Seniorenheim für die Großeltern zahlen?

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3 Antworten

Kinder können zur Finanzierung des Heimes mit herangezogen werden.

Zunächst wird die Rente und jegliches Einkommen der betroffenen Person eingesetzt. Hinzu kommt das Pflegegeld aus der Pflegekasse entsprechend der Pflegestufe..

Dann könnten Kinder (und Enkel ??? ) herangezogen werden, allerdings wird die Düsseldorfer Tabelle zugrunde gelegt. Danach durfte im Jahr 2013 eine dreiköpfge Familie 3.105 Euro für sich selbst behalten. Was darüber lag, musste zu Hälfte zur Heimfinanzierung aufgebracht werden. Allerdings können vorher noch eine ganze Reihe Kosten zur Anrechnung gebracht werden, so dass der Selbstbehalt praktisch sehr viel höher liegt. Heute dürfte dieser Grundbetrag höher liegen.

Es werden also nur SEHR gut situierte Kinder und Enkel zur Kasse gebeten.

Es geht dabei auch um das Einkommen, nicht um das Vermögen (Auto, Immobile etc.)

Das Sozialamt darf Auskünfte von den Kindern bezüglich des Einkommens verlangen. Können die Kinder nicht zur Heimfinanzierung herangezogen werden, übernimmt das Sozialamt die offenen Beträge im Rahmen der "Hilfe zur Pflege".

Besitzt der Heimbewohner Wertgegenstände, z. B. eine Immobilie, muss diese verkauft werden, damit davon die Heimkosten, so lange wie es möglich ist, damit finanziert werden, sofern das regelä,mäßige Einkommen nicht ausreicht.

Ggf. geht das Sozialamt auch in Vorleistung und holt sich das Geld wieder, wenn der Verkauf der Immobilie, des neuen Porsche usw. erfolgt ist.

Wollen die Kinder z. B. die Immobilie des Vaters/der Mutter gern behalten/erben und ist nur ein kleiner monatlicher Betrag für die Heimkosten offen, kann es günstiger sein, diesen offenen Betrag monatlich freiwillig zu bezahlen, damit die Immobilie nicht angetastet wird.

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Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) sind Verwandte in auf- und
absteigender Linie gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet.

Das heißt, leibliche Kinder (auch Adoptiv- und nicht eheliche Kinder) sind für ihre Eltern unterhaltspflichtig.

Gegen Enkelkinder kann man die
Unterhaltsansprüche der Großeltern aber nicht geltend machen
– und auch Geschwister sind nicht füreinander unterhaltspflichtig.


Aus Paragraph 94 I 3 SGB XII
ergibt sich eindeutig, dass Enkel von den Behörden nichts zu fürchten haben, der sogenannte Sozialhiferegress, also die Überleitung des an sich zivilrechtlich bestehenden Unterhaltsanspruchs auf die Behörde, ist
dort ausgeschlossen.


Lg

Quelle: google

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