Serbischer kuchen?

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1 Antwort

Schokoladentorte nach Serbischem Rezept - Rezept von Herrn Milan Nikolic (Budapest)

Eine äußerst gehaltvolle Torte aus Serbien.

Zutaten:

10 Eier

½ Pfund und 10 Eßlöffel Zucker

½ Pfund Butter

etwas Butter zum Einreiben der Backform

300 Gramm geriebene Haselnüsse (gibt es in Tüten ) 2 Päckchen Vanillezucker

2 Stücke von einer BLOCK-Schokolade abreissen (das ist etwas weniger als 100 Gramm)

Achtung: Es wurde bei uns zuhause mehrfach ausprobiert, dass der beste Geschmack nur durch Blockschokolade (sie wird in Silberfolie verkauft) erreicht wird.

10-20 ganze geschälte Mandeln zum Garnieren.

Staniol- oder Pergamentpapier zum Backen.

Eventuell etwas Alu-Folie und Palmin-Fett.

Zubereitung:

10 Eier in Eigelb und Eiweiß zertrennen, das ganze Eiweiß mit elektrischem Schneebesen schaumig schlagen (mit schnellster Stufe) und beim Schlagen erst ganz zuletzt ½ Pfund Zucker und 1 Tüte Vanille-Zucker zufügen (langsam beim Schlagen einrieseln lassen, die Teigmasse darf nämlich auf keinen Fall zusammenfallen). Die Masse muß also vor dem Zufügen des Zuckers ziemlich steif geschlagen sein (weil sie dann besonders luftig wird) und muß nach Zufügen des Zuckers so steif werden, daß sie nicht zusammenfällt. Nun wird diese Masse mit den geriebenen Haselnüssen vorsichtig unterhoben (gut vermischen).

Eine runde Backform (Durchmesser ca 30 cm, Höhe ca 10 cm) wird mit Staniol- oder Pergamentpapier völlig ausgelegt und mit Butter oder Öl eingerieben, damit die Masse nicht nach dem Backen haften bleibt. Ofen auf 175 Grad Celsius vorwärmen, die Eiweiß-Nuss-Masse in die Form füllen und bei 175 Grad eine Stunde backen. Die Masse darf an ihrer Oberfläche nicht zu dunkel werden, daher evtl nach ¾ Std. Backen mit Alu-Folie Backform abdecken (wenn die Inspektion des Teigs dies ratsam erscheinen lässt!) und die restliche ¼ Std. weiterbacken lassen.

Backofen abstellen und Backteig cirka ½ Stunde in geschlossenen Ofen erkalten lassen. Teig aus der Form nehmen und in der Mitte (Schnittfläche horizontal) mit einem Brotmesser vorsichtig durchschneiden. Vorsichtig deshalb, weil die Teile entlang der Schnittfläche noch nicht von ganz fester Konsistenz sind.

Backofen wieder auf 175 Grad vorwärmen und die beiden Backmassen 10-15 Minuten in den Ofen Schieben, damit die weichen Schnittflächen ein wenig anrösten und somit fest werden. Danach müssen die beiden Back-Teile völlig erkalten. Jetzt wird die Schokoladen-Masse erstellt:

10 Eigelb, 10 Eßlöffel Zucker und die zweite Tüte Vanille-Zucker vermischen und ganz sachte (zum Beispiel über einem Wasserbad) erwärmen, bis die Masse steife Konsistenz erhält, aber das Eigelb noch nicht gerinnt. Laut Auskunft meiner Mutter ist dies die kritische Stelle, für die man ein ‚Händchen’ haben muss; statt Wasserbad legt sie zwei Stricknadeln auf die Elektro-Platte unter den Topf mit der Eigelbmasse, und sie rührt diese mit einem Holzlöffel. Man spürt angeblich ab einer bestimmten Temperatur der erwärmten Masse, daß diese steifer wird, und man muss sie unter ständigem Rühren sofort vom Feuer nehmen (die Masse ist dann fast kochend und dicklich!) und die in kleine Stücke zerteilte Schokolade und die Butter in diese heiße Masse auflösen lassen. Man muss ständig rühren, bis die Masse kalt wird. Ist alles richtig gemacht, dann ist das Ergebnis bei Kühlschranktemperatur so steif, daß die Masse nicht mehr fliesst.

Sollte die Masse dennoch fliessen, dann empfiehlt sich das Unterrühren von 2 Eßlöffeln Palmin noch im warmen Zustand.

Die beiden erkalteten Backteige werden mit der Schokoladenmasse ringsherum beschichtet und dann aufeinandergelegt, die Mandeln werden als Garnierung symmetrisch oben auf die Torte gelegt. Fertig! Übrigens: das Auskratzen und Vernaschen der Reste der Schokomasse bringt besondere Vorfreude auf die Torte. Die Torte läßt sich im Tiefkühlschrank einige Tage ohne Geschmacksverlust einfrieren und schmeckt im kalten Zustand (Kühlschranktemperatur !) am Besten, weil Ihre Oberfläche dann eine optimale Steifigkeit erhält.

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