SGB2 Wie viel darf ich dazu verdienen?

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2 Antworten

Es gibt folgende Freibeträge, die nicht angerechnet werden:

  • die ersten 100€ pauschal

  • darüber hinaus bis 1000€ 20%, darüber hinaus bis 1200€ 10%

  • als Schülerin hast Du in maximal 4 Wochen im Jahr in den Schulferien einen Freibetrag von zusätzlich 1200€.

Bei dem 100€-Freibetrag musst Du berücksichtigen, dass Du bereits einen Freibetrag von 30€ auf das Kindergeld bekommst (schau in den Bewilligungsbescheid). Der fällt weg, wenn Du den 100€-Freibetrag für Erwerbstätige erhältst, so dass Du tatsächlich nur 70€ mehr Freibetrag hast. Der 100€-Freibetrag erhöht sich auf 175€, wenn Du eine Übungsleitertätigkeit machst (steuerlich freigestellt nach §3 Nr. 26 EStG).

Das Jobcenter kann Dich nicht zum Nebenerwerb zwingen, wenn Du Vollzeit-Schülerin bist. Ein Nebenjob ist daher komplett freiwillig - lass Dir vom Jobcenter nix anderes aufdrängen.

du kannst bis zu 400 euro dazu verdienen alles was darüber ist wird die angerechnet. du hast aber eine begrenzung bei den arbeitsstunden. ich glaube max 30 std im monat und davon auch noch begrenzt in der woche

warum gibst du das taschengeld deines vaters an? das geht die gar nichts an das ist wie geld von der oma oder bekannten. das ist wie ein geschenk

Msat312 16.10.2012, 14:22

Da mein Vater Insolvenz ist, muss er alles angeben und belegen, was er an Geld ausgibt. Deswegen kann er es mir nicht bar geben, sondern nur überweisen damit er den Kontoauszug als Beleg hat. Und meine Kontoauszüge muss ich dem jobcenter vorlegen. Bis 400 € ? Die haben mir gesagt ich MUSS einen 400 euro job annehmen damit die mir was abziehen die nennen das: Hilfebedürftigkeit senken. Mir wurde gesagt ich darf nur 100 dazu verdienen. Oder variiert das je nach Individueller Berechnung des Satzes ? LG

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VPeterV 16.10.2012, 14:22

ok hab gerade mal geschaut so wie ich es geschrieben habe war es bei uns. aber es gibt auch noch ein paar andere beispiele:

Viele Hartz IV Empfänger sind sich unsicher: Wieviel darf man anrechnungsfrei hinzuverdienen? Deshalb hier eine Zusammenfassung:

Hartz IV oder ALG II ist das durch die Hartz IV Reform entstandene Arbeitslosengeld II, eine Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. ALG II ist eine Sozialleistung. Mehr als das Existenzminimum sichert Hartz IV nicht. Es taucht also die Frage auf: Darf man etwas hinzuverdienen, ohne dass der Anspruch auf Hartz IV Leistungen entfällt. Grundsätzlich ist das möglich. Allerdings muss ein Nebenjob der Arge bzw. der Arbeitsagentur gemeldet werden.

Wieviel darf man nun zu Hartz IV hinzuverdienen? Der Zuverdienst bei Hartz IV -. ALG II:

Zunächst besteht ein allgemeiner Grundfreibetrag in Höhe von 100 Euro für Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Das bedeutet: jeder, der ALG II bezieht, darf 100 Euro zusätzlich im Monat verdienen, ohne dass der Hartz IV Betrag gekürzt wird. In diesem Grundfreibetrag sind 15,33 Euro Werbungskostenpauschale, Absetzbeträge für eine Riester-Rente und für private Versicherungen in Höhe von 30 Euro und Fahrtkosten enthalten.

Verdient der Hartz IV Empfänger mehr als 100 Euro, so erfolg eine Anrechnung auf die Hartz IV Leistung: Ausgangspunkt der Berechnung ist das erzielte Bruttoeinkommen. Liegt es zwischen 100 Euro und 800 Euro, so darf der ALG-II-Empfänger 20 Prozent behalten, also maximal 140 Euro.

Liegt das Einkommen darüber, sind 10 Prozent des 800 Euro übersteigenden Betrages anrechnungsfrei.

Beispiel 900 Euro Zuverdienst. Der Grundfreibetrag beträgt 100 Euro. 140 Euro Freibetrag ergeben sich aus der Rechnung 20 Prozent von 700 Euro. Hinzu kommt ein Freibetrag von 10 Euro als 10 Prozent von 100 Euro. Insgesamt hat der Hartz IV Empfänger einen Freibetrag von 250 Euro.

Die Obergrenze für Freibeträge beträgt für Hilfebedürftige ohne bei 1.200 Euro Bruttoverdienst, für Hilfebedürftigen mit Kindern bei 1.500 Euro. Wer Einkommen hat, dass diese Obergrenze übersteigt, hat keinen Hartz IV Anspruch mehr.

Ein weiterer Freibetrag ergibt sich, wenn ein Mitglied eine Bedarfsgemeinschaft Einkommen von monatliche über 400 Euro erzielt. Es darf dann die Fahrtkosten mit 20 Cent pro Kilometer absetzen, sofern darüber hinaus die Summe der abzugsfähigen Beträge gemäß Â§ 11 II Nr. 3-5 SGB II die Grenze von € 100 übersteigt.

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Msat312 16.10.2012, 14:24
@VPeterV

Vielen Dank, da habe ich meine Antwort. Jetzt nur noch einen Betrieb finden, der mich auf 100€ anmeldet :/

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Indivia 16.10.2012, 14:28
@Msat312

Evtl Zeitungen austragen, da liegt man meist so bei ca 100Euro.

Bei einem Job bei alg2 , hat mann 100E Freibetrag+20% von dem was von 101 bis 100€ bleibt und von 1001 bis 1200€ darf man 10% behalten.

Wenn du ÜBER 400€ verdienst und fahtkosten von mehr als 100€ hast können dise auch berücksichtigt werden.

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Carlystern 16.10.2012, 14:30
@Msat312

Meine Sachbearbeiterin sagte ich kann bei einem 400Euro Job 160 Euro behalten, die anrechnungsfrei bleiben. Der Rest wird angerechnet. So, was stimmt nun?

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Indivia 16.10.2012, 18:43
@Msat312

Ich habe bis vor kurzem auf 400€ Basis gearbeitet und durfte 160€ behalten , nun arbeite ich als Zeitungsauträgerin und darf 100€ +20% vom rest behalten. Demnach scheint dies richtig zu sein.

Oben bei der rechnung wurde der Freibetrag nicht erwähnt. "Verdient der Hartz IV Empfänger mehr als 100 Euro, so erfolg eine Anrechnung auf die Hartz IV Leistung: Ausgangspunkt der Berechnung ist das erzielte Bruttoeinkommen. Liegt es zwischen 100 Euro und 800 Euro, so darf der ALG-II-Empfänger 20 Prozent behalten, also maximal 140 Euro." aber wohl dazu gerechnet.

denn 800€ -100€ Freibetrag= 700€; 20% von 700= 140€ Freibetrag 100€ +140€ ( nicht anrechnungsfähiges Einkommen) = 240€

Bei 800€ dürftest du also 240€ behalten. Die Rechnung wenn du die 100€ Freibetrag einrechnest ist eigentlich genau die selbe.

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Indivia 16.10.2012, 14:25

Das mit den 30 Std kann nciht gelten, denn ich habe bis vor kurzen bei alg2 60 std im Monat auf 400 basis gearbeitet, die begrenzten Stunden gelten nur bei alg1.

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