Sexismus, Rassismus, Speziesismus usw. Wie heißt das bei Religion?

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Hi, Antiislamismus, Antijudaismus, Antichristianismus, Antikatholizismus, Antiklerikalismus usw. Neudeutsch evtl. als Antireligionismus (wobei Religionismus und Spiritismus aber eigentlich spezielle Sonderformen sind) oder Antispiritismus. Gut ginge: Religionskritik, Religionskritizismus. Atheismus, Religionsfeindlichkeit (Religiophobie). Gruß Osmond

hmm geht irgendwie am Thema vorbei. Anti-xxxx ist ja eine spezifische Gegenhaltung/Ablehnung. Rassismus ist ein Oberbegriff. Da kann man auch sagen Anti-Afrikanisch oder Antitürkisch. Passend würde sich da auch "Anti-Rassismus" einordnen. So wie"Antireligionismus" wie Atheismus als Ablegnung von Religion generell. Also keine Antihaltung innerhalb der Religionen...

Ja Religionismus klingt logisch, ist aber noch so unbenutzt, dass man mit Googlen mehrere Def. davon findet.

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@GreenGoblin

Hi, aber Religionismus ist bereits als Ersatz für "religiöser Eifer, Fundamentalismus, ja - fast sowas wie religiöser Totalitarismus" besetzt. Insbesondere wenns um Gottes Gebote gegenüber Hätschelgruppen geht (Schwule, Feministen, Gender usw.). lgO

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@osmond

yo hab ich u.a. so auch gefunden. ....homphobie etc richtet sich ja gegen Gays ob sie nun die gleiche Religion haben, wie der Homophobiker oder nciht. Gay ist ja keine Religion.
Also eine "anti-andersreligiöse" Ideologie die andere Religionen als die eigene als zB generell gewaltätig diskriminiert, mit "Begründungen" aus der Bibel zB wäre das was ich suchte. Religionismus würde zB als Missing-Link-Wort rein "klangmäßig" passen.

Scheint aber bis heut wohl keins zu geben ^^

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@GreenGoblin

Hi, solche differenzierte Wortneuschöpfung - wie Du sie suchst - gibts (noch) nicht, weil sie noch nicht benötigt wird. Mit den von mir genannten Vokabeln kommst bislang gut rum. Ansonsten: umschreiben. lgO

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@osmond

scheint wohl so.. THX. ich richte mich jetzt mal nach der "Mehrheitswahl" ;)

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Ich würd das, wonach du suchst, Religionismus in Anlehnung an die anderen Formen der Diskriminierungen Sexismus, Nationalismus, Rassismus, Speziesismus nennen nach dem Muster: es handelt sich immer um eine spezifische Gruppe des jeweiligen -ismus, die andere Gruppen dieses -ismus ausgrenzen:

Sexismus: die Geschlechtsgruppe Mann grenzt die Geschlechtsgruppe Frau aus

Nationalismus: die Nationengruppe Deutsche grenzt Zugehörige (aller oder einzelner) anderer Nationen aus

Rassismus: die Zugehörigen einer Rasse grenzen die Zugehörigen anderer Rassen aus

Speziesismus: die Art Mensch (Gruppe Homo Sapiens) grenzt alle anderen Arten aus, zieht eine scharfe, künstliche Trennlinie zwischen sich und ihnen

Religionismus: die Religionsgruppe Christen grenzen Zugehörige anderer Religionen aus (manchmal trifft das sogar noch eine Stufe tiefer zu: Katholiken grenzen Protestanten oder umgekehrt aus)

Der oben erwähnte Vorschlag 'Antireligionismus' würde demnach ja gerade die Einstellung von jemanden bezeichnen, der gegen eben diesen -ismus ist, wie Antirassismus, Antisexismus, Antispeziesismus.

