Sertralin unregelmäßig genommen und erhöht - Nebenwirkungen?

5 Antworten

Sertralin ist ein Antidepressivum aus der Wirkstoffgruppe der SSRI (selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer) und wird gegen Depressionen sowie gegen verschiedene Formen von Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt. Wie jedes Antidepressivum muss es täglich eingenommen werden um einen vernünftigen Spiegel im Gehirn aufzubauen. Gelegentliche Einnahmen oder die Einnahme nach kurzfristigem Bedarf bringen nichts. Bei täglicher Einnahme dauert es rund 2-5 Wochen bis der Spiegel aufgebaut ist und die eigentliche Wirkung eintritt. Zuvor hat man nur Nebenwirkungen.

Bei Antidepressiva wie Sertralin verschwinden die meisten Nebenwirkungen nach 3-5 Wochen in der Regel wieder (wenn man es täglich einnimmt). Bei der Einnahme mit Unterbrüchen hält man nur die Nebenwirkungen aufrecht und verhindert das die antidepressive bzw. angstlösende Wirkung sich entfalten kann.

Verstärkte Nebenwirkungen nach einer Dosiserhöhung sind hingegen völlig normal. Auch da gilt die 3-5 Wochen-Regel. Ich empfehle dir dringend Sertralin täglich ohne unterbrüche einzunehmen, selbst dann wenn es dir besser gehen sollte. Die Therapie wird in der Regel bis zu 6 Monaten nach der Remission (symptomfreier Zustand) weitergeführt um Rückfälle zu verhindern.

Die Nebenwirkungen die du beschreibst (Kopfschmerzen, Panik, Übelkeit, komisches Gefühl im Bauch und Müdigkeit) sind übrigens klassische Nebenwirkungen von Sertralin. Sie sollten wie bereits erwähnt bei täglicher Einnahme nach einigen Wochen weggehen.

PS: Detailinformationen zu Sertralin findest du hier.

Ich nehme zwar nicht ein Antidepressivum, sondern ein Neuroleptikum (Zyprexa), aber ich habe mich - sehr erfolgreich!! - auf die Strategie verlegt, nur eine relativ geringe Grundmenge regelmäßig einzunehmen, aber bei Bedarf, bei Dir also bei einem heftigen Depressionsschub, dann ganz heftig einzusteigen.

Ansosnsten gewöhnt sich das Gehirn an das Medikament und Rezeptoren werden herunter- bzw. heraufreguliert.

Es ist ja auch bei anderen "Drogen" so, dass schließlich eine Gewöhnung eintritt.

Auch für die Leber ist es nicht gut, ständig eine hohe Dosis zu nehmen!

Das Gehirn ist ganz sicher so eine Art ÖKOSYSTEM (unser Körper auch...), und als solche sollte man auch entsprechend umsichtig mit ihm/ihr umgehen!!!

Das wird ein "Pegelmedikament" sein und wenn du es unregelmäßig nimmst, stimmt der Pegel nicht. Deswegen habt ihr die Dosis erhöht...

Wenn du es aber jetzt regelmäßig nimmst, ist die Dosis vielleicht zu hoch...

Ja, das mit dem Pegel stimmt.. Habe vorher auch 175mg genommen und bin damit sehr gut gefahren :) Und als ich sie regelmäßig bei 75mg genommen habe, war es ja auch ok, nur eben zu wenig.

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