Sie angehende Buddhistin, ich halte nichts von Religion. Kann das gut gehen?

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15 Antworten

Du schreibst, dass es "die Zukunft negativ beeinflussen wird". Mir klingt das ein bisschen zu sicher. Wo kommt diese Überzeugung her? (dass es negativ wird) Andererseits schreibst du ja: "von den Gefühlen her" würdet ihr das Gleiche empfinden. Das erscheint mir etwas widersprüchlich.

Meine Frau ist keine Buddhistin, aber ich habe auch bei ihren Hobbies das Gefühl, dass ich es "nachvollziehen" kann (auch wenn ich genau dieses Hobby nicht selber betreibe).

Ich glaube, du sieht es als "Hobby", für sie ist es aber etwas anderes. Eine Lebenseinstellung. Du scheinst eine etwas andere Einstellung zu haben. Wie reagiert sie eigentlich darauf, wenn sie merkt (vermutlich wird sie es merken), dass ihr Verhalten dich irritiert?

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Kommentar von tommy1977cat
17.08.2016, 10:37

Ich sehe und merke doch wieviel ihr das alles bedeutet, bzw., diese Leute mit denen sie das Ganze betreibt. Die Meditation die sie macht ist das eine, aber der Kontakt zu den Leuten, was anderes.

Der ist so innig und liebevoll, da könnte man fast meinen sie liebt alle diese Menschen.

Deshalb mache ich mir da auch große Sorgen. Das die Liebe dieser Menschen/Gruppe ihr mehr bedeutet als die Liebe zu ihrem Partner, bzw. die ich ihr geben kann

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Hallo Tommy,

für mich ist das eine Frage der Toleranz.

Deine Freundin versucht sich selbst zu finden, und der Buddhismus hilft ihr dabei.

Wenn es die räumliche Situation zuläßt, kann sie sich ein Meditationszimmer oder eine Meditationsecke einrichten, wo sie die Dinge, die sie kauft, konzentriert.

Buddhismus kann als Religion, aber auch als Lebensführung gesehen werden. Eine Sekte ist es nicht.

Ich würde mich an Deiner Stelle informieren, z. B. bei Wikipedia. 

Vielleicht begleitest Du Deine Freundin auf eines ihrer Seminare, dann bekommst Du vielleicht einen Eindruck davon, warum ihr das so viel bedeutet.

Du musst ihre Einstellung nicht teilen, aber Du solltest sie tolerieren. Dann hat Eure Beziehung eine echte Chance.

Ich selbst bin Christ, würde aber nie versuchen, einem anderen Menschen meine Werte aufzuzwingen. 

Meine persönliche Einstellung ist, daß jede Art von Religion den Menschen helfen kann, ihr Leben besser zu meistern.

Jede Art von Bevormundung lehne ich ab.

Giwalato 

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Ich sehe schon, es herrscht sehr viel Unwissen, was den Buddhismus betrifft.

Der Buddhismus ist erstmal keine normale "Religion"

Das kann ich dir als Buddhist sagen. 

Es geht im Buddhismus weder darum sein Leben irgendwelchen Regeln zu unterwerfen, noch blind an irgendwelche Märchen zu glauben.

Es ist sogar eher das Gegenteil. Der Buddhismus bittet darum selber, aktiv nachzudenken. 

Das du bedenken hast, ist normal. Aber sie sind im Normalfall unbegründet. Buddhistische Gemeinschaften bauen meistens auf von dir genannte Werte auf, um ein friedvolles Miteinander zu garantieren. 

Falls dieses "happy sein" aber ein Ausmaß annimmt, das dir ungewöhnlich vorkommt, solltest du eventuell mal nachforschen in welcher Gemeinschaft sie genau ist. Es gibt nämlich auch im Buddhismus Gemeinschaften die nicht dem entsprechen, was ursprünglich gelehrt werden sollte - Also Sekten eben.

So etwas hier:

Oder sie kommt so tief rein, bzw. wird manipuliert das sie komplett ihren eigenen Geist verliert und mich dann verlässt aus irgendeneinem spirituellen Grund.

Ist in einer normalen Gemeinschaft keine begründete Sorge. Schließlich sagt man das auch nicht, wenn jetzt jemand anfängt in die Kirche zu gehen.

Informiere dich über die Gemeinschaft konkret und entscheide dann, ob es begründet ist, so zu denken.

Ansonsten solltest du eigentlich hinter ihr stehen, und dich für sie freuen. Denn wenn man sich ein wenig mit dem Buddhismus auseinander gesetzt hat, sollte einem bewusst sein, das man seinen Partner daran nicht "verlieren" kann, vorausgesetzt es ist keine Sekte.

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Hast du Angst, sie an den Buddhismus zu verlieren oder an Menschen, die ihr Interesse teilen?

Der Buddhismus ist keine Sekte. Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen ist auch nicht gefährlich. Und ein paar Dekodinge verändern auch nicht den Charakter.

