Seltsame Situation mit einem Atheisten?

17 Antworten

Hallo,

Das ist wirklich ein schwieriges Thema. "Gott" sei Dank kann man Gedanken und Glauben nicht vorschreiben und jeder darf glauben woran er möchte. Und das ist auch jedermanns Recht. Allerdings passt es vermutlich für viele einfach nicht mehr in die heutige Gesellschaft hinein. Wir sind eine Wissenschaftlich relativ aufgeschlossene Gesellschaft. Die Technologie ist für viele nicht mehr wegzudenken. In so einer, von der Technik beeinflussten, Welt passt so etwas wie Religion einfach nicht in das Leben. Wer das Universum untersucht, das Atom spalten kann und Satelliten in den Orbit schießt, braucht sich nicht an eine über 2000 Jahre alten Kultur zu orientieren. Religion war (ist) der Auslöser für diverse Kriege und Unrecht in der Geschichte der Menschen. Gehirnwäsche ist aber es sicherlich nicht nein. Das war ziemlich taktlos und unhöflich von dem Atheisten. Aber nur an Gott zu glauben weil man seine "Nicht-Existenz" nicht beweisen kann gilt auch für die Zahnfee. Letztendlich sollte man Religion auf keinen Fall verbieten oder einschränken. Für viele Menschen ist es ein Trost. Sie fühlen sich besser wenn sie glauben. Warum das wegnehmen?

Wenn sich jemand durch den Text angegriffen fühlt, tut es mir leid. Das war nicht meine Absicht. LG

Die Aussage das es alles null Sinn ergibt beruht eigentlich darauf dass die Bibel voll mit Wiedersprüchen und physikalischen Unmöglichkeiten ist. Atheismus bedeutet lediglich, dass man die Vorstellung ablehnt, ein Gott hätte die Welt wie wir sie kennen erschaffen. Die Wissenschaft kann weder die Existenz eines Gottes beweisen, noch ausschliessen. Das liegt aber daran, dass Gläubige sich ein Konstrukt geschaffen haben, dass keine logischen Argumente benötigt um bewiesen zu werden. Das lässt sich stark mit der Simulationstheorie vergleichen, bei der das eben auch nicht möglich ist. Die Wissenschaft muss sich auf Erkentnisse verlassen die wirklich bewiesen wurden, die Existenz eines Gottes lässt sich aber nicht beweisen, daher giltet diese momentan als falsch, bzw als unwahrscheinlich. In der Regel sind solche Diskussionen ziemlich unnötig da sich keine der beiden Parteien von der anderen Seite überzeugen lässt. Faktisch können wir einfach momentan sagen dass die Gläubigen ihre Theorie nicht beweisen können und die Wissenschaft ebenfalls nicht.

Jede Wissenschaft stösst relativ schnell an ihre Grenzen. Das betonen oftmals gerade geniale Wissenschaftler selbst.

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Atheismus - Gehirnwäsche von Satan ?

Atheisten wissen, daß es weder einen Gott noch einen Satan geben kann. Es sind die objektiven Erkenntnisse des 19. Jahrhunderts, die so etwas ausschließen.

Wenn man diese Ansicht vorträgt, aber der Gläubige keine Ahnung hat, wovon man hier schreibt, dann erübrigt sich jede weitere Diskussion ...

Wer dem Mainstream folgt und der Propaganda der "modernen Physik" zum Opfer gefallen ist, wird die Möglichkeit der Existenz eines Gottes oder Satans bzw. des Weihnachtsmannes nicht ausschließen wollen, da mathematisch basierte Spekulationen bisher jede Wirklichkeit ausschließen konnten. Solche Leute, die so etwas vertreten sind Agnostiker bzw. Opportunisten.

Religion hat immer nur mit Glauben, aber niemals mit Wissen zu tun, auch wenn die Gläubigen beharrlich an ihren irrationalen Positionen festhalten und behaupten, die unbefleckte Empfängnis und die Auferstehung von den Toten seien wirklich geschehen und also die Wahrheit.

Wenn ich das unaufgeregt und vernünftig vortrage, habe ich keinerlei Grund, gegen einen Gläubigen tätlich zu werden, wenn dieser meinen Vortrag in gutem alten Glauben ablehnt, denn er weiß es nicht besser und will es nicht besser wissen.