Viel wichtiger ist doch, wie wird der Hass auf Religionen im weiten Sinne bezeichnet? Antitheologismus? Denn Antireligionismus scheint ja wohl schon von Christen gekapert zu sein...

Ich meine natürlich das Gegenstück zu Antisemitismus, nur statt dem Hass auf Juden meine ich den Hass auf Religionen allgemein.

Wäre mal interessant zu erfahren, wenn nötig muss ich mich wohl dem Neologismus bedienen.

Nur als kleiner Hinweis: Unter Rassismus wird nicht die Diskriminierung einer "Rasse" verstanden, sondern einzig schon allein der Versuch Menschen in Rassen einzuteilen, weshalb man dieses Wort in Bezug auf menschliche Wesen nieeeeeemals verwenden sollte.

Nun ja, da die Wissenschaft und deren 'Gläubige' von der einer gemeinsamen Abstammung der Hominiden-Spezie ausgeht, kann man hiervon ruhig von Rassen sprechen.

Aus Wiki (Auszug):

Vom späten 17. Jahrhundert bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde Rasse als anthropologische Bezeichnung zur Klassifizierung von Menschen verwendet, seit dem 19. Jahrhundert vielfach synonym mit Volk.

Es kommt auf die Sichtweise an, wie diese Terminologie betrachtet wird.

MfG Fantho

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@Fantho

Es gibt jedoch andere Begriffe, die geeigneter sind. (Siehe Beitrag unten)

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Dass es äußerliche Unterschiedezwischen zw. Menschen aus anderer ökologischen Habitaten gibt ist ja Fakt. Wir sagen ja auch "mitteleuropäisch" "kaukasisch" "asiatisch" oder "afrikanisch". Genauso die Unterschiede zwischen Religionen.

Mit Rassisten werden ja heut allgemein Menschen bezeichnet, die andere Ethnien als die ihrige verachten und auf das Wahrnehmen der Unterschiede bestehen. Darum is das wort R doch negativ belegt, weil die Einteilung immer der anschließenden Diskriminierung dient - weil sie sons sinnlos ist. Oder wie siehst das?

"Rassismus ist eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet"
Also wenn jemand sagt: alle Menschen, die Moslems sind, sind gewaltätig, ist die Person dann ???????! >> in Bezug auf die ideolog. Verwandschaft zum R.

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@GreenGoblin

Ich suche also ein Missing-Link-Begriff in der FAmilie der Ismen

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@GreenGoblin

Rassentheorien (zusammenfassend auch als Rassenkunde oder Rassenlehre bezeichnet) sind wissenschaftlich überholte Theorien, welche die Menschheit in verschiedene Rassen einteilen.

Biologisch reicht es eben nicht aus äußerliche Merkmale wirklich unter einem schwammigen Begriff abzugrenzen. Dass Asiaten und Südamerikaner sich in ihrem Aussehen von einander unterscheiden, ist unbestritten. Es geht hier lediglich um die Frage, ob der Begriff der "Rasse" angebracht oder biologisch sinnvoll ist. Und zu Letzterem ist ganz klar 'NEIN' zu sagen, da die Variationen bezüglich eines Merkmales innerhalb einer vermeintlichen Rasse zu groß sind, als dass sie durch eine einheitliche, unwillkürliche Definition abgegrenzt werden könnte. Man spricht, zumindest in der Biologie nicht von menschlichen Rassen. Von Bevölkerungsgruppen und der Gleichen, aber in Rücksichtnahme auf die Konsistenz bestehender Theorien und nicht zu letzt zum Vorbeugen des Rassismus nicht von anthropogenen Rasse.