Du solltest dich also etwas entspannen und dich vielleicht mal etwas in das Thema einlesen. Und auch, wenn du das Interesse nicht teilst, kannst du es respektieren. Das wird nämlich das Einzige sein, was deine Freundin sich von dir wünscht.

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Kommentar von tommy1977cat
16.08.2016, 20:48

An einen der Menschen in dieser Gruppe. Sie schwärmt so von ihnen und dann teilt man auch noch das gemeinsame Interesse, da kann durchaus ruck zuck Liebe entstehen

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Ob sie sich wegen der Religionsausübung von Dir abwendet, kann Dir hier niemand sagen. Das kommt sehr darauf an, was für ein Typ Mensch sie ist. Der Buddhismus ist eigentlich eine sehr offene Religion. Die Frage ist, wie offen die Menschen dort sind, die sie ausüben. 

Jede Religion kann fanatisch ausgeübt werden, egal ob das Christentum, der Islam etc. Ich bin selbst Anhänger des Buddhismus (Ich übe sie nicht aus, glaube aber an Karma und finde die Religion interessant. Im Endeffekt bin ich also trotzdem irgendwo Atheist) und mir ist noch nie untergekommen, dass da jemand 'manipuliert' werden würde. Ob jemand die Lehren annimmt oder nicht, kommt auf die Person an. Auch wenn eine Person x Mal auf einen einredet, muss die Person ja nicht x Mal zuhören. 

Wir wäre es, wenn Du sie mit Deinen Befürchtungen konfrontierst? Einfach ein nettes Gespräch etc. Versuch rauszufinden, was für eine Bedeutung das alles für sie hat - und sag ihr ehrlich, was Du davon hälst. Wenn Dir die Beziehung am Herzen liegt, solltest Du aber auch mal überlegen, ob Du nicht mal mitgehst. Der Buddhismus unterscheidet sich stark von den anderen beiden großen Religionen - vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wie Du glaubst.

LG
Noeru

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Kommentar von tommy1977cat
16.08.2016, 20:53

So wie sie mir bisher erzählt hat, sei das aller dort sehr innig. Da kuschelt man aneinander und hört irgendwelchen Reden von Lehrern zu. Dabei haben die Leute alle einen festen Partner oder sogar verheiratet.

Aber wie schnell kann man da auch Gefühle für jemand entwickeln !?

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Also sorry, aber an spiritualität hast du ja echt was falsch verstanden. Es geht nicht um vergestetztes, wonach man leben soll. Vor allem im Budhismus geht es um Frieden mit sich selbst und allem, allen anderen.

Sektenkram, Gehirnwäsche, Manipulaiton ist etwas ganz anderes.

Ich bin fast sicher, dass du es nicht so meinst wie du geschrieben hast, aber deinem Text kann man ja fast entnehmen, dass du glaubst, "Die Budhisten", würden solange an der Seele deiner Freundin rum doktoren bis sie so ist wie sie ihnen passt, alter das ist keine Religionskritik, das ist richtiger bullshit, so spricht man von scientology oder so, aber doch nicht vom Budhismus.

Ach und Meditation ist eine Methode, der entspannung, der konzentration. Sie hilft zur ruhe zu kommen, Probleme konstruktiv angehen zu könen und bewusst mit dem eigenen ich zu arbeiten und es nach den eigenen vorstellungen zu verbessern wenn man mag.

Hättest du sowas schon mal ausprobiert, und dich darauf eingelassen würdest du sicher anders davon reden.

Ich möchte dich bitten, deiner Freundin freien lauf zu lassen. Spiritualität gehört zur selbstverwirklichung eines jeden Menschen. Deine Philosophie sich nichts vorschreiben zu lassen ist auch eine art davon. Außerdem schleppt sie dich doch zu solchen veranstaltungen nicht mit, das ist doch ihre sache.

Es gehört zur Meinungsfreiheit, zur Religionsfreiheit, und vor allem zum Frieden.

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So wie ich das verstehe, hat es schon (fast) fanatische züge. Ich verstehe sehr gut was du meinst! Für mich wäre dies auch ein Problem. Da hilft nur ein klärendes Gespräch. Ansonsten wirst du ständig nur das 5 Rad sein! 

Und diese Gruppe würde ich mal Live anschauen gehen. Den Gruppenkuscheln und Buddhismus ????

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Kommentar von Menuett
16.08.2016, 22:19

Was soll denn da fast fanatisch sein?

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Ja, sowas kann gut gehen. Noch sind deine Ängste unbegründet und du solltest sie nicht wegen ihrer Religion aufgeben. Freu dich für sie, dass sie ihre innere Mitte und ihren Frieden gefunden hat.

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Kommentar von Abschiedskultur
16.08.2016, 20:25

lass mich raten, du bist buddhist?

sympathiesant?

