Sexuelle revolution?

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2 Antworten

Die sexuelle Revolution hat zunächst einmal herzlich wenig mit Prostitution zu tun. Die "68er Generation" hat gegen die Spießigkeit der 50er Jahre aufbegehrt war und im Zuge der Forderung nach Freiheiten auch der "freien Liebe" mit wechselnden Partnern recht zugetan. Die eben erst auf den Markt gekommene Antibabypille ermöglichte einen wesentlich unverkrampfteren Umgang mit Sex. Vielen ist nicht bewusst, dass es auch in Deutschland lange Zeit verboten war einem unverheirateten Paar die Gelegenheit zum Beischlaf zu bieten (Kuppelei) und Kondome nur an Verheiratete verkauft werden durften!

Die Prostitution wurde war rein rechtlich in der Hippie-Zeit der 70er Jahre auch in Deutschland noch weitestgehend verboten und nur in Randbereichen geduldet. Die Prostitution war aufgrund ihrer Illegalität ein hervorragendes Betätigungsfeld für die organisierte Kriminalität und Zuhälter trugen ihre Revierkämpfe aus. Bezüglich der Prostitution erfolgte die "Revolution" erst 2002 mit dem Prostitutionsgesetz, welches den Sexarbeiterinnen erstmals zugestand, dass ihre Tätigkeit nicht "sittenwidrig" ist, sie sich sozialversichern können und so weiter. Seit dem sind zahlreichen neue Bordelle in ganz Deutschland entstanden - meist in Form von "Wellness- Oasen für den Mann" in Form von Sauna- und FKK-Clubs. Lies mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon), wenn Dich die heutige Paysex-Situation wirklich interessiert. Seitdem sind die allermeisten Sexworker freiwillig und selbstbestimmt tätig, da sie niemanden mehr brauchen, der sie "beschützt", "versteckt" oder "mit Kunden versorgt".

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Prostitution war und ist immer dasselbe. Du musst schon genauer und ausführlicher fragen.

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