(Shisha)Bar Eröffnung? Grundausrichtung? Wie viele Gläser soll ich am Anfang kaufen? Kostenaufstellung?

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2 Antworten

Vomfeinsten111 bringt es ziemlich klar auf den Punkt:
Lass es bitte, Du machst Dich nur unglücklich.

Und das schreibe ich nicht, weil ich neidisch wäre oder Dir den Erfolg nicht gönnte, im Gegenteil!

Aber nach mehr als 15 Jahren in der Gastro und auf allen Positionen außer in der Küche erkenne ich an Deinem Beitrag, dass Du entweder von Lieferanten oder dem Vermieter über den Tisch gezogen wirst, dass Du weder von Kalkulation, noch von Materialbeschaffung oder dem Wirtsgewerbe allgemein eine Ahnung hast.
Das meine ich nicht böse, sondern stelle es sachlich fest.

Stell Dir einfach nur mal vor, in Deiner Spedition würde sich als Disponent der Betriebsleiter einer Gastwirtschaft bewerben, und als Beleg seiner Sachkenntnis hätte er schon mal den Rauminhalt eines 7,5 Tonners berechnet...
Verstehst Du, worauf ich hinauswill?

Ich will Dich nicht langweilen, aber kannst Du Dir annähernd vorstellen, nach wieviel Jahren ich zuerst Tresenchef, Servicechef und dann Betriebsleiter wurde?
Und dann Geschäftsführer, und viel später erst habe ich mich getraut, ein eigenes Lokal zu eröffnen...
Und auch das ist Schnee von gestern, ich habe die Gastro komplett an den Nagel gehängt, Selbständigkeit in der Gastronomie ist schlimmer als Krieg.
Zumindest in meiner Stadt.

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Du solltest wesentlich realistischer denken.

Für die Eröffnung einer Gaststätte ist einiges mehr erforderlich als du aufgezählt hast.

Das fängt bei der Schankkonzession und den damit verbundenen Auflagen (Lebensmittelrecht, bauliche und personelle Qualitäten) an, geht weiter über Ladeneinrichtung (Schankanlagen, Bestuhlung, Tische, Werbemaßnahmen, Kühlgeräte etc.) und beinhaltet auch Rücklagen für Lokalmiete und Überbrückung der Anfangsphase.

Unter 20000 Euro freier Rücklagen (nachdem alle Ausgaben für den Anfang bezahlt sind) brauchst Du gar nicht anfangen - da ist ein Konkurs schon vorprogrammiert.

Ob Du nun 200 oder 500 Gläser kaufen musst, ist eine Nebensächlichkeit.

Ich würde mir an Deiner Stelle sehr, sehr gut überlegen ob das (auch arbeitszeittechnisch) überhaupt machbar ist - Du kannst nicht tagsüber in der Spedition arbeiten und zu Feierabend noch 8 oder 10 Stunden im Laden stehen - jedenfalls nicht auf Dauer.

Ohne das feste Einkommen aus dem Spediteursjob wirst du im ersten halben Jahr nicht auskommen - sonst müsstest du schon 50000 Euro Erspartes herum liegen haben.

Bis eine Gaststätte richtig läuft, dauert das je nach Standort und Mitbewerbern zwischen 6 Monaten und 1 Jahr - diesen Zeitraum musst Du überbrücken.

Gerade die Monate zwischen Jahresbeginn und April sind sehr umsatzschwache Monate.

Noch gar nicht berechnet sind dabei die Risiken, die sich aus "schlechtem" Publikum (Kiddies, Migranten) ergeben - hier bei uns werden diese Shisha-Bars regelmäßig von den Ordnungsbehörden geschlossen weil es zu Verstößen im Bereich Jugendschutzgesetz und Lärmbelästigungen (Verstoß gegen Konzessionsauflagen) gekommen ist.

Gastronomie ist ein schwieriges Geschäft.

Das solltest du bedenken und die Sache mal nicht nur durch die "rosa Brille" sehen.

Alles Gute !

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Kommentar von hLounge
25.11.2015, 19:37

Erstens Danke dir für die Antwort.

Hm ja da hast du Recht, Gastronomie ist nicht einfach. Daneben zum arbeiten ist fast unmöglich. Und es ist ohne weiteres klar dass die ersten 6-12 Monate kein Paradies sein wird. Aber Mut ist da und man muss riskieren man muss reinbeißen.

Es ist eher so dass ich kündigen werde und alles ins mein Unternehmen investieren werde, jede Sekunde, Minute und Gedanke.

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Kommentar von fhuebschmann
25.11.2015, 20:31

Guter realistischer Beitrag! Möchte noch ergänzen das man auch GEMA Gebühren zahlen muss wenn man öffentlich Musik spielt! Das mit den Gläsern halte ich auch für Pille palle da muss man eh mehr haben weil man auch viel Bruch hat. Eine Kaffeemaschine für die gastro ist schnell mal so teuer wie ein Kleinwagen. Schankanlagen bekommt man auch nicht geschenkt.

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