Senkrücken Pferd

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4 Antworten

Lass überprüfen, ob der Sattel wirklich passt. Auf die Aussagen von Vorbesitzern kann man sich nicht immer verlassen!

Huhu,

ein Senkrücken schon mit zwölf Jahren ist schon eine Sache, der auf jeden Fall Beachtung geschenkt werden sollte. Da gehört gutes leichtes Training sowie noch möglich, ein wirklich gut angepasster Sattel, eine regelmäßige Kontrolle des Sattels durch einen Sattler und eine regelmäßige Kontrolle des Rückens und Bewegungsapparats durch einen Tierarzt und einen Osteropath dazu.

Wenn sie solche Abwehrreaktionen beim Satteln und beim Trensen zeigt ist da irgendwas nicht ok. Lasse dazu unbedingt einen guten Sattler mal auf den Sattel, sowohl auf dem blanken Rücken, als auch mit eurer Unterlage drunter und auch mit dir drin, schauen. Ein Pferderücken kann sich auch innerhalb von wenigen Monaten so verändern, dass an Sattel wieder etwas angepasst werden muss. Auch über einen angepassten Sattel sollte mindestens ein bis vier mal im Jahr ein Sattler drüber schauen und gegebenenfalls nach oder umpolstern. Wenn der Sattel noch vom Vorbesitzer kommt, kann es auch durchaus sein, dass er vielleicht von Anfang an nicht richtig gepasst hat. Oft kommt es vor, das man zu einem Pferd einen Sattel dazu bekommt, der noch von irgendwo über war oder den man gerade günstig ersteigern konnte.

Wurde die Trense kontrolliert? Auch an einer Trense kann eines nicht ganz passen, was man auf den ersten Blick nicht sieht. Oft sieht man zum Beispiel zu kurze Stirnriemen und dadurch eingeklemmte Ohrmuscheln, zu dicke oder zu kurze Gebisse oder auch falsch verschnallte Reithalfter. Auch da kann der Sattler schon mal drauf schauen, wenn er schon da ist.

Auch die Zähne sollte sich der Tierarzt oder noch besser ein Pferdezahnarzt anschauen.

Besonders anfällig für Probleme und darauf resultierende Schmerzen ist bei euch natürlich der Rücken und der Widerrist sowie Lendenwirbelbereich. Das sollte sich als erstes eurer Tierarzt ansehen und wenn er es für nötig hält ihn eurem Fall auch Röntgenbilder anfertigen. Er kann euch dann auch auf einen guten Osteo verweisen, der mit euch dann weiter daran arbeitet und euch ein für euch geeignetes Trainingsprogramm an die Hand gibt.

Bei solchen Schmerzreaktionen heißt es für euch erst mal nicht mehr hoch, bis die Problemursache gefunden und beseitigt ist. Unterstützend für den Rücken ist bei Pferden mit Senkrücken und in schlimmeren Fällen auch mit Kissing Spines muskelaufbauende sinnvolle Bodenarbeit ganz wichtig. Ich kann euch da nur ganz dringend den Longenkurs (longenkurs.de) mit an die Hand geben. Die meisten Pferde profitieren unheimlich von der Arbeit am Kappzaum, welche sich später für den weiteren Muskelaufbau super mit Equikinetic kombinieren lässt. Bei einigen Pferden mit einem Senkrücken in jungen Alter ist es oft auch eine sinnvolle Möglichkeit, das Pferd aus dem Reitsport zu nehmen und in den Freizeit-Fahrsport zu gehen. Als Sportpferd im Reitsport werdet ihr sie, wenn der Senkrücken schon weiter fortgeschritten ist, wohl nicht mehr einsetzen können.

Wenn ihr sie weiter so mit diesem Abwehrreaktionen gegen Sattel und Trense mit der Problematik Senkrücken reitet, ohne auf ein reelles Reiten und unterstützende Bodenarbeit zu achten, wird sich das nur verschlimmern und über kurz oder lang dazu führen, das die unreitbar wird.

Mit einem guten Traingsprogramm von Boden, Unterstützung von Osteo und Tierarzt und einen gut passendem Sattel, ist es aber je nachdem wie weit fortgeschritten der Senkrücken ist, Reiten aber noch relativ problemlos möglich. Dazu gehört aber auch, dass das Pferd gut und reell über den Rücken geritten wird. Regelmäßiger Reitunterricht ist dringend zu empfehlen.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft auf eurem Weg und ganz liebe Grüße

Ohne sattel ist kein problem! Sie hat das aber schon ihr leben lang gemacht., auch als der angepasste Sattel neu war. Kann es nicht auch sein, dass sie bevor sie den angepassten Sattel bekam, schmerzen hatte und jetzt einfach nur Angst hat? Ich habe wirklich nicht das Gefühl sie hätte Schmerzen! Das sieht man dann ja schon an der Haltung. Nur ich und meine Mutter reiten sie, also ist sie nur ein Freizeitpferd und kommt auf keine Tuniere. Dass sie ein Auge durch Krankheit verloren hat macht die ganze Sache aber auch nicht besser denke ich!:/

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Einmal hat sie sic auch garnicht wehren wollen! Ich weiß einfach nicht was ic machen soll, dass es so schlimm sein kann hätte ich wirklich nicht gedacht, denn es gibt ja Pferde, de einfach so ein kleines Spinnen im Kopf haben;-) sie testet aber auch gerne grenzen, z.B. Lässt sie sich vorne rechts für 3 Tage nicht die hufe auskratzen ( machen wir natürlich trotzdem) dann ist es wieder weg. 2 Wochen später war eine Freundin da, und plötzlich tut unsere allseitsbekannte Rampensau (:D) wieder auf wichtig und lässt ihn sich nicht auskratzen:)

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Außerdem danke für die ausführliche Antwort! Irgendwie will gf deine Antwort nicht als hilfreichste makieren;-)

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@Lipizzaner1

Danke, gern geschehen :)

Bis man das angeben kann, dauert es glaube ich 24 oder 48 Stunden nach einstellen er Frage ;-)

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Ich würde dir auch raten einen pferde Physiotherapeuten oder Osteopathen drauf schauen zu lassen. Ein pferd macht nicht umsonst zicken beim satteln da steckt meist Unwohlsein oder ein unpassender Sattel dahinter. Vielleicht hat sich der Rücken deines Pferdes auch verändert sodass der Sattel ein wenig angepasst werden muss, würde ich auch checken lassen, damit kannst du deinem Pferd schaden.

Hi, ich denke, dass sie Schmerzen hat und sich deshalb verweigert. Frage doch mal eine Physiotherapeutin, ob sie sich dein Pferd einmal ansehen kann. Sie erkennt sofort, ob es irgendwo klemmt und schmerzt.

http://www.pferdephysiotherapie-gubisch.de/

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