Sex mit 12 Jahren ok?

14 Antworten

Ja, ist es.

Sex ist immer okay, wenn man ihn haben möchte.

Deswegen ist er ja auch, zumindest in allen deutschsprachigen Staaten, in jedem Alter erlaubt.

Nur wird man in Deutschland und Österreich erst mit 14 sexualmündig (Schweiz. 16) und entscheidet selbst. Bis dahin dürfen die Eltrn den Sex verbieten - oder fördern: IHRE Entscheidung.

Und manche Menschen hätten es wohl gerne, wenn Sex vor 14 gesetzlich verboten wäre. Dem ist aber nicht so. Verboten ist nur den Sexualmündigen der Sex mit Sexualunmündigen. Und das auch nur in Deutschland, nicht aber Österreich und Schweiz: https://www.gutefrage.net/frage/ist-sex-unter-14-verboten-oder-mit-unter-14-jaehrigen#answer-199280689

Tatsächlich haben rund 80% der Kinder (also: U14) sexuelle Kontakte, rund 10% sogar Geschlechtsverkehr. Und bei weitem nicht alle Eltern haben damit ein "Problem" (s. z.B. https://www.gutefrage.net/frage/sohn-12-will-bei-seiner-freundin-schlafen#answer-202198614 ).

Schon vor einem Jahrhundert hat Sigmund Freud festgestellt. "Kinder sind polymorph pervers!" ("polymorph" = auf vielfältige Weise, und als "pervers" galt damals jeder Sex, der nicht in einer Ehe stattfand, um Kinder zu zeugen)

Heute weiß man: "Sexuelle Handlungen von Kindern werden in der Regel unter dem Blickwinkel, der Erfahrung und der Lebensweise des Erwachsenen betrachtet, verstanden und interpretiert. Sexualität wird dabei oft reduziert auf Fortpflanzung und den Genitalbereich. Die kindliche Sexualität ist dagegen weniger zielgerichtet und stärker durch Spontaneität und Ausprobieren gekennzeichnet.

Grundsätzlich hat Sexualität in allen Altersgruppen mit dem Suchen und Erleben körperlichen Genusses zu tun. Sie kann als Lebensenergie verstanden werden, die den Menschen ein Leben lang begleitet. Im Laufe der individuellen Entwicklung äußert sich Sexualität unterschiedlich stark und auf unterschiedliche Weise.

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Wenn Kinder ihrer Neugierde, ihrem Lustprinzip und ihrem Bedürfnis nach körperlicher Nähe folgen, gehört das zu den normalen kindlichen Betätigungen.

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Auch bei Schulkindern gilt die Regel, dass sexuelle Handlungen, die einvernehmlich stattfinden, nicht verboten werden sollten. Neugierde, erste Erfahrungen mit der Körperlichkeit und Geschlechtlichkeit - meist durch Ausprobieren mit dem gleichen Geschlecht - helfen, ein positives Verhältnis zum Körper zu entwickeln."
(Dipl. Soz. Päd. Dorothea Hüsson, Kinder- und Jugendlichentherapeutin)

Und wenn sie in die Pubertät gekommen sind, gilt das natürlich erst Recht: "Sexualität im Sinne einer erwachsenen Sexualität beginnt Jugendliche schon sehr bald zu interessieren. Das anfängliche Interesse ist die Neugier, ob das, was man davon sagt, wirklich wahr ist. Diese erste Neugierde taucht bei den meisten bereits im Grundschulalter auf. In diesem Alter wollen Kinder sehr konkret wissen "wie Kinder gemacht werden". Sie wollen wissen, ob Erwachsene "das" wirklich tun und betrachten diese neue sexuelle Welt mit Neugier und mit Distanz. Zwischen zehn und dreizehn Jahren verwandelt sich diese erste Neugierde in die Sehnsucht, selbst Geborgenheit und auch Sexualität mit jemand anderem zu erleben.

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Auch wenn Jugendliche manchmal spürbar zwischen Erwachsensein und Kindsein hin und her pendeln, sind sie in ihrer Sexualität und in ihren Bedürfnissen nach Beziehung als Erwachsene zu sehen. Das Aufkeimen erwachsener sexueller Gefühle im Alter von etwa 12 Jahren macht einen Teil in ihrem Erleben bereits erwachsen - unabhängig davon, ob es ihnen möglich ist, Verantwortung für ihren Alltag zu übernehmen.

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Dem Gesetzgeber ist es nicht ein Anliegen, Sex unter einem bestimmten Alter zu verbieten, sondern sicherzustellen, dass besonders junge Leute davor geschützt sind, von älteren Personen sexuell ausgenutzt zu werden." (DSA Bettina Weidinger, Pädagogische Leitung des Österreichischen Instituts für Sexualpädagogik, Sozialarbeiterin, Sexualpädagogin und Sexualtherapeutin)

Dennoch wird es immer Menschen geben, die das unterdrücken wollen (und sei es, weil sie selbst auch unterdrückt wurden). Aber: "Sexuelle Unterdrückung, so grausam und ungerechtfertigt sie auch sein mag, hat immer eine „Begründung" gehabt. Diese kann vom einfachen religiösen Dogma bis zur pseudo-wissenschaftlichen Theorie reichen, aber ganz gleich wie sie aussieht, sie hat eine grundlegende Eigenschaft: Einer rationalen Auseinandersetzung ist sie nicht zugänglich. Selbst wenn sie keinerlei Sinn ergibt und viele Male widerlegt wurde, wird sie dennoch immer wiederholt. Ihre wirkliche Funktion ist schließlich nicht so sehr, Skeptiker zu überzeugen, als das Gewissen ihrer Verfechter zu beruhigen, eine Funktion, die sie stets bemerkenswert gut erfüllt.

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Aber all dies spielt für die Intoleranten keine Rolle. Da ihr Glaube nicht auf Einsicht beruht, kann Einsicht ihn auch nicht erschüttern. Wenn es also um sexuelle Unterdrückung dieser Art geht, haben wir es nicht mit sachlichen, wohlüberlegten Schlussfolgerungen, sondern einfach mit Vorurteilen zu tun." (Prof. Dr. Erwin J. Haeberle, Sexualwissenschaftler

PS: https://www.gutefrage.net/frage/macht-es-sinn-mit-12-sex-zuhaben

Also natürlich ist das deine Entscheidung.. du musst aber wissen dass das eine schwere Entscheidung ist weil du sie vielleicht später bereuen würdest...klar einiges tut sich jetzt schon in deinem Körper, aber man muss nicht jedem kribbeln gleich nachgeben und sex haben.. Ich persönlich finde es wäre besser wenn du noch etwas wartest...ich weiß nicht mit wem du das anstellen möchtest ob das dein freund ist oder nur ein junge den du sexy findest.. aber schlussendlich ist es deine entscheidung und dein körper mit dem darfst du machen was du willst.. das rechtliche ist halt so eine sache..

Ich finde mit 12 ist es noch zu früh. Es wäre besser, wenn du mit 16 warten würdest. Du solltest dir über die Konsequenzen klar sein, nicht das du nachher schwanger bist. Überlege es dir gut. Wenn du es trotzdem machen möchtest, dann verhüte dich gut mit Pille oder Kondom. Oder auch beides, wäre die sicherste Variante. 

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