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@Cyberfx

ja ok ethnien oder volksgruppen meinetwegen.... politically correct ;) Aber warum sagen wir dann "Bärenrassen" oder "Hunderassen" "VogelARTEN"? Ich glaube das ist wieder so was, um den Menschen vom Tier weiter abzugrenzeen wie die Verwendung von "Baby" gegenüber "Junges"

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@GreenGoblin

Ich glaube (bin ja kein experte :D) aber man kann auf verschiedener Methoden eine Klassifizierung vornehmen z.B. über die Genanalyse. Bei den Menschen unterscheiden sich (im Verhältnis zur Gesamtmenge der DNA) nur eine handvoll Gene, während das bei Individuen unterschiedlicher Rassen deutlich mehr sind. Das war zumindest mal ein Ansatz, zur Begründung, von dem ich gehört habe. In den Sozialwissenschaften magst es zwar sinnvoll sein, Völkergruppen zu unterscheiden, aber sonst halt nicht. *schulterzuck

PS: Da du's grade ansprichst: Meine Ethiklehrerin hat mich neulich auch wieder darauf hingeweisen, ich solle doch den Menschen bitte nicht mit dem Tier vergleichen. (Es ging um die Nahrungskette) Selbst manche Biolehrer haben damit ein Problem.

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@Cyberfx

DA spekulieren wir beide wohl. Ich denke da der Mensch ja zu über 90% genetisch mit dem Schimpansen verwandt ist mehr noch aber mit anderen der selben 'Art'. Spricht man trotzdem von Spezies. Gattung, Rasse und

ich solle doch den Menschen bitte nicht mit dem Tier vergleichen. (Es ging um die Nahrungskette) Selbst manche Biolehrer haben damit ein Problem.

Autsch! Als Ethiklehrerin? IMHO Thema verfehlt! Den Menschen kann man echt nciht gleichsetzen mit dem Tier, aber m.E. gerade EBEN weil er den Gedanken und den Willen fassen kann, die Nahrungskette zu berdenken oder durchbrechen ;)

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@GreenGoblin

hobbla. verschluggt! sollte heißen:
Ich denke da der Mensch ja zu über 90% genetisch mit dem Schimpansen verwandt ist Zwischen mensschen untereinander besteht zwar eindeutig weniger Unterschied, aber ist marginal trotzdem genug um von Spezies oder Rasse reden zu können Die Nazis ham das versaut. Wegen denen grenzen wir uns aus gutem Grund, nämlich Sensibilität, selbst weniger voneinander ab als wir verschiedene Tiere der selben Spezies voneinenander abgrenzen. Auc wenn zwischen Lux und Wildkatze genetisch evtl der gleiche Prozentunterschied besteht als zwischen Euronen und Afros

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@GreenGoblin

Also zoologisch gesehen ist der Mensch ein Tier !!! Er unterscheidet sich nämlich in Bezug auf seinen Grundaufbau nicht mehr vom Tier als viele Tiere von einander. Ich meine Elephant und Hund sind sich ja nicht ähnlicher als Mensch und Gorilla. Aber wenn man Menschen aufgrund ihrer sozialen Entwicklung eine Extrastellung zuerkennen möcht, ist das natürlich schon verständlich. Es ist aber (gehört vielleicht nicht zum Thema), dass Lehrer generell oft wenig von anderen Fächern, außer dem eigenen verstehen. Aber nochmal zu der Rassenproblematik. Im Wikipedia-Artikel zum Homo Sapiens steht, dass er der einzige Überlebende der Gattung Homo ist, also der Letzte seiner Art. Es gab nämlich in der Tat früher menschliche Rassen. Man weiß nicht wann die vorletzte ausgestorben ist. Det letzte gesicherte Beweis/ die letzte zuverlässige Schätzung sagt aus, dass es vor 10.000 Jahren zum letzten Mal eine außer unseren gab. Die anderen haben wir wie die Neandertaler verdrängt oder umgebracht. Es gibt allerdings Betichte davon, dass bis vor etwa 100 Jahren noch eine weitere existierte. Wie dem auch sei das Entscheidene ist, es gab früher einmal welche, die sich wirklich gravierend von einander. Schließlich gibt es ja auch Hunde innerhalb einer Rasse, die unterschiedliche Fellfarben haben. Macht Spaß mit dir zu diskutieren :D

