Sich weigern bei Schülerpraktikum (Jugendschutzgesetz)?

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10 Antworten

Du kannst diese eintönige Arbeit verweigern, und dir einen anderen Praktikumsplatz suchen.

Eigentlich sollst du durch das Praktikum einen Einblick in den Beruf erhalten. Also eher bei der Arbeit zusehen. Diese Pakete müssten ja auch sonst ausgepackt werden, wer macht das denn, wenn gerade kein Sklave zur Verfügung steht?

Natürlich soll man durch ein Praktikum einen Einblick erhalten. Allerdings kann ein Praktikant oft Dinge nicht tun und muss eben auch mal stupide Arbeiten erledigen. Das hat auch nichts mit Sklaven zu tun. Viele Betriebe testen mit sowas auch erstmal das Engagement des Praktikanten aus, bevor sie ihm bessere Dinge geben. Und wer bei erster Gelegenheit gleich rummufft und auf seine Rechte pocht, statt mal mit anzupacken, der hat keinen guten Einstand.

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Naürlich darfst du die aufgegebene Arbeitsleistung eines Schülerpraktikas verweigern wie der Betrieb deine weitere Anwesenheit und das Praktikumszeugnis eben auch.

Sofern du keinen anderen Praktikumsplatz findest, darfst du in der Schule sinnentleerte Aufgaben erledigen, wenn dir das lieber ist, da die Zeit ja unterrichtsfrei verplant ist.

Wirklich nur auspacken und einräumen ist wirklich nichit sinn und ziel eines Praktikums. Aber bevor Du die Verweigerernummer durchziehst (das wäre im Arbeitsleben übrigens ein Grund für fristlose Kündigung), wende Dich doch wenn möglich erst mal an den betreuuenden Lehrer. Ich kenne das so, dass ein Lehrer die Praktikanten besucht. Du könntest auch in der Schule mal nachfragen, ob Du telefonisch mit ihm reden kannst.

Ist das heute der erste Tag des Praktikums? Dann wäre es sicher zu früh für Arbeitsverweigerung. Ansonsten, versuche im Betrieb mit deinem Vorgesetzten ins Gespräch zu kommen und frage nach, und zwar freundlich und höflich und ohne drohende Arbeitsverweigerung, ob es möglich wäre, auch noch andere Bereiche des Betriebes kennen zu lernen oder andere Aufgaben zu erledigen.. Mit Reden kommt man oft weiter als mit Verweigerung.

Vielleicht heisst es dann, morgen haben wir noch nicht die Möglichkeit, aber übermorgen könnte es gehen. Dann sei geduldig. An einem realen Arbeits(Praktikuns)platz darf man auch sehr lange Zeit die gleichen Aufgaben erledigen, oft so lange, bis einer nach einem kommt.

Wie lang ist denn dein Praktikum? Je nachdem ob es 2 Wochen oder 3 Monate geht, macht das natürlich einen großen Unterschied in Bezug auf das, was du von deiner Praktikumsstelle erwarten kannst.

Aber zunächst, sieh es mal realistisch: Als Schülerpraktikant bist du meistens nur eine Belastung für das Unternehmen. Du hast keine Qualifikationen durch welche du tatsächlich in den Betriebsablauf einegbunden werden kannst und zusätzlich zieht deine Betreuung weitere Kapazitäten ab. Wenn du dich lediglich beschwerst oder gar verweigerst, wird das Unternehmen dir sehr schnell nahe legen zu gehen.

Wenn du aber aktiv wirst und dir selbst Gedanken machst wo du dich einbringen kannst, sieht die Sache wieder anders aus. Denk dran, dass DU dort bist um etwas zu lernen. Das Unternehmen kann gut auf dich verzichten. Da kannst du nicht erwarten, dass dir alles auf einem silbernen Tablett serviert wird. Du musst durch dein Auftreten und auch explizit zum Ausdruck bringen, dass du lernen willst. Darauf wird dein Betreuer vermutlich auch positiv reagieren und bereit sein darauf einzugehen.

