Sexualkunde in der Grundschule - Homosexualität?

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16 Antworten

In der sexualkonde sollte nicht versäumt werden, auch Homosexualität als Variante der Sexualität zu thematisieren.

Im Detail wird in Sexualkunde aber ohnehin die Geschlechtlichkeit von Frauen und Männern, also eher die "technische" Seite behandelt. Und unter Aufklärung verstehe ich, dass erklärt wird, wie sich Sexualität entwickelt, also die Pubertät, wie die Fortpfanzung funktioniert und wie Empfängnisverhütung stattfinden kann.

Letztlich gehören auch ein paar Worte dazu, wie man eine partnerschaftliche Beziehung pflegen kann, also die Vermittlung von Werten wir Rücksicht, Nähe/Distanz und vor allem Respekt vor der Sexualität und der Unversehrtheit des anderen. Das betrifft letztlich sowohl die Hetero- als auch die Homosexualität.

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Was viele "erwachsene" Menschen immer wieder vergessen ist, dass jegliche Sexualität speziell für Kleinkinder völlig normal ist!!Ihnen wird erst beigebracht,dass es angeblich unnormal ist wenn man als Frau eine Frau oder als Mann einen Mann liebt...Wie der Sex im speziellen funktioniert ist da völlig irrelevant!Was Kinder (meiner Meinung nach von ihren Eltern) lernen sollten ist wie Fortpflanzung funktioniert.Wenn man ihnen,von mir aus auch gerne in der Grundschule, von Anfang an erklärt, dass es mehrere Arten von Liebe gibt und dass es allerdings streng genommen einen Mann und eine Frau braucht um ein Kind zu machen ist das doch genau der richtige Weg. Die Eltern meinen immer,sie müssen ihren Kindern möglichst lange verschweigen,dass es auch andere Formen von Sexualität gibt um sie irgendwie zu schützen,weil sie Angst haben sie würden sonst auf "dumme Ideen" kommen oder so...es ist einfach noch nicht so richtig in den Köpfen der Leute angekommen, dass Hetero-, Homo-, Bi- oder Transsexualität nicht gelernt wird, sondern genetisch vorbestimmt ist.
Nur wegen so feigen Eltern haben Kinder im pubertierenden Alter dann solche Probleme sich zu outen...Allein die Tatsache sich "outen" zu müssen ist falsch!Es wär doch 1mio mal einfacher,wenn Kinder mit dem Wissen aufwachsen,dass jede Art von Sexualität normal ist und sie sein können wie sie wollen!!
Ich werde meinen Kindern Toleranz und Akzeptanz anerziehen und ich finde dazu ist jeder Mensch der sich fortpflanzt verpflichtet!

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Kommentar von rachtzehn
27.09.2016, 12:59

Ich bin absolut deiner Meinung, und würde meine zukünftige Kinder nicht anders Erziehen.

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Ich finde, daß zum Thema Homosexualität die Aufklärung darüber gehört, daß es hierbei nicht generell um körperliche Sexualbegierde geht, sondern vorwiegend und fast ausschließlich um Geistige Liebe zum Gleichgeschlechtigen. So könnte man auch den Begriff "Schwul sein" erklären. Männer unterhalten sich untereinander anders als Frauen untereinander. So gab´s früher schon mal das Ergebnis aus Befragungen von sogenannten Homosexuellen, wie sie dazu stehen, mit den Erklärungen " Unter Männern kann man sich mit mehr Verständnis über alles unterhalten als mit Frauen, die sich meist gefühlsbetont verhalten".

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Also ich habe selbst einen schwulen Sohn, bin also sicher nicht homophob. Ich finde aber dass, das noch kein Thema ist, das in der Grundschule behandelt werden muss. Die meisten in dem Alter haben meiner Meinung nach mit dem Thema Sexualität noch nichts am Hut. Das würde die Kinder dann unnötig verwirren denke ich. Obwohl es wichtig ist, dass die Gesellschaft aufgeklärter wird (bzw, ist sie das ja teilweise bereits) und die Ansichten und die Akzeptanz sind heute glaube ich eine ganz andere als noch vor 20 Jahren.

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Sexualkunde in der Grundschule ist wichtig, denn viele Schüler wissen vorher schon Bescheid, aber durchaus nicht alle. Es gibt Religionen bei uns, bei denen das Thema tabuisiert wird.

