeboten werden können sondern nur auf der Gefühlsebene argumentiert wird.Lässt Du Dich dann darauf nicht ein macht es tatsächlich Sinn eine ordentliche Kündigung möglichst schriftlich auszusprechen. 

Du wirst mit ihr sprechen müssen, das ist am fairsten.

Sag halt, du bist mit der Wohngemeinschaft nicht mehr zufrieden und möchtest dich nach einem anderen Mitbewohner umsehen.

Gib ihr ausreichend Zeit, eine neue Bleibe zu finden (min. 1 Monat, maximal 3 Monate) denn sonst wird's doch wieder ein Dauerzustand.

Wenn es dich schon Psychisch belastet, dann redet miteinander. Sei ehrlich und aufrichtig.
Erzähl ihr es so wie du es hier beschrieben hast! Es kann ja nicht angehen das du wegne IHR nichtmehr in dein eigenes Zuhause gehst!
Ihr werdet eine Lösung finden. Viel glück!!:)

Du siehst also keinen Sinn dich mit ihr an einen Tisch zu setzen und ihr nett und freundlich zu sagen was du denkst/fühlst? Oder hast du das schon getan bzw versucht?

Höchste Eisenbahn, das zu beenden.

Sonst fragst Du Dich in 30 oder 40 Jahren, wieso Du den Absprung nicht früher geschafft hast.

Wenn man nicht mal in die eigene Wohnung zurück will, muss sie wohl gehen.

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