Servus miteinander, Ich schreibe einen Roman in der die zweite Hauptfigur magersüchtig ist. Ursache dafür ist der Verlust ihrer wichtigsten Bezugsperson.?

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5 Antworten

Ich glaube nicht, dass der Tod einer wichtigen Person der Grund für die Magersucht sein kann, aber der Auslöser. Das ist auch so in dem Roman "Mondmädchen". Den Namen der Autorin weiß ich leider gar nicht mehr, aber in dem Buch ist das Reinrutschen in die Magersucht nach dem Verlust von dem Vater der Protagonistin sehr deutlich und spannend beschrieben.

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Die Gründe für eine Magersucht sind in der Regel nicht so zugespitzt vorzufinden wie man das für einen Romanentwurf vielleicht gut gebrauchen könnte. Häufig ist das was du als Beispiel für eine Ursache genannt hast, eher ein Auslösepunkt (Katalysatorfunktion). Die tatsächlichen Ursachen sind meist erheblich komplizierter, älter und auch nicht so klar definierbar. Deine Frage bezieht sich auf den kausalen Zusammenhang und die Wirkfaktoren zwischen Hungern und Verlust einer Person. Es ist so, dass es meist gar keinen (oder manchmal bestenfalls einen hilfsweise konstruierten) Nutzen oder direkten Zusammenhang gibt. Die Tatsächlichen Gründe für das Verhalten lassen sich nicht so leicht zusammen fassen. Sie reichen oft zurück bis in die frühe Kindheit. Deshalb erscheint das Verhalten auch irgendwie unlogisch und für Außenstehende unfassbar. Würdest du die Krankheit in deinem Roman auf die simple Kausalkette  "Verlust einer wichtigen Person --> Anorexie --> Verarbeitung des Verlustes --> keine Anorexie" reduzieren, wäre das zu kurz gefasst. 

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niler97 10.11.2016, 15:37

Sagen wir die Figur ist ein Findelkind. Die Person, die sie findet und großzieht, ihr also ein Elternersatz ist, stirbt. Ist es überhaupt realistisch dieses Erlebnis mit Magersucht zu kompensieren? Anders gefragt: Welche Kausalkette würde beispielsweise  dazu führen, dass jemand diese Art der Verarbeitung wählt?

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Manioro 10.11.2016, 15:39
@niler97

Da bin ich überfragt. entschuldige bitte.

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Meistens ist es so, dass diese Menschen sehr "abhängig" von einer Person waren und wenn man diese verliert ist das natürlich ein großer Rückschlag. Die Personen haben meist dann das Gefühl die Kontrolle über alles zu verlieren und sie wollen eine art Kontrolle wieder haben.

Sie versuchen sich abzulenken indem sie sich nur aufs Abnehmen konzentrieren. Sie denken dann sie hätten alles im Griff und bräuchten diese wichtige Bezugsperson nicht mehr.

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Ich denke,Anorektiker glauben nur,dass sie etwas kompensieren können,indem sie hungern....

Das eigentliche Problem ist psychisch. Man sollte das eigentliche Problem behandeln,um das körperliche Problem überwinden zu können

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Hey niler97, Ich bin selber betroffen und würde dir gerne genaueres erläutern, da bei mir die Situation ähnlich war. Übrigens.. ich schreibe auch ein Buch :) LG

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