Homosexualität und andere Arten der Lebensformen gehören auch in den Schulunterricht, aber ich denke, dass das eher was für die weiteren Klassenstufen ist. Ich würde das dann eher als Sozialkunde betiteln.

Ich denke, dass nicht alle Grundschüler in der ersten oder in der zweiten Klasse geisitg so reif sind, um dieses Thema zu verstehen. Ein Dialog oder eine Diskussion darüber wäre meiner Meinung in diesem Alter noch nicht möglich.

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Kommentar von Brainus
27.09.2016, 09:16

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Kommentar von Brainus
27.09.2016, 09:24

soweit ich weiß sind die allermeisten Schulen staatlich. Was Religionsgemeinschaften dazu denken ist nicht relevant. Homosexualität ist übrigens keine Lebensform, sondern die
ein gleichgeschlechtliches sexuelles Verhalten, erotisches und romantisches Begehren gegenüber Personen des eigenen Geschlechts.

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wenn wir an das Thema Sexerziehung so rangehen würden wie an die unterschiedliche Existenz von kleinen und großen Menschen oder von unterschiedlichen Vorlieben für Pizzen, nämlich sehr selbstverständlich und ohne Aufregung, dann wäre kein Thema auszusparen, das Kinder interessiert.

ABER wir haben das Sex.thema leider so genitalfixiert erlernt, dass uns die Sichtweise der Kinder kaum noch zugänglich ist.

In der Schule sollten Lehrkräfte über die eigene Souveränität verfügen, dieses Thema arglos wie sonstige biologische Themen zu behandeln.

Da fehlts aber oft an der Ausbildung an Hochschulen....

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Ich denke, man MUSS es grundsätzlich ansprechen. Die meisten in der
Gesellschaft machen den Fehler, Homosexualität nur oder hauptsächlich
auf SEX zu beziehen. Natürlich haben homosexuelle Paare auch Sex. Es
geht dabei aber doch in erster Linie darum, dass man sich gefühlsmäßig
zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt.

Das man dann sagt, wie dergleichen Paare grundsätzlich Sex haben und dass sie dabei keine Kinder zeugen könne, sollte dem Ganzen als Vervollständigung dienen.

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Ich würde es begrüßen Standardaufklärung, im Sinne von Was ist ein Kondom und dessen nutzen?, Welche Angebote macht der Staat (also Lebensgemeinschaften, Adoption, Heirat ... ), allgemeine unterschiede Frauen Männen ... in der Grundschule abhandeln. In Biologie in der 5 oder 6 Klasse lässt sich das dann intensivieren. Nebenbei lässt sich jederzeit auch die Situation mit nicht cisgender und nicht heterosexuelen erklären.

Es sollte nur eben alles dem Alter entsprechend gemacht werden. In der Grundschule sprtcht man natürlich nicht über sextoys oder Vergewaltigung von minderjährigen durch Erwachsenen. Es wird gesagt "du solltes nicht mit dem Fremden Onkel/der Tante mitgehen", warum genau ist nach nachfrage auch noch erklärbar.

Kurzum, Sensibilisierung in der Grundschule, genaueres nach der Grundstufe und wenn man dann noch irgendwas nicht abgedeckt hat(z.b. auch fremdenfeindlichkeit) gibt es dafür nioch lehrfilme.

Schulen sind somit für die sensibilisierung zuständig. Die Eltern können natürlich früher bereits aufklären(kinder werden da häufig unterschätz) und unterstützend und ergänzend zur seite stehen, aber es sollte ihnen nicht eingeräumt werden ihr Kind von der Aufklärung "auszusetzen".

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Also meine Kinder sind in der Grundschule und die wissen (in Ansätzen) durchaus was schwul und lesbisch bedeutet. Es würde ihr Weltbild also nicht erschüttern, wenn es in passender Weise im Sexualkundeunterricht einfließen würde.

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Kommentar von BeGa1
27.09.2016, 08:59

(Halbwissen) Soweit ich das gehört habe, soll die Aufklärung wie bei der Heterosexualität relativ explizit passieren - sprich anhand von Grafiken und das abbilden von Dildos.
Ich möchte das nicht schlecht reden. Das Ansprechen ist sicherlich hilfreich, die Frage ist jedoch, wie weit man dabei gehen sollte.