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@Cyberfx

Wir Menschen sind leider rassistisch den anderen Tieren gegenüber, die wir in Tierversuchen quälen und mussbrauchen und in der Massentierhaltung. Lest dazu mal von Peter Singer das Buch Animal Liberation. Er möchte, daß auch Tiere wie Menschenaffen eigene Rechte auf Leben und Unversehrtheit zugesprochen bekommen und ich glaube, in Australien ist das jetzt verwirklicht worden, bei uns leider noch nicht. Der Mensch geht immer egozentrisch und rücksichtslos nur von sich selbst aus und das ist der wahre grösste Rassismus den anderen Geschöpfen gegenüber auf der Welt.

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@GreenGoblin

Der Mensch kann sprechen und das ist der einzige Unterschied zum Tier, denn denken und fühlen, planen, Angst haben usw können die anderen Tiere auch.

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aber wissenschaftlich und auch genetisch gibt es ja nun mal schon unterschiedliche Menschenrassen und das meine ich wertneutral. Keine ist mehr oder weniger Wert als die andere, aber biologische Unterschiede gibt es ganz klar zwischen Asiaten und Afrikanern und Europäern und Inuit usw. Und wir sind auch nur Säugetiere und den Primatenaffen nahe verwandt und keine Krönung der Schöpfung. Wir sind leider das schädlichste Tier auf der Welt für die anderen Tiere.

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Diese " ISMEN " mögen vielleicht praktisch sein in einer Diskussion, sind aber im Grunde nur Worthülsen, die sich wunderbar als Totschlagargumente eignen. Aktuell z.B. der Rassismusvorwurf.

Diese "ISMEN"-Sucht kommt im Übrigen aus der Sowjetunion und erlebte ihren Höhepunkt unter Stalin. Ich persönlich gehe sehr vorsichtig mit ISMEN um.

Die Begriffe Sexismus, Rassismus etc. enthalten eine sehr stark abwertende Komponente, was im Begriff Atheismus nicht der Fall ist. Allerdings kann die persönliche Haltung eines Atheisten sehr abwertend empfunden werden.

Weshalb sprcht man nun beim Begriff Atheismus plötzlich nicht mehr von einer abwertenden Komponente? Weil Du dieser Ideologie zugehörig fühlst?

MfG Fantho

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@Fantho

Die meisten atheisten lehnen ja nur den Glauben ab. Und Atheismus ist eine generell ablehnende Haltung gegenüber der bloßen Existenz ALLER gottähnlicher übernatürlicher Wesen.

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@GreenGoblin

es gibt ja eben auch keine echten Beweise für diese Existenz gottähnlicher Wesen und ist doch schon Absurd, welche Kriege und Gewalttaten im Namen Gottes oder Allahs schon alle stattgefunden haben und auch im letzten Krieg haben viele Soldaten zu Gott gebetet oder auch die Leute in den KZ und warum hat er ihnen denn nicht geholfen lässt so viel Elend dann zu?

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@Fantho

Nein, wohl eher, weil sich ein Atheist keine religiös gefärbte Ideologie aufzwängen lässt

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@snooopi
aufzwängen lässt

Das ist billige, aber eine sehr billige Polemik!

Ein Theist kann durchaus auchz aus freiwilligen und wohl überlegten Gründen einer Religion angehören

aber auch keiner Religion angehören!

Zudem - und das haben all die 'Entgegner' wie auch Du wohl nicht verstanden - ist Athheismus ebenso eine abwertende Ideologie, und zwar gegenüber 'Theos'...

Zu guter Letzt: Studiere mal die Semantik der Begriffe 'Atheismus', 'Ideologie', 'Weltbild' und dann wirst Du feststellen, dass Atheismus ebenso eine Ideologieform darstellt...

Gruß Fantho

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