Setralin 50g 4-6Wochen

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2 Antworten

Du solltest zunächst einmal auf deinen Arzt hören und dich nicht von Dritten verunsichern lassen. Die 50 mg am Morgen sind völlig okay. Das Medikament verbleibt 24 Stunden im Körper, so dass du dir den ganzen Tag über keine Gedanken über weitere Medikamentengaben machen brauchst.

Auch wenn du derzeit weniger depressive Beschwerden hast, solltest du das Sertralin regelmäßig nehmen. Eine Verschlechterung der Gefühlslage wird sich nicht einstellen, im Gegenteil, deine Stimmung wird sich aufhellen. Entzugserscheinungen wird es keine geben, weil das Medikament kein Suchtpotential hat. Beim Sport wird es dich nicht negativ beeinflussen, eher positiv. Auf Alkohol solltest du während der Medikation verzichten.

Ich habe das Medikament als ein exzellentes Antidepressiva kennen und schätzen gelernt und kann es gerne und guten Gewissens empfehlen.

Deine Medikation sollte jedoch auch von einer mentalen Therapie begleitet werden, sonst rutscht du nach kurzer Erholung wieder ab. Medikamente alleine reichen nicht aus um dauerhaft die Depressionen loszuwerden.

MindSick 10.01.2014, 16:47

mir wurde bereits ein termin gegeben für ein intensiveres gespräch. aber dort ambulant werden keine dauertherapien gemacht und diese gespräche sollen mir helfen die richtige art der therapie für mich zu finden, sofern ich das richtig verstanden habe. ich danke dir auf jeden fall vielmals für deinen rat!

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Es hat schon seinen Sinn, dass der Arzt dich erst in einigen Wochen wieder sehen möchte, denn Sertralin ist ein Medikament, das mehrere Wochen brauchen kann, um seine volle Wirkung zu entfalten. Normalerweise macht Sertralin keine schweren Nebenwirkungen und es sorgt recht schnell wieder für Antrieb, die Stimmungsbesserung kann bis zu 6 Wochen auf sich warten lassen. Mich wundert nur die Wahl des Medikaments. Es gibt noch besser verträgliche Alternativen mit ganz geringem Gefahrenpotential. Sertralin birgt die Gefahr, dass man Suizidgedanken durch die schnelle Antriebssteigerung möglicherweise umsetzt, ich nehme an, dein Arzt hat dich in der Richtung auch befragt. Es ist besser, wenn du zumindest in der Aufdosierungsphase Alkohol meidest, danach ist Alkohol in engen Grenzen kein großes Problem. Ich habe das eng verwandte Mittel Citalopram genommen, aber es hat wenig genützt, inzwischen nehme ich Venlafaxin, das funktioniert gut und hilft mir gut (es toleriert aber keinen Alkohol). Es hat mir vor allem recht gut gegen die Panikattacken geholfen, die fast völlig verschwunden sind. Am meisten hilft mir jedoch die Psychotherapie!

MindSick 10.01.2014, 16:50

ich habe dem arzt von meinen suizidgedanken erzählt , ja. und ich hoffe auch, dass ich bald eine feste therapie bekomme und sich alles regelt. auch dir vielen dank!

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