Sex vor der Ehe - In jeder Religion verboten?

10 Antworten

Es gibt wahrscheinlich in den meisten Religionen Menschen und Strömungen, die das so sagen.
Es gibt wahrscheinlich in jeder Religion Menschen und Strömungen, die das nicht nur offener, sondern ganz anders sehen.
In manchen Religionen gab und gibt es sexuell sehr aufgeladene Praktiken.

Und egal, wie die Religionen das sehen, gibt es in allen Religionen Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht dran halten.

Sexualität ist evolutionär bedingt nun einmal eine der stärksten psychischen Kräfte, die unserer Art biologisch das Überleben sichern. Insofern verwundert es nicht, wenn Religion versucht, diese Kräfte zu reglementieren.
Andererseits ist damit auch klar, dass es niemals vollständig gelingen wird.

Viel wichtiger als die Frage nach Verboten und Geboten finde ich, wie man seine Sexualtitä verantwortungsvoll lebt und daran denkt, dass jedesmal ein Kind gezeugt werden kann, wenn man das nicht zuverlässig verhindert.
Wie viel Vertrauen hat man in seinen Partner/seine Partnerin, dass sie dieses Bemühen nicht unterlaufen, sofern man sich nicht gegenseitig auf einen Kinderwunsch geeinigt hat.

Soweit ich weiß ist im Buddhismus garnix verboten. Und wenn - dieses Verbot sollte man auf alle Fälle brechen. Es ist unsinnig.

Kommt darauf an. Welche Religion wie die Ehe sieht.

Da Religionen zeitgeschichtlich nun mal alt sind, ist (übrigens auch zum Schutz der Frau!) Sex vor der Ehe nicht gern gesehen, da Sex vor allem als Mittel zum Kinderzeugen angesehen wurde. 

Daß Sex Spaß machen und aus Liebe geheiratet wird, ist vor allem eine bürgerliche Idee der Neuzeit.  

Da wir heute wirkungsvolle Verhütungsmittel haben, muß die grundsätzliche Frage also in einem neuen Licht gesehen werden. 

Daß Sex Spaß machen und aus Liebe geheiratet wird, ist vor allem eine bürgerliche Idee der Neuzeit. 

Das ist ein Ammenmärchen. Das Kamasutra schildert schon vor fast 2000 Jahren den sinnlichen Aspekt recht aufführlich.

Vergewaltigungen, die seit Menschengedenken zum Gebaren von Männern gehören, geschehen auch weniger aus dem Antrieb, sich zu vermehren sondern primär der Triebbefriedigung.

Bei manchen Religionen zählen sexuelle Praktiken durchaus zum Ritual.

Da wir heute wirkungsvolle Verhütungsmittel haben, muß die grundsätzliche Frage also in einem neuen Licht gesehen werden. 

Bis das die verstockten Herzen und Hirne der Päpste erreicht hat, wird es noch tausende ungewollte Kinder und Abtreibungen geben.

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Die kath. Kirche ist gegen Verhütung. Sex nur dann unter Partnern, wenn er der Zeugung des Nachwuchses dient. Ist diese bevölkerungspolitische Auflage erfüllt, dann müsste es genaugenommen, Schluss sein mit Sex.

Ein Papst sagte mal, Gott segnet auch die grössten Suppentöpfe. Wer diese aber füllt oder füllen kann, davon ist leider keine Rede.

Übrigens, es gab auch schon früher Kondomarten aus Ziegenhaut, ist also keine Erfindung unserer Zeit, was Kondome und somit Verhütung betrifft.

Ich bin der Meinung, dass sich die Kirche aus der Familienplanung heraushalten muss. Gleiches gilt für das sexuelle Verhalten der Menschen. Das geht die Kirche nichts an.

Die sollte eher dafür sorgen, dass sich ihre pädophilen Gesinnungsgenossen nicht an anvertrauten Jugendlichen vergehen.

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@Ontario
Ich bin der Meinung, dass sich die Kirche aus der Familienplanung heraushalten muss.

Jemand, der den Sport nicht ausübt, sollte sich nicht um die Spielregeln kümmern. ;)

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