Sich das eigene Leben nehmen?

Support

Liebe/r KobeBryant08,

Deine Frage liest sich sehr besorgniserregend. Bitte bedenke aber: Selbstmord ist keine Lösung und wir können nicht zulassen, dass Du Tipps bekommst, die Dir selbst schaden können.

Vertraue Dich doch bitte nach Möglichkeit auch einem Menschen aus Deinem näheren Umfeld an. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule / Arbeit sein.

Und wenn Dir das nicht möglich ist: Du kannst Dich auch jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Oder schau mal hier (dort gibt es auch extra eine Kinder- und Jugend-Rufnummer): http://www.nummergegenkummer.de

Es gibt auch für Jugendliche spezielle Hotlines: z. B. junoma.de, u25-deutschland.de, youth-life-line.de

Herzliche Grüße

Ben vom gutefrage-Support

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo KobeBryant08,

es tut mir sehr leid, dass Du Dich im Moment so ausweglos fühlst, dass Du Dir den Tod herbeiwünscht! Auch wenn Du Dir das gerade nicht vorstellen kannst: Es kann auch in Deinem Leben wieder bergauf gehen! Normalerweise ist keine Situation so ausweglos, dass es keinen Grund gibt, auf eine Besserung zu hoffen. Denke einmal über die folgenden drei Gründe nach, weswegen es sich doch noch lohnen könnte, weiterzuleben.

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern

Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht. Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum dem Du einigermaßen Vertrauen hast. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du z.B. aus einer schweren seelischen Krise allein nicht wieder herauskommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung ihrer Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und Du die Entdeckung machst, dass es sich auch in Deinem Fall lohnt, weiterzuleben. Alles Gute!

LG Philipp

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Wow! Super Antwort!❤ Ich denke er/sie wird sich bestimmt über diesen Text freuen!

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Vielen Dank für den Stern! :-)

LG Philipp

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Hey,

Es gibt manchmal Zeiten in denen es einem total mies geht und man hat dann das Gefühl, dass es nie wieder gut werden kann. Aber es wird immer irgendwann wieder gut, glaub mir. Du kämpfst sehr hart jeden Tag damit, aber wenn du nicht aufgibst, dann kannst du es auch wieder schaffen. Ich bitte dich, bleib stark, es gibt so viele Menschen, die dich lieben und von einigen weißt du es vielleicht nicht mal.

Ein Freund von mir ist auch depressiv, weil er glaubt, dass ihn niemand mag und er weiß nicht, dass ich schon lange in ihn verliebt bin. Ich wollte das jetzt nur erwähnen, um dir zu zeigen, dass man manchen Menschen so viel mehr Wert ist, als man glaubt. Ich bin ganz sicher, dass du ein ganz toller Mensch bist und es ganz viele gibt, die dich sehr, sehr gerne mögen.

Bei Depressiven ist ein Teil vom Gehirn so umgesteuert, dass der jenige keine Endorphine, Glückshormone, ausschütten kann. Wenn du zu einer Therapie gehst kann das geändert werden und dann wird es ganz sicher besser. Bitte bleib stark, für alle Menschen, die dich lieben. Und für dich.

Ich verspreche dir, es wird alles wieder gut

LG Jojo

Es ist vielleicht schwer zu glauben, aber ich verstehe dich. Mir geht es zurzeit genauso. Aber ich bitte dich so sehr, nehm dir nicht dein Leben. Zurzeit geht es dir sehr schlecht und du weißt nicht was du machen sollst und nichts lohnt sich aber ich verspreche dir, wenn du nur abwärtst dann wird alles besser. Vielleich solltest du zu einem Psychologen gehen, natürlich ohne das es deine Eltern erfahren, weil ich kann verstehen das wenn man nicht so eine gute Beziehung zu der Familie hat man sich so etwas ernstes nicht mitteilt. Also ich kann verstehen das du nicht willst das sie etwas davon erfahren, obwohl es natürlich besser wäre. Aber um deine Frage zu Beantworten, ja es lohnt sich zu leben, vielleicht siehst du das gerade anders aber wenn du dir jetzt das Leben nimmst, dann verpasst du so schöne Sachen, oder denk an deine Eltern, sie würden so Traurig sein wenn sie erfahren wie unglücklich ihr Kind war und sich deswegen umgebracht hat. Bitte denk daran, es lohnt sich immer irgendwie zu leben, auch wenn es manchmal nicht so scheint. Bitte bleib am Leben. Ich glaube an dich okay? Obwohl ich dich nicht kenne würde es mir das Herz brechen wenn du stirbst, kein Mensch hat es verdient so unglücklich zu sein.

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