Also statt auf irgendwelchen vermeintlichen Rechten zu beharren, die so wie du dir das vorstellst auch garnicht existieren, solltest du ein konstruktives Gespräch suchen. Du kannst in diesem Gespräch anbringen, dass du nach Möglichkeit gerne anspruchsvollere Aufgaben hättest, aber dadurch werden unliebsame Aufgaben nicht verschwinden. Die werden immer Teil eines Praktikums sein, genauso wie in einem Job. Und nur wenn du diese gewissenhaft erledigst, wirst du auch mehr Verantwortung bekommen. Das schlechteste was man als Praktikant zu kann, ist zu vermitteln, dass man sich zu schade ist.

Wir hatten das Thema neulich auch in der Schule, Betriebe trauen Praktikanten nicht so viel zu und lasen sie daher nicht anderes machen. Verweigern acht ein Schlechten eindruck Praktikanten machen die Drecksarbeit weil sie nichts kosten.

Da ist dein Lehrer dein Ansprechpartner, bevor du im Betrieb laut machst. Dein Platz wurde scheinbar nur geschaffen um Lohnkosten zu sparen. Das ist nicht Sinn von einem Schülerpraktikum. Dein Lehrer wird sich darum umgehend kümmern, nur sachlich erklären was du während deiner Zeit im Betrieb bisher erlebt hast. Melde dich Montagmorgen wegen dringender Sache ab bei deinem Betrieb und gehe um 8 Uhr morgens zu deiner Schule.

Jetzt mal ganz ehrlich, ein Schulpraktikum ist zwar dazu da auch Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen, aber dir sollte auch bewusst sein, das die Leute die in dem Büro oder Unternehmen arbeiten, dies nicht erst seit gestern machen und entsprechend mehr Erfahrung haben.

Es gibt einen schönen Spruch und zwar:

"Reiten lernt man nur durch fegen."

Ich weiß der Spruch ist zwar der Reiterei entnommen, den kann man aber auch auf die Arbeitswelt umschreiben, in etwa so: "Arbeiten lernt man nur durch Kaffee kochen.".

Sicherlich kannst du auch mal nachfragen, ob du auch mal nen Einblick in die anderen Tätigkeiten bekommst, aber sich hinsetzen und auf stur zu stellen ist der falsche Weg.

"Mund auf-Problem raus."

Wenn jetzt jemand eine Ausbildung beginnt, der fängt auch erst mit niederen, leichten Tätigkeiten an, da steigert sich auch von mal zu mal die Schwierigkeitsstufe. Ok, ne Ausbildung kann man jetzt zwar nicht mit nem Praktikum vergleichen, aber nun ja...

Wie lange hast du denn dein Schülerpraktikum? Wenn es mehrere Wochen sind, dann wirst du ja noch einiges kennen lernen.

So viel von mir dazu...

lg, jakkily

Klar kannst du das machen. Ein Schulpraktikum ist nähmlich in der Regel dazu da, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen etc.. Körperliche Arbeit wie Putzen, Kochen oder was auch immer kannst du verweigern. Aber wofür der Aufstand? Die paar Wochen wirst du doch wohl aushalten können und je nachdem wofür du dich entschieden hast, ist es auch teilweise deine Schuld.

Was dachtest du was ein Praktikum ist? Ein Zuckerschlecken? Ein Praktikum ist eigentlich IMMER für die Drecksarbeit da. An deiner Stelle würd ich eher mal nett nachfragen ob du auch mal in andere Bereiche darfst - wenn nicht dann ziehs durch und jammere nicht rum

DH

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Das ist mir auch klar. Allerdings wollte ich mich hier eher darüber informieren, welches Recht man als Praktikant hat, als über das persönliche Empfinden anderer.

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@mm00mmM

Ein Praktikum besteht aus Rechten UND Pflichten und nach denen hast Du hier noch gar nicht gefragt. Es stört mich bei solchen Fragen immer dieser Unterton "was muss ich alles machen, was darf man mit mir machen, was muss ich alles nicht tun ?". Du sollst in so einem Praktikum die Tätigkeiten in der Firma kennenlernen und die sind nunmal nicht alle interessant, da gibts auch viele stupide dabei, die normale Angestellte ohne Murren erledigen. Steck doch bitte Deine Energie dort rein statt in stundenlange Recherchen, was Du Dir alles eigentlich NICHT bieten lassen musst ;-)

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Ich würde nicht auf stur schalten. Besser ist es, mit der Schule Kontakt aufzunehmen.

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