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Kommentar von rachtzehn
27.09.2016, 13:06

Ich finde eine Kindgerechte  Aufklärung gut und wichtig. Wie detailliert, sollten Pädagogen und Ärzte entscheiden.

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Warum sollte man nicht auch schon Grundschülern beibringen, dass es unterschiedliche sexuelle Orientierungen gibt und die als solche normal und akzeptabel sind?

Ich sehe da keinerlei Probleme. U.a. können ja durchaus auch Eltern dieser Grundschüler Homosexuell sein. Insofern ist das auch nicht wirklich ein abstraktes, lebensfremdes Problem.

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Das deutsche Schulsystem ist eh im Eimer, zu unflexibel, zu ineffizient,  zu antiquiert, zu bürokratisch, zu unfair  und vor allem: zu realitätsfern. 

Ich bezweifle das das was bringt, wen die Familie bei sowas nicht mitmacht ist es bei den meisten eh Zeitverschwendung. 

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Grundsätzlich bin ich gegen Aufklärungsunterricht in der Grundschule, das gehört einfach ins Elternhaus.

Kinder auf umstände zu heben die sie noch längst nicht interessieren und denen sie unbefangen begegnen halte ich für übergriffig und somit schädlich.

Kinder sollen ehrliche und korrekte Antworten auf fragen bekommen. Von der Schule übergestülpt bitte nicht.

Ein Pate eines unserer Kinder ist Homosexuell, somit begegnen wir dem Thema aufgeschlossen.

 Kinder mit Sexualität, egal welcher Art, zu überfordern halte ich für verwerflich. In einer Gruppe kann man niemals sensibel genug reagieren, wenn einem Kind das Thema unangenehm wird oder  es überfordert ist.

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Ich frage mich nur warum in der Grundschule. In Sexualkunde geht es doch im erster Linie um die Vermittlung von Wissen (wie funktionieren die Geschlechtsorgane, Schwangerschaft, usw.). Wie viel von diesen wichtigen Dingen bleibt da in der Grundschule hängen.

Die Aufklärung und sittliche Bewertung ist ohnehin Sache der Eltern und hat zur gegebenen Zeit zu erfolgen. Wobei die Kinder das grundlegende Prinzip von Mann, Frau, Akt doch ohnehin bereits auf dem Schulhof aufschnappen.

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Kommentar von BeGa1
27.09.2016, 08:53

(Halbwissen) Es geht dabei wohl hauptsächlich um die Akzeptanz, dass Kindern eben möglichst früh angelernt wird, mit dem Thema Homosexualität usw. umzugehen und sich eine Homophobie, im Extremfall, erst gar nicht entwickelt.

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Kommentar von Libertinaer
01.10.2016, 17:29

Das ist nicht Sache der Schule, die Vermittlung von grundlegenden Werten,

"Homosexualität" ist kein "Wert". Es ist ein Fakt - oder das Fehlen selbiger ist es. Faktenvermittlung ist Aufgabe der Schule

"Werten" tun aber ...

ist Aufgabe der Eltern.

... manche Eltern.

Das können sie ja immer noch (mein Beileid für deren Kinder).

Und wenn deren Urteil "pervers" nicht in Übereinstimmung steht mit einem schulischen "normal", dann ist DAS genau auch der Grund, warum solcher Unterricht wichtig und richtig ist.

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ich bin der Meinung, das alles gelehrt werden sollte und denke je weniger Abneigung wird es geben

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ich sehe das so.

die Pupertät steht vor der Tür und joa es gibt durchaus Menschen die homosexuell sind.

es geht also nicht nur darum Akzeptanz von "klein auf" zu fördern

sondern Infos für eine verwirrende zeit zur Verfügung zu stellen.

Denn wenn du nur von Mann und Frau hörst denkst du dir das mit dir was nicht stimmt

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Also ich denke durchaus, dass man auch Homosexualität ansprechen kann. Auf eine kindliche Art und Weise, einfach um zu vermitteln, dass es auch andere Paarkonstellationen gibt als "Mann und Frau".

Es kommt halt immer darauf an wie es erklärt wird denke ich.

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