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Was mich daher belastet ist ihre Euphorie die sie in die ganze Sache steckt. Sie kauft Buddhastatuen, allerei Steine und so Zeugs und hat zu den anderen Mitgliedern auch ein sehr inniges Verhältnis

Ja und?

Würdest Du plötzlich kein Kaninchenfleisch mehr essen, weil Deine Freundin einem Karnickelzüchterverein beigetreten ist?

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Kommentar von Menuett
16.08.2016, 22:18

:eek:

Er isst Buddhistenfleisch? Und isst Buddhistenfleisch auch weiterhin, auch wenn seine Freundin selbst Buddhistin ist?

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Ob das gutgeht, hängt davon ab, wie tolerant Du bist. Wenn sie wirklich vom Buddhismus überzeugt ist, wird sie wahrscheinlich akzeptieren, dass Du nicht daran glaubst. Die Frage ist also eher, ob Du es akzeptierst, dass sie daran glaubt.

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Buddhismus und Meditation ist eine feine Sache, allerdings wird sie feststellen, dass auch da nicht alle lieb und nett sind.

Buddhismus ist keine bekehrende Religion. Da würde ich jetzt keine Angst vor Sektierern haben.

Nun ja, Wohnungseinrichtung ist Geschmackssache und ich kenne sogar Leute, die mit Buddhismus nix am Hut haben, aber doch so manches buddhistische Dekostück in der Wohnung.

Meditation ist übrigens auch für Atheisten eine feine Sache. Wirkung wissenschaftlich belegt.

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Puh, das ist eine wirklich kniffelige Situation. Der Buddhismus allein wäre nicht das Problem, aber evt. die Gruppe, zu der sie sich so sehr hingezogen fühlt. Die hat möglicherweise tatsächlich die Macht, sie stark zu beeinflussen. Was dabei rauskommt, kann niemand sagen.

Oft sind es sehr unsichere Menschen, die in so einer Gruppe Zuflucht und Geborgenheit suchen. Würde Deine Freundin bei Dir finden, was sie sucht, könntest Du Hoffnung haben, dass sie diese Gruppe nicht mehr als Allheilmittel für ihre Schwierigkeiten sieht.

An etwas zu glauben ist per se nicht schlecht, jedoch wenn es ausartet in Fanatismus bringt es mehr Schaden als Nutzen. Alles Gute.

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Es gibt im Buddhismus verschiedene Richtungen. Daher würde ich erstmal herausfinden was das für ein Verein ist. Dann kannst Du im Internet googeln oder auf Gutefrage_Net Dich informieren, was das taugt. Eventuell findest Du eine alternative buddhistische Richtung, zu der Du Deine Freundin bewegen kannst.

Übrigens warmherzig und verständnisvoll ist die NPD auf dem Sommerfest auch.


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Der Buddhismus ist die toleranteste und friedfertigste Religion die es gibt. Dagegen sind Christen die reinsten Kriegstreiber.

Also mach dir keine Sorgen.

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Kommentar von Menuett
16.08.2016, 22:18

Frag mal die Schamanen in der Mongelei, wie friedfertig Buddhisten sein können.

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Kommentar von 666Phoenix
17.08.2016, 19:58

Christen haben im Namen ihres Gottes verdammt viel Blödsinn verzapft. Aber den Buddhismus als  "toleranteste und friedfertigste Religion" zu bezeichnen, ist hanebüchener Unsinn:

-  Sri Lanka: Kampf Buddhismus gegen Hindus: Ermordung
des ersten gewählten Präsidenten Sri Lankas durch einen buddhistischen Priester;

-   Dalai Lama: von Himmel selbst ernannter König,
Feudalherrschaft, Erbmonarchie, Leibeigenschaft der parasitären Klosterelite gg. örtliche Bevölkerung in Tibet, Dalai Lama laut für Atomtests der indischen Regierung eingetreten;

-   jap. Buddhisten: loyale Diener des jap. Imperialismus und dessen Massenmorde, z. B. in China, gegen indischen Shakyamuni, für den "Kaiserlichen Weg", Mitgliedschaft in nationalsoz.-faschist. Achse = Manifest der Befreiungstheologie, „einen töten, auf dass viele leben werden“ (jap. Mahayana-Buddhismus); 

- gegen Ende des Krieges Rekrutierung und Ausbildung der Kamikaze durch buddhistische Geistliche und Shinto-Priester; 

- Vergöttlichung des Tenno (warum solle man sich einem solchen Diktator nicht zu Füßen werfen, da Zen doch Leben und Tod gleich behandele);

-   „ein Glaube, der den Verstand und das freie Individuum gering schätzt, Unterwerfung und Resignation predigt und das Leben
als ärmliches und vorübergehendes Stadium betrachtet“ (engl. Publizist und Journalist Christopher Hitchens);

-  Burma 50/60er Jahre: blutige Kämpfe, um Buddhismus zur offiz.
Staatsreligion zu machen.

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So wie ich das verstehe geht es ihr doch nur um die Meditation

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