Sexueller missbraucht an Kindern?

7 Antworten

Das Kind mag das Unrechte vielleicht nicht erkennen. Aber der Täter wird versuchen, sein Handeln zu entschuldigen und zu verheimlichen. Das Kind darf zu niemanden darüber sprechen. Zur "Sicherheit" wird es kontrolliert und isoliert. Vielleicht erkennt das Kind sogar irgendwann, dass die Vertauensperson, die es eigentlich schützen soll, etwas Unrechtes macht. Aber das Kind hat auch gelernt, den Vater zu lieben, Dadurch gerät es irgendwann in einen Zwiespalt. Es spürt, dass die Wahrheit alles verändern würde. Entweder man glaubt ihm nicht oder sein "ZuHause", sein Schutzraum, seine Familie wird zerstört. Das Kind fühlt sich schuldig. 

Und dann beginnt das Verdrängen und vergessen. Was nicht gesagt wird, ist nie passiert. Irgendwann - dass kann auch Jahrzehnte später sein - zerbricht das Opfer und weil es vergessen hat, weiß es nicht einmal woher die Probleme kommen. Und erst in langer, schmerzhafter Pychotherapie kommt die Vergangenheit hoch und das Opfer kann lernen, dass es keine Schuld hat. 

Zumindest mir ging es so. Ich wurde missbraucht und wurde gegen jeden misstrauisch. Ich versuchte Jahrelang ein normales Leben zu führen, mit dem Gefühl, dass ich nicht normal war. Nach außen hin lachte ich und war angepasst und wenn ich alleine war, weinte ich und verletzte mich, ohne das zu hinterfragen. Erst als nichts mehr ging - psychische Erschöpfung - und der Hausarzt mich zum Therapeuten verwies, kamen in der Therapie nach und nach einzelne Erinnerungen hoch. Ich bin noch lange nicht durch - aber die ersten Schritte sind getan. Und mir geht es besser, weil ich weiß, dass da wirklich "was ist" und ich mir meine Gefühle, meine psychischen Probleme nicht nur einbilde, sondern es tatsächlich eine psychische Erkrankung ist. 

Danke für diese ausführliche und gute Antwort. Und danke das du mich für mein Interesse an Psychologie nicht gleich anfährst wie es andere User hier tun.

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@stevengrey

Es gehört auch zur Therapie, nicht mehr zu schweigen. Es ist passiert und damit lebe ich. 

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Ich gehe zurzeit aus den selben Beweggründen zu einer Therapie.

Und deswegen hat mich döse frage einfach interessiert.

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Ich finde Deine Frage sehr berechtigt. Es geht ja eben nicht um den immer wieder zitierten Fall, dass ein Mann versucht, in ein kleines Mädchen einzudringen, sondern um den, dass "keine wirkliche Gewaltanwendung herrscht". Sagen wir sogar: gar keine.

Was Sex ist, kann man mehr oder weniger gut wissen, wenn man Sexologe ist. Man kann es aber auch empfinden, bewusst oder auch unbewusst. Unbewusst empfinden es auch kleine Kinder. Sie haben auch schon einen Sexualtrieb. Freud hat versucht, ihre Entwicklung dahingegend zu beschreiben.

Dem Sexualtrieb kleiner Kinder und pubertierender Mädchen steht aber eine Sexualhemmung entgegen, die sie daran hindert, genau das zu tun, was der Trieb ihnen sagt. Je stärker der Reiz, desto stärker die Hemmung, bis hin zum Ekel.

Dieser Widerspruch zwischen Trieb und Hemmung ist es, worunter sie (und oft auch andere Menschen) psychisch leiden - z,B. wenn sie an den Geschlechtsteilen gestreichelt werden. Ungünstigenfalls setzt sich die erlebte Hemmung so fest, dass sie auch im Erwachsenenalter nicht vergeht. 

Danke für die ausführliche Antwort.

Genau das war meine Frage. :)

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Die Ausprägung der Misshandlung kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Das kann bei leichten, nahezu unbemerkten Berührungen anfangen die nahezu unentdeckt bleiben kann aber auch bis hin zur intensiven Taten die zusätzlich mit extremen Bedrohungen an das Kind gerichtet, einhergehen.

Kenne einen Fall, da wirde dem Kind gesagt, dass dessen kleiner Bruder umgebracht wird, wenn sie nicht macht was Papa möchte und wenn sie etwas sagt ihr eh niemand glauben würde...

Sowas kann eine Grundschülerin sehr traumatisieren.

Das Kimd hat erst 20 Jahre Später etwas davon erzählen können

Bin ich sexuell missbraucht worden wenn ...?

Ich total alkoholisiert sex mit jemanden habe, mit dem ich es im nüchternen Zustand nie gehabt hätte. Und ich mit jemanden aggressiven, sex habe der mich zum sex überredet und ich mich nicht wehre weil ich Angst habe das er gewalttätig wird?
Zumindest fühle ich mich deswegen missbraucht und bin seitdem sehr depressiv, Nur hätte wohl fast jeder gesagt das ich selber schuld sei

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Warum blockieren Menschen bei mir ab?

Hallo Leute,

erstmal zu mir. Ich würde als Kind sexuell missbraucht für einige Jahre. Der Täter war ein Verwandter. Während dieser Zeit war ich ziemlich verwirrt. Ich dachte sexuelle Berührungen wären ein Spiel. Mit den Kindern in meiner Nachbarschaft war Sex auch ein Thema, es war zwar nie wirklich was großes. Doch wir berührten uns schon. Aber das nur einmal.

Sex empfand ich als Kind als etwas lustiges. Doch bis zu einem Zeitpunkt, wo ich verstand, das was der Täter tat komplett falsch war. Ich verschloss mich komplett von dieser Welt und redete kein Wort mehr. Ich weinte täglich für 10 Jahre. Den Täter ging ich aus dem Weg und ich erzählte trotzdem keinem was. Mit 23 bekam ich Panikattacken und Depressionen. Es kam dann heraus und ich zeigte ihn an.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Ohne mich zu sehen und zu kennen, meint ihr dass bemerkt man von außen? Ich muss immer wieder erleben, dass Menschen mit mir einfach nicht können. Sie können nicht mit mir reden. Sie blockieren ab, auch wenn ich lächle. Sie wissen nichts von meiner Vergangenheit, doch trotzdem schrecken sie zurück und reden lieber mit jemand anderen.

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