Auch Atheisten glauben etwas, nämlich dass es keinen Gott gäbe. Beweisen kann man das nicht.

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@weckmannu

Ja da sieht man es, was Glaube bedeutet. Du schreibst, was du verstehst und Du verstehst nichts von dem, was Du soeben gelesen hast. Die objektiven Erkenntnisse des 19. Jh. lassen die Existenz eines Gottes oder vom Teufel, Geistern und Dämonen nicht zu. Es sind objektive Gesetzmäßigkeiten, die Übernatürliches ausschliessen, ob Du daran glaubst oder nicht. Diese objektiven Gesetzmäßigkeiten hat sich der Mensch nicht ausgedacht, um daran zu glauben, sondern hat sie in der Natur entdeckt durch systematische Beobachtung und Forschung. Deshalb beweist der Ernergieerhaltungssatz z.B. ganz allein schon, dass es keinen Gott geben kann, dass so etwas weder in materieller noch in immaterieller Gestalt existieren kann, ob Du das wahrhaben willst oder nicht.

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Abgesehen davon dass ich diese Geschichte für drei erfunden halte: Deine "Argumentation" hinkt. Gewaltig.

Pascal Wager ist wahrscheinlich eines der schwächsten Argumente für den Glauben an eine spezifische Religion, da es von einer absolut falschen Prämisse ausgeht: Es gäbe nur eine Religion.

Es gibt tausende Religionen und Götter. Dje Existenz deines persönlichen imaginären Freundes ist nicht wahrscheinlicher als die von Odin, Zeus, Osiris, Vishnu oder der Regenbogenschlange. Und für keine dieser antiken Märchengestalten gibt es auch nur den geringsten Beleg.

Und wie Russell's Teekanne schön darlegt: Solange es keinen Beleg für die Existenz eines Faktors gibt, ist von dessen nicht-Existenz auszugehen.

Die Juristen sagen dagegen

Im Zweifel FÜR den Angeklagten

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@weckmannu

Was für diese Fragestellung glücklicherweise vollkommen irrelevant ist.

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Für dich stehen diese Menschen unter "Satans Kontrolle", für mich (und jeden anderen in der Realität lebenden Menschen) sind sie einfach nur dumm. Egal, wie hitzig eine solche Diskussion werden mag - auszurasten oder gar gewalttätig zu werden ist ein Zeichen dafür, dass der betreffende irgendwelche psychischen Probleme hat.

Dennoch gilt: er hat grundsätzlich recht, auch, wenn er seine Sichtweise nicht durch Argumente untermauern konnte. Viele andere Atheisten können es, zum Beispiel ich.

Da wäre die Frage, wie ein angeblich "perfekter" "Gott" eine so "fehlerhafte" Welt wie unsere erschaffen konnte. Da wäre die Frage, ob "Gott" die Zeit erschaffen haben kann, und wie genau "er" das gemacht haben soll. Da wäre die Frage, warum sich die Bibel, das angebliche "Wort Gottes", an uralten Märchen und Mythen fremder Völker, etwa der Sumerer bedient hat, obwohl ihre Quelle doch angeblich "Gott" höchstpersönlich sein soll. Da wäre die Frage, warum "Gott" in seinem "Wort" kein zeitloses, auch heute noch beeindruckendes Wissen offenbart, sondern immer nur den "Wissens"stand der damaligen Zeit reflektiert hat. Da wäre die Frage, wie das "Wort Gottes" Fehler und Widersprüche enthalten kann, obwohl "er" doch so ein supercooler, "allwissender" und "allmächtiger" Typ sein soll. Da wäre die Frage, wie sich Christen die Tatsache erklären wollen, dass ihr "Gott" in grauer Vorzeit nichts anderes als ein kanaanitischer Berggeist unter vielen anderen war.

Das Christentum hat von allen drei abrahamitischen Religionen die vermurksteste Theologie, das zeigt sich an allen Ecken ihrer sogenannten "Lehre". Dass dein Gesprächspartner nicht in der Lage war, wenigstens ein oder zwei solcher Punkte aufzuführen, spricht nicht gerade für seinen hohen Bildungsstand. Aber Dummheit ist ja auch kein Privileg der religiösen Menschen...😉

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