Sequenzierung durch Hybridisierung Internetsuche

1 Antwort

Hm, das blöde ist, ich habe zwar alles verstanden (ist ja auch mein Berufsfeld), aber ich überlege gerade, wie sich so etwas vereinfacht erklären läßt. Aber ich versuch es mal. Zunächst vielleicht Sequenzierung: Da geht es einfach darum, die Abfolge der Basen zu ermitteln. So ein Stück DNA oder RNA besteht ja aus verschiedenen Basen. (4 verschiedene gibt es.) Ich nenne sie einfach nur mal A, G, C und T. Und da gibt es in jeder DNA eine bestimmte Abfolge. z.B. TGCTADAGGDA... Und die will man ermitteln und weil man dann anahnd einer Datenbank abgleichen kann, um was für eien Organismus es sich handelt oder wer z.B. der Täter eines Verbrechens ist....

Da gibt es nun verschiedene Methoden, wie man das machen kann. Du sprichst nun von der Hybridisierung: Du hast dazu eine Matrix (z.B. einen Glaschip) auf der verschiedene kleine DNA-Stücke binden können. Das heißt, es sind schon DNA-Stücke auf dieser Matrix drauf und die entsprechenden Gegenstücke können dann da binden, wenn sie vorkommen. Die gebundenen Stücke werden dann angefärbt und dadurch ensteht ein Farbmuster. Und anhand des Musters kann man ablesen, welche Gensequenzen vorhanden sind. Also quasi überall, wo es angefärbt ist, konnte die DNA binden.

Cool erstmal Großen Dank für deine Mühe. Ich wusste schon was mit DNA-Seqeunzierung gemeint ist. Ich habe die Methode von Sanger schon super verstanden. Bei der Seqenzierung durch Hybridisierung wusste ich halt bloß nix mit den ganzen Fachbegriffen anzufangen. Nun habe ich noch einen kleine Frage, und zwar: Also auf dem Glaschip sind verscheidene DNA-Stücke vorhanden(vermutlich die vier Basen Adenin,Cytosin, Guanin und Tymin), dann leg man die zu sequenzierende DNA drauf und diese Verbindungsstücke der DNA werden dann markiert?

Heißt die DNA-Stücke auf dem Glaschip sind freibeweglich und sind alle mit einer verschiedenen Farbe versehen?

Stimmt das?

0
@Synapse22

Die DNA-Stücke sind auf dem Glaschip fest fixiert an bestimmten Stellen. Dann wird darüber das DNA-Amplifikat gegeben. (Also normaler Weise hast du nur wenig DNA, machst dann aber eine PCR und dann hast du in einer Flüssigkeit viele Kopien von der DNA) Also genauer gesagt kommen in deiner Proble ja viele kleine DNA-Stücke vor. Und diese DNA-Stücke haben halt auch ihre Sequenzen. Und wenn zufällig zu den Sequenzen auf dem Chip passen, bleiben die daran haften. Das ganze wird dann gut gespült, so daß nur die DNA dran haftet, die schon vorher da war und die, die richtig fest dran gebunden ist. Das sind dann ja quasi Doppelstränge an diesen Stellen. Dann gibt es spezielle Färbemethoden (wobei ich das jetzt auch genau nachgucken müßte, weil ich eigentlich nichts mit der Hybridisierung zu tun habe). Bei dieser Färbung werden dann die Stellen sichtbar, an denen DNA-Doppelstränge vorhanden sind.

Dabei entsteht dann ein Muster. Sagen wir, es gibt einen Abschnitt, da klebt an dem Glas CTGAT und dieser ABschnitt wird farblich sichbar, dann weißt du, daß es einen DNA-Abschnitt mit der Basenfolge GACTA geben muß (also genau das Gegenstück)

0
@DerTroll

Ok ich glaube jetzt habe ich es verstanden. :) danke sehr

0

Was möchtest